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So wirtschaften die sozialen Hilfsorganisationen

Im Spannungsfeld zwischen sozialer Not und wirtschaftlichen Notwendigkeiten: Wie Caritas, Hilfswerk und Co. hier um die richtige Balance kämpfen. 

Die Finanzierung der Caritas in Österreich 2018.
© Redpixel - stock.adobe.com Die Finanzierung der Caritas in Österreich 2018.

Notleidenden Menschen zu helften, steht im Zentrum des Schaffens von sozialen Hilfsorganisationen – nicht nur zur Weihnachtszeit. Damit einhergehend bewegen Caritas, Hilfswerk & Co. jährlich Millionenbeträge (siehe Kennzahlen oben). Doch unter welchen ökonomischen Gesichtspunkten? Die „Steirische Wirtschaft“ ist dieser Frage im Detail nachgegangen (siehe Statements unten sowie die Reportagen auf den nachfolgenden Seiten). 

„Natürlich müssen wir unsere wirtschaftliche Kompetenz wahrnehmen. Dennoch haben wir Entscheidungen zu treffen, die zwar wirtschaftlich keinen Sinn machen, menschlich dafür umso mehr“, bestätigt Caritas-Steiermark-Direktor Herbert Beiglböck, der allein 2020 mit rund 95 Millionen Euro Budget plant. 

Keine Gewinnorientierung

So seien beispielsweise Ersatz-Investitionen ins Marienstüberl  und die Aufnahme von zahlungsunfähigen Klienten in Pflegehäusern „wirtschaftlich unsinnig“, sagt Beiglböck, „aber sozial notwendig“. Generell gebe es durchaus Parallelen im wirtschaftlichen Handeln zwischen der Caritas und insbesondere Klein- und Mittelbetrieben, die laut Beiglböck ebenso „große soziale Verantwortung übernehmen“. Allerdings mit einer Einschränkung: „Alles, was wir erwirtschaften, setzen wir für unsere sozialen Aufgaben ein. Es gibt keine Gewinnorientierung.“

Als Arbeitgeber agiert die Caritas hingegen voll am freien Markt: „Wir tragen Verantwortung für unsere rund 2.000 Mitarbeiter und unzählige Ehrenamtliche, die sich Kontinuität und Verlässlichkeit wünschen“, betont Beiglböck. Heißt auch: In beispielsweise oft hochbezahlten IT-Jobs konkurriert die Hilfsorganisation etwa mit finanzpotenten Wirtschaftskapazundern. 

Wirtschaftlichkeit als Grundlage

Für Gerald Mussnig, Geschäftsführer des Hilfswerk Steiermark (für 2020 wird ein Umsatz von über 40 Millionen Euro angestrebt; 1.060 Mitarbeiter), ist Wirtschaftlichkeit gar „die Grundlage“ für soziale Dienstleistungen: „All unsere Dienstleistungen sind im Grundsatz über die Normkostenfinanzierung dargestellt, also einen klar definierten Leistungsvertrag.“ Diese Vorgehensweise zwinge „soziale Organisationen in die Wirtschaftlichkeit“, sagt Mussnig. Nachsatz: „Und das ist gut so. Denn ohne diese transparenten wirtschaftlichen Parameter gäbe es keine Planbarkeit.“ Ähnliches gilt auch im Odilien-Institut, wo Wirtschaftlichkeit ebenso entscheidend ist: „Wir müssen die Mittel so effektiv wie nur möglich einsetzen“, betont Odilien-Institut-Geschäftsführer Rudolf Zangl. 

Wie wirtschaftlich sind soziale Organisationen?

Herbert Beiglböck, Caritas Steiermark: „Natürlich müssen wir unsere wirtschaftliche Kompetenz wahrnehmen. Dennoch müssen wir Entscheidungen treffen, die zwar wirtschaftlich keinen Sinn machen, menschlich dafür schon.“ 

Gerald Mussnig, Hilfswerk Steiermark: „Unsere Dienstleistungen sind klar über Leistungsverträge definiert – nicht anders als in der Wirtschaft. Diese Tendenzen bestehen allgemein im Sozialbereich. Und das ist gut so: Denn das ist die Grundlage für Soziales.“ 

Rudolf Zangl, Odilien-Institut: „Österreich hat sich der UN-Behindertenrechtskonvention verpflichtet, wir schaffen Voraussetzungen für eine inklusive Gesellschaft. Es ist unsere Verpflichtung, öffentliche Mittel für diesen Zweck so effektiv wie möglich zu verwenden.“


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