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So sperrt die Steiermark wieder auf

Rundruf quer durch alle Branchen und Regionen: Der Handel und körpernahe Dienstleister zeigen sich mit den ersten Tagen der Wiederöffnung zufrieden, und auch Gastronomie und Hotellerie starten positiv gestimmt in den vorweihnachtlichen Betrieb. 

Geschäftsführer Gottfried Gungl konnte bereits am ersten Tag nach dem Lockdown viele Kunden im Spielzeugmarkt begrüßen.
© Gungl Geschäftsführer Gottfried Gungl konnte bereits am ersten Tag nach dem Lockdown viele Kunden im Spielzeugmarkt begrüßen.

Goffried Gungl, Spielzeugmarkt Gungl

Seit 40 Jahren arbeitet Gottfried Gungl im Spielwaren-Handel, aber solche Probleme mit der Warenverfügbarkeit und Logistik hatte er noch nie. „Seit Beginn der Pandemie haben wir mit der Warenversorgung zu kämpfen. Laut unseren Lieferanten sieht die Lage auch für 2022 nicht besser aus“, so Gungl, Geschäftsführer des gleichnamigen Spielzeugmarktes in Gleisdorf. Nichtsdestotrotz verlief der Start nach dem Lockdown sehr gut. „Das Weihnachtsgeschäft läuft sehr gut, auch der Online-Shop wurde intensiv genutzt.“

Gerhard Höflehner, Natur- und Wellnesshotel Höflehner:

„Die Feiertage bringen uns zwar Gäste ins Haus, doch nach dem saisonbedingten Buchungsplus sieht es wieder durchwachsen aus. Wir drehen uns mit Anzahlungen und Rücküberweisungen oftmals bei ein und demselben Gast im Kreis und können ihn schlussendlich immer noch nicht bei uns begrüßen.  Im Allgemeinen prägen kurzfristige Buchungen unsere Reservierungsanfragen. Zudem ist derzeit der Grad zwischen einer Buchung, Umbuchung und Stornierung bei einem verunsicherten Gast enorm schmal. Bei jeder Anfrage tanken wir umso mehr neue Energie und freuen uns unsere Gastgeberrolle wieder einzunehmen. Allerdings bringt erst das tatsächliche Eintreffen eines Gastes vor Ort Erleichterung und Umsatz“, so Gerhard Höflehner, Geschäftsführer des Ennstaler Natur- und Wellnesshotels Höflehner. Auch wenn die Zeit während des Lockdowns mit Renovierungsarbeiten, Teambuilding und Schulungen genutzt wurde, hält Höflehner nichts von dem ständigen Auf- und Zusperren: „Aus wirtschaftlicher Sicht ist ein Auf- und Zusperren das denkbar ungünstigste Szenario für den Umgang mit einem Virus, der zu bleiben scheint, aber dem jetzt anders als zuvor Impfstoffe und eine wachsende Anzahl von Geimpften entgegenstehen.“ Prognoseberichte über einen möglichen 5. Lockdown wirken sich dennoch schon jetzt kontraproduktiv aus, und das, obwohl gerade erst das Ende des 4. Lockdowns verkündet wurde. "Ein Lockdown in den umsatzstarken Monaten Jänner und Februar, vor allem in den Energieferien, wäre für uns ein unnachholbarer Geschäftsentgang. Die Kurzarbeit, die Senkung des Mehrwertsteuersatzes und der Ausfallsbonus – allesamt bleiben sie wichtige Instrumente, um anhaltende Verluste durch eine Situation der Planungsunsicherheit zu dämpfen. Was all diese Corona-Hilfsmaßnahmen dennoch nicht schaffen, ist Menschen in der Hotellerie zu halten. Dabei ist es für Österreich enorm wichtig sich als Tourismusland zu verstehen. Die Attraktivität unserer Branche hat durch unsichere Bedingungen leider großen Schaden genommen", so Höflehner. Zudem wünscht sich der Hotelier, dass geimpfte und immunisierte Personen uneingeschränkt buchen dürften:"Ich möchte einmal mehr darauf hinweisen, dass gerade Hotels seit nun über einem Jahr ausgeklügelte Hygiene- und Sicherheitskonzepte tagtäglich erfolgreich umsetzen. Hotels zählen nachweislich nicht zu den Treibern der Pandemie."

Geschäftsführer Gerhard Höflehner hofft auf mehr Planungssicherheit.
© Natur- und Wellnesshotel Höflehner Geschäftsführer Gerhard Höflehner hofft auf mehr Planungssicherheit.

Sandra Wild, Buchhandlung Moser:

„Wir waren mit dem Geschäftsgang am ersten Tag nach dem Lockdown sehr zufrieden, besonders am Vormittag war verhältnismäßig viel los. Besonders begehrt waren dabei Kinderbücher und Krimis, aber auch Kochbücher und klassische Literatur“, berichtet Sandra Wild, Filialleiterin der Buchhandlung Moser in Graz. „Sowohl die 2G-Regel, die stichprobenartig von uns kontrolliert wird, als auch die FFP2-Maskenpflicht werden von unseren Kunden vorbildlich eingehalten“, so Wild. Auch am Sonntag vor Weihnachten bleibt die Buchhandlung zwischen 10 und 18 Uhr geöffnet. 

