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So wird Weihnachten zum Last Minute-Hit

Fast die Hälfte der Steirer kauft ihre Geschenke in der zweiten Dezemberhälfte. Für diese Late-Shopper haben wir die etwas anderen Geschenksideen gesammelt und aktuelle Trends im B2B-Bereich herausgefunden.

40 Prozent der Steirer kaufen ihre Weihnachtsgeschenke in der zweiten Dezemberhälfte, rund 28 Prozent in der ersten Dezemberhälfte und 16 Prozent bereits im November.
© Doris Heinrichs/Fotolia 40 Prozent der Steirer kaufen ihre Weihnachtsgeschenke in der zweiten Dezemberhälfte, rund 28 Prozent in der ersten Dezemberhälfte und 16 Prozent bereits im November.

Sieben Millionen Packerl unterm Christbaum, 970.000 kaufkräftige, steirische Weihnachtswichtel und 370 Euro Budget pro Kopf – das vorweihnachtliche Geschäft floriert auch heuer wieder und wird dem Handel einen umsatzstarken Dezember bescheren. „Der Start war gut und wir hoffen natürlich, dass wir den Erfolg von 2017 noch steigern können. Aktuell gehen rund 20 Prozent der Unternehmer von einem Umsatzplus aus“, freut sich  Gerhard Wohlmuth, Obmann der Sparte Handel in der WKO Steiermark. 

So richtig turbulent wird es auf den Einkaufsmeilen aber wohl erst ab der zweiten Dezemberhälfte: Rund 40 Prozent der Steirer kaufen ihre Weihnachtsgeschenke erst unmittelbar vor dem heiligen Abend. Dieser zeitliche Druck mag ein paar Wenige wohl zu kreativen Ideen inspirieren, die meisten Late-Shopper aber suchen meist vergebens nach dem passenden Präsent. Falls Sie sich in dieser Beschreibung wiederfinden, haben wir in den folgenden Zeilen ein paar „alternative“ und vor allem höchst skurrile Geschenksideen für Sie gesammelt.

O du fröhliche...

So vertreibt zum Beispiel US-Schauspielerin Gwyneth Paltrow mit dem „Psychic Vampire Repellent“ einen Spray gegen „Psycho-Vampire“. Nutzer können sich damit vor energieraubenden Mitmenschen schützen und schlechte, post-weihnachtliche Schwingungen aus ihrem Leben verbannen. Vertrieben wird die esoterische Wunderwaffe auf www.shop.goop.com. Ein weiterer Spray auf unserer Wunschliste ist der „Pizza Raumspray“ von www.duftoase.de. Wer kann schon dem Duft einer frisch gebackenen Salami-Pizza widerstehen? Für Freunde vegetarischer Aromen werden auch andere Geruchsrichtungen wie Cheesecake oder Popcorn angeboten.

Auf der Suche nach dem „etwas anderen“ Geschenk muss man aber nicht zwangsläufig in die Weiten des World Wide Web vorstoßen, auch in der Steiermark wird man fündig: Die Schweinefleisch-Chips des Feldbacher Unternehmens „Big Power“ schmecken der Jahreszeit entsprechend nach Zimt und Kardamom. Erhältlich sind die Chips mit dem weihnachtlichen Beigeschmack bei Merkur und ausgewählten Billa-Filialen. Freunde edler Tropfen kommen am Heilig Abend ebenfalls nicht zu kurz: Für ein feucht-fröhliches Weihnachtsfest sind die hochprozentigen Christbaumkugeln der steirischen Gin-Brennerei „Aeijst“ die perfekte Wahl. 

Und was schenkt man den Bürokollegen? Eine überdimensional große Enter-Taste zum Beispiel: Mittels USB-Anschluss wird die XXL-Taste mit dem Computer verbunden und hilft dabei, alltägliche Ärgernisse und stressige Situationen mit einem kräftigen Schlag auf die externe Tastatur besser „verarbeiten“ zu können (zu finden u.a. auf www.coolgift.de). 

Wem das noch zu banal ist, kann seinen Mitarbeitern wortwörtlich Flügel verleihen: In Wien gibt es die Möglichkeit, am Steuer einer simulierten Boing 737-800 durch die Lüfte zu fliegen. Die originalgetreuen Flugstrecken werden außerdem mit Triebwerksausfällen oder einer Schlechtwetterfront ordentlich aufgepeppt (www.flugsimulator.wien).

Weitaus öfter wird aber auf personalisierte Geschenke zurückgegriffen, „vor allem im B2B-Bereich“, so Stefan Radlgruber, Geschäftsführer des gleichnamigen Werbegeschenkespezialisten. Generell geht der Trend weg von Massengeschenken und hin zu qualitativ hochwertigeren, individuellen Aufmerksamkeiten. „Unternehmer investieren auch mehr Geld in ihre Geschenke als früher“, erzählt Radlgruber. Auch nachhaltig erzeugte Produkte wie Kulis aus alten Haushaltsgeräten werden immer beliebter. Der Kreativität sind keine Grenzen gesetzt: „Von klassischen Werbemitteln wie Kulis bis hin zu Pfeifenputzern für den Lüftungsverteiler im Auto ist alles dabei“, so Radlgruber.

Weihnachtsgeschäft 2018

Gerhard Wohlmuth, Handelsspartenobmann: „Gutscheine sind die beliebtesten Weihnachtsgeschenke, gefolgt von Kleidung, Büchern, Spielwaren und Kosmetika.“

Stefan Radlgruber, GF Werbegeschenke Radlgruber: „Personalisierte und hochwertige Geschenke haben die Massenprodukte abgelöst, außerdem wird auf Nachhaltigkeit geachtet.“ 

Wolfgang Thomann, Gründer der Gin-Brennerei Aeijst: „Eigentlich haben wir die GinWeihnachtskugeln für unseren eigenen Baum gemacht – so wurde die Idee geboren.“

Katharina Habel von Big Power: „Mit Zimt-Kardamom haben wir eine himmlische Weihnachtsedition kreiert, die eine pikante Alternative zu den Keksen darstellt “

Was beim Schenken zu beachten ist

Schenken macht Freude, doch ohne juristisches Hintergrundwissen kann eine gut gemeinte Geste schnell rechtswidrig werden. Um beim Verschenken von Weihnachtsgoodies keinen Fehler zu begehen, muss grundsätzlich zwischen Mitarbeitern und Kunden unterschieden werden. Bei Mitarbeitern sind Geschenke bis 186 Euro (jährlich) lohnsteuerfrei und können als Betriebsausgaben geltend gemacht werden, sofern es sich um eine generelle Zuwendung und einen bestimmten Anlass wie Weihnachten handelt. Geldzuwendungen hingegen sind immer steuerpflichtig. 

Weihnachtsgeschenke an Kunden und Geschäftspartner sind grundsätzlich nicht als Betriebsausgabe absetzbar, da sie einen nicht abzugsfähigen Repräsentationsaufwand darstellen. Werbegeschenke hingegen sind aber sehr wohl eine Betriebsausgabe, wenn sie mit dem Firmenlogo versehen sind und es sich nicht um exklusive Produkte handelt. Kundengeschenke sind dann umsatzsteuerpflichtig, wenn für sie ein gänzlicher oder teilweiser Vorsteuerabzug möglich war. 

Von Miriam Defregger

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