th share video content contact download event event-wifi cross checkmark close xing whatsapp wko-zahlen-daten-fakten wko-wirtschaftrecht-und-gewerberecht wko-verkehr-und-betriebsstandort wko-unternehmensfuehrung wko-umwelt-und-energie wko-steuern netzwerk wko-innovation-und-technologie wko-gruendung-und-nachfolge wko-bildung-und-lehre wko-aussenwirtschaft wko-arbeitsrecht-und-sozialrecht Twitter search print pdf mail linkedin google-plus Facebook arrow-up arrow-right arrow-left arrow-down calendar user home icon-gallery icon-flickr icon-youtube icon-instagram pinterest skype vimeo snapchat
news.wko.at
Mein WKO

So werden Verluste steuerlich gemildert

Heuer ist es erstmals möglich, Verluste der Veranlagung der Einkommen- oder Körperschaftssteuer auf die Jahre 2019 und 2018 rückzutragen.

Person mit Laptop und Coronaviren
© Stanisic Vladimir, adobestock Zeigt die Umsatzkurve nach unten, dann können heuer erstmals Verluste rückgetragen werden.

Das hat es in der Steuergesetzgebung noch nicht gegeben:  die Möglichkeit, Verluste rückwirkend geltend zu machen. Mit dem Konjunkturstärkungsgesetz 2020 (KonStG 2020) wurden diese wichtigen Maßnahmen gesetzt, um die österreichischen Unternehmen bei der Bewältigung der Covid-19-Krise zu unterstützen. 

Petra Kühberger-Leeb, Expertin im WKO-Rechtsservice: „Es hat in den vergangenen Monaten viele Maßnahmen gegeben, um Firmen dabei zu unterstützen, der Krise Paroli zu bieten. Der auf das Jahr 2020 befristete steuerliche Verlustrücktrag ist ein höchst effizientes Instrument, um Verluste steuerlich zu mildern. Grundsätzlich besteht dabei die Möglichkeit, den Rücktrag von Verlusten des Jahres 2020 auf gewinnträchtige Jahre 2019 und 2018 zu beantragen.“ Nichtausgleichsfähige Verluste des Veranlagungszeitraumes 2020 können so mit positiven Einkünften des Jahres 2019 verrechnet werden. 

Durch die angestrebte steuerliche Ergebnisglättung sollen die wirtschaftlichen Auswirkungen aufgrund der Covid-19-Krise weiter abgefedert werden. Sofern ein steuerlicher Abzug im Rahmen der Veranlagung 2019 nicht vollständig möglich ist, kann der Verlustrücktrag auch für das Jahr 2018 geltend gemacht werden. Voraussetzung dafür ist, dass ein Antrag gestellt wurde. Kühberger-Leeb: „Für den Verlustrücktrag gelten prinzipiell dieselben Voraussetzungen wie für den Verlustvortrag, so  müssen unter anderem betriebliche Einkünfte vorliegen und es wird eine ordnungsgemäße Ermittlung der Einkünfte vorausgesetzt.“

Die Expertin mit den wichtigsten Eckdaten auf einen Blick

  • Der Verlustrücktrag ist nun mit ­maximal fünf Millionen Euro gedeckelt und geht dem Verlustvortrag vor. 
  • Um den Verlustrücktrag geltend zu machen, ist eine Antragstellung bezogen auf das Jahr 2019 bzw. 2018 erforderlich.
  • Ein Rücktrag nach 2018 ist bis zu zwei Millionen Euro möglich, wenn der maximale Betrag von fünf Millionen Euro 2019 nicht ausgeschöpft werden konnte.
  • Um die Verluste in bereits rechtskräftig veranlagten Jahren ­berücksichtigen zu können, gibt es eine Teilrechtskraftdurch­brechung im Sinne eines rückwirkenden Ereignisses.
  • Verlustrücktrag vor Veranlagung 2020 möglich.
  • Bei abweichendem Wirtschaftsjahr stehen einander ausschließende Wahlmöglichkeiten offen.

Verlustrücktrag soll Liquidität stärken

Mit der Möglichkeit, bereits vor Abschluss der Veranlagung des Jahres 2020 einen Verlustrücktrag in den Vorjahren 2019 bzw. 2018 zu berücksichtigen, sollen Unternehmen mit negativem Abschluss rasch und unbürokratisch unterstützt bzw. deren Liquidität nachhaltig und wirksam gestärkt werden. 

Das könnte Sie auch interessieren

Mitarbeiterin am Telefon - Serviceline

WKO-Servicebilanz 2020: 132.625 Anfragen und mehr als 100.000 Härtefallfondsanträge

Das Jahr 2020 hat bisher nicht gekannte soziale und wirtschaftliche Verwerfungen mit sich gebracht – umso mehr war das Know-how der Experten der WKO Steiermark gefragt. mehr

Aus der EU-Flagge herausgetrennte britische Flagge

Brexit und die sozialen Folgen

Welche Auswirkungen der Brexit auf das soziale Gefüge hat und was gleich bleibt, das haben wir knapp zusammengefasst. mehr