Heinz Michalka, Juwelier Binder:

Bereits seit über 100 Jahren gibt es den Familienbetrieb Juwelen Binder im Kirchenviertel in Liezen. Heute wird das Unternehmen von Heinz und Lisa Mi­chalka geführt. Kurz nach der Wiedereröffnung ist Heinz Michalka positiv gestimmt: „Es geht uns gut, wir sind voller Erwartungen und sehr zuversichtlicht, dass sich noch etwas tut“, so Michalka.  Auch die Kunden freuen sich, dass das Geschäft wieder geöffnet hat, und tragen die Maßnahmen mit. Dennoch sieht Michalka die größte Herausforderung darin, den verlorenen Umsatz der letzten 20 Tage wieder hereinzuholen. Für die Zukunft wünscht sich der Geschäftsführer des Traditionsbetriebes ein baldiges Ende der Corona-Pandemie und dass es wieder so wird wie zuvor.

Victoria Eisterer, Averie: 

„Also der erste Tag nach dem Lockdown war echt spitze, wir haben uns sehr gefreut, unsere Kundinnen wieder zu sehen. Allein in den ersten acht Tagen haben wir unfassbare 403 bestätigte Termine“, freut sich Victoria Eisterer, Geschäftsführerin von Averie, einem Beautysalon am Grazer Hauptplatz. Stornierungen aufgrund von Sicherheitsbedenken konnte das Team bislang keine verzeichnen. „Im Gegenteil, wir werden regelrecht überflutet“, so Eisterer. Trotzdem wünscht sich die Geschäftsführerin mehr Klartext seitens der Regierung: „Wenn ein Lockdown geplant ist, sollte das auch klar kommuniziert werden. Sonst entsteht bei uns ein absolutes Termin-Chaos.“

Das Averie-Team rund um Victoria Eisterer (Mitte hinten) freut sich, endlich wieder Kundinnen im Salon begrüßen zu können.
© Averie Das Averie-Team rund um Victoria Eisterer (Mitte hinten) freut sich, endlich wieder Kundinnen im Salon begrüßen zu können.

Bernd Klampfer, Backmed Fitness & LIF Leibnitz:

Rund 30 Prozent seiner Mitglieder hat  Bernd Klampfer seit Beginn der Pandemie verloren, obwohl er nie einen positiven Corona-Fall in seinen beiden Fitnessstudios verzeichnen musste. „Und das, obwohl Fitnessstudios gerade in einer Gesundheitskrise eine wichtige Rolle spielen und zur Stärkung des Immunsystems beitragen“, so der Leiter des Backmed Fitness- und Gesundheitszentrums in Leibnitz und des LIF-Fitnessclubs in Tillmitsch. „Wenn uns dann im Jänner, dem wichtigsten Einschreibemonat, erneut ein Lockdown bevorsteht, dann wird es wirklich eng“, so Klampfer. Umso mehr hofft der Fitnessstudio-Betreiber nun auf eine klare Linie seitens der Politik, was die Impfung betrifft. „Ich hoffe, dass wir dadurch eine bessere Planbarkeit erhalten und unseren Mitgliedern ein sicheres Training gewährleisten können“, so Klampfer. 

Melanie Franke, Rogner Bad Blumau:

Weihnachtliche Vorfreude auf die Wiedereröffnung gibt es im Thermenhotel Rogner Bad Blumau. „Wir freuen uns, wieder Gäste begrüßen zu können, und bringen die Anlage in weihnachtliche Stimmung“, so Direktorin Melanie Franke. Weiters gibt es ein Adventprogramm für die Gäste. Während des Lockdowns wurde in einen Restaurantzubau investiert, die Zimmer wurden ausgemalt und die Anlage bunter und vielfältiger gestaltet. Unklarheiten gibt es in Bezug auf die nächsten Wochen, insbesondere darauf, welche Verordnungen zu Silvester gelten werden. „Für die Zukunft wünsche ich mir, dass wir wieder in eine Gemeinschaft zurückkehren können“, so Franke abschließend. 

Im Thermenhotel Rogner Bad Blumau kann man rundum entspannen.
© Hundertwasser Architekturprojekt Im Thermenhotel Rogner Bad Blumau kann man rundum entspannen.

Denise Schönberger, Die Haarschneiderei:

„Die ersten Tage nach dem Lockdown sind sehr gut angelaufen, vor allem der erste Tag war sehr stressig“, erzählt Denise Schönberger, Geschäftsführerin von der „Haarschneiderei“ in Graz. Nach Wochen mit Kurzarbeit und Co. freut sich das Team nun wieder auf Kundenkontakt. „Es halten sich auch alle an die vorgegebenen Maßnahmen, da sind unsere Kunden wirklich vorbildlich“, freut sich die Haar-Stylistin. Auch wenn der Start gut verlief, würde sich Schönberger eine bessere Planbarkeit wünschen. „Immