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Stahlharte Ideen als Antwort auf (Energie-)Krisen

Klimafitte Zukunft und Energiepreisrallye: Stahl Judenburg reagiert mit Investitionen auf aktuelle Herausforderungen und freut sich über volle Auftragsbücher.

Arbeiter in der Produktion
© Stahl Judenburg Hightech in der Produktion bei Stahl Judenburg.

Die Energiepreise setzen den heimischen Unternehmen weiter massiv zu, händeringend wird auf nationalen wie internationalen Ebenen nach Lösungen gesucht. Insbesondere die energieintensive Industrie steht hier seit Monaten vor enormen Problemen. Stahl-Judenburg-Geschäftsführer Heinz Kettner weiß um die Sorgen der Branche: „Die horrenden Preise für Gas und Strom treffen die Obersteiermark als traditioneller Stahl-Standort besonders hart. Alleine in unserem Betrieb betrug der Mehraufwand zur Abdeckung der extremen Energiepreise heuer im Vergleich zum letzten Jahr circa elf Millionen Euro. Diese Summen müssen an die Kunden weitergegeben werden, was die Inflation zusätzlich befeuert.“ Er plädiert gemeinsam mit vielen Kolleginnen und Kollegen dafür, „diese für viele Betriebe im Land längst existenzgefährdende Preisspirale“ endlich zu stoppen. Die Gas- und Strompreise müssten auf europäischer Ebene sofort entkoppelt werden. „Alles andere macht keinen Sinn. Bereits jetzt befeuern Sonderlösungen, wie etwa der in Spanien genehmigte EU-Energiepreisdeckel, innereuropäisch den Wettbewerb zusätzlich. Nicht zu vergessen: Wir stehen, wie so viele andere Betriebe im Land, im globalen Wettbewerb“.

Millionen-Investitionen in „Green Steel“

Doch verlässt man sich beim 1906 als „Steirische Gußstahlwerke Danner & Co“ aus der Taufe gehobenen und heute zur deutschen GMH Gruppe zählenden obersteirischen Stahlverarbeiter natürlich nicht  nur auf „Unterstützung von außen“, ganz im Gegenteil. Permanente Investitionen, insbesondere in nachhaltige Zukunftslösungen und Hochtechnologie, stehen hier seit Jahrzehnten ganz oben auf den Firmenagenden. Auch jetzt, trotz Krisen „oder gerade den vielen Verwerfungen zum Trotz“, so Kettner. Alleine 14 Millionen Euro sind es 2022/23, die in modernste Fertigungstechnologien und Erweiterungen fließen. „Stahlproduktion und das Bekenntnis zu Umwelt, Klima und einer grüneren Zukunft für kommende Generationen schließen einander nicht aus. Ganz im Gegenteil: Unternehmen wie das unsere setzen hier Millionen ein, und liefern den Beweis, dass selbst hochenergieintensive Bereiche einen wesentlichen Teil zum Wandel beitragen“, verweist Kettner auf die „Green Steel“-Initiativen, also „Decarbonisierung, CO2-Reduktion und smarte Nutzung von Abwärme“. 

80 Prozent der Abwärme aus der Stahlumformung werden bereits im Unternehmen zurückgewonnen, die PV-Anlagen auf den Hallendächern liefern 400 Kilowatt Leistung und zugekauft werde nur Strom aus zertifizierter erneuerbarer Energie, verdeutlicht Kettner die intensiven Bemühung, Transformationen voranzutreiben und damit den Standort nachhaltig zu sichern. „75 Prozent unserer Produktion gehen als Spezialstähle in den weltweiten Automotivebereich. Der Fokus auf grüne Produktion ist wettbewerbsentscheidend“, betont Kettner. Die Investitionen in die Zukunft und die durch Pandemie, Lieferkettenproblematik und Fachkräftemangel bedingten zusätzlichen Kraftanstrengungen machten sich aber bezahlt, verdeutlicht Kettner: „Unsere Auftragsbücher sind sehr gut gefüllt – und wir sind auf der Suche nach Mitarbeitern und Lehrlingen in nahezu allen Bereichen.“ 

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