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Sozialbeiträge um 765 Millionen Euro gestiegen

Steirische Sozialbilanz belegt die Notwendigkeit von Reformen: Seit 2013 sind die Beiträge der Arbeitnehmer und Arbeitgeber um 14,4 Prozent auf über sechs Milliarden Euro gestiegen. 

Die Sozialkosten steigen: Noch nie hat der Staat bei den Sozialkosten tiefer in die Tasche der Steirer gegriffen als im letzten Jahr.
© Franz Pfluegl - AdobeStock Die Sozialkosten steigen: Noch nie hat der Staat bei den Sozialkosten tiefer in die Tasche der Steirer gegriffen als im letzten Jahr.

Die Kosten für Sozialausgaben steigen und steigen: Noch nie hat der Staat bei den weiß-grünen Arbeitnehmern und Arbeitgebern für Sozialbeiträge so tief ins Börsel gegriffen wie im Vorjahr – sage und schreibe 6,09 Milliarden Euro mussten sie für Pensions-, Unfall- und Arbeitslosenversicherung & Co. löhnen. Ein neuer Rekordwert, der Jahr für Jahr aufs Neue übertroffen wird – nachzulesen in der brandaktuellen Sozialbilanz des Instituts für Wirtschafts- und Standortentwicklung (IWS) in der WKO Steiermark. 

Einmal im Jahr nimmt man hier  die Ausgaben der Arbeitnehmer und Arbeitgeber für Sozialbeiträge unter die Lupe – und zeigt damit die brisanten Folgen der kalten Progression auf. Seit Jahren deuten die Kostenpfeile hier nämlich kons­tant nach oben. Laut Statistik sind allein in den vergangenen fünf Jahren die Arbeitnehmer- und Arbeitgeberbeiträge um 14,4 Prozent gestiegen – oder anders ausgedrückt: Wir Steirer zahlen heute um 765 Millionen Euro mehr als noch vor fünf Jahren. Eine Zunahme, die in keinem Verhältnis zu anderen Erhöhungen wie der Inflation steht, weiß IWS-Expertin Simone Harder: „Die Steigerung bei den Sozialbeiträgen fällt deutlich höher aus als der VPI, der im selben Zeitraum um 5,7 Prozent zugelegt hat.“

Den größten „Brocken“ stemmen dabei die weiß-grünen Unternehmen: Als Arbeitgeber berappen sie rund 61 Prozent der gesamten Beiträge. Unterm Strich zahlen sie rund 570 Millionen Euro mehr ins Sozialsystem ein als noch vor fünf Jahren – auch wenn sich nun erstmals eine leichte Trendwende abzuzeichnen scheint: Denn bei den Dienstgeberbeiträgen ist aufgrund einer gesetzlichen Änderung – die Beitragssätze wurden von 4,5 auf 4,1 Prozent gesenkt – ein Rückgang zu verzeichnen. Ein Silberstreif am Abgabenhorizont, über den sich auch WKO-Steiermark-Präsident Josef Herk freut: „Man sieht, der eingeschlagene Weg ist richtig.“ Doch dieser müsse konsequent weitergegangen werden, wollen wir unser ausgezeichnetes System für nächste Generationen aufrechterhalten. „Dafür müssen wir die kalte Progression in den Griff bekommen“, so Herk – auch wenn die Steigerung bei den Sozialabgaben zuletzt auf die gute Konjunktur und die steigenden Beschäftigungszahlen mit zurückzuführen sei.

Von Karin Sattler.

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