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Spitzensport trifft Lehre

Mit einem neuen Lehr-Modell soll der alpine Skisport besser mit einer betrieblichen Lehrausbildung kombinierbar gemacht werden.

Rund 200 Ausbildungsberufe eignen sich derzeit für das neue Kombi-System aus Lehre und Sport.
© Foto Fischer Rund 200 Ausbildungsberufe eignen sich derzeit für das neue Kombi-System aus Lehre und Sport.

„Sport und Wirtschaft haben viele Parallelen. In beiden Bereichen geht es um Wettbewerb und darum, das Optimum aus seinen Fähigkeiten herauszuholen“, betont WKO-Steiermark-Direktor Karl-Heinz Dernoscheg im Rahmen der Pressekonferenz „Spitzensport trifft Lehre“, bei der ein neues Modell zur Vereinbarkeit von Ausbildung und Sportkarriere vorgestellt wurde. Dieses Modell macht es Lehrlingen künftig möglich, die Lehrzeit auf 18 Monate zu verlängern. „Dadurch ist es jungen Spitzensportlern möglich, neben ihren Trainingsplänen auch eine Berufsausbildung zu absolvieren“, betont Karl Schmidhofer, Präsident des Steirischen Skiverbandes, der sich zusammen mit Speed-Queen Renate Götschl für das neue Lehr-Modell einsetzt. 

Standbein nach der Sportkarriere

Trainingspläne, Regenerationszeiten und Wettkampfperioden werden entsprechend mit dem Lehrbetrieb abgestimmt und die Ausbildungspläne gemeinsam festgelegt – „fest steht, dass die Ausbildung dabei aber niemals zu kurz kommt“, so Sportlandesrat Christopher Drexler. „Wir freuen uns, dass wir nun auch mithelfen konnten, die Rahmenbedingungen für den alpinen Spitzensport zu verbessern. Denn mit einer Lehrausbildung sind die jungen Athleten auch für die Zeit nach ihrer aktiven Sportkarriere bestens gerüstet“, so Dernoscheg.

Einer, der sich für das neue Angebot „Lehre & Sportkarriere“ entschieden hat, ist Luis Tritscher:  Auf seinem Weg zum alpinen Spitzensportler lernt der künftige Einzelhandelskaufmann seit einem Jahr parallel bei „Sport Bachler“ in der Ramsau: „Es tut gut zu wissen, dass ich mir mit der Lehre ein zweites Standbein neben dem Skifahren aufbauen kann und so auch einen super Plan B in der Tasche habe.“

Image stärken

Rund 200 Ausbildungsberufe eignen sich derzeit für das neue Kombi-System aus Lehre und Sport. Auch Sportarten abseits der Skipiste sollen künftig in das Programm aufgenommen werden. „Wir wollen der Jugend damit eine Perspektive und Unternehmen die Möglichkeit bieten, ihr Image als top Ausbildungsbetrieb zu stärken“, so Josef Pesserl, Präsident der Arbeiterkammer Steiermark. 

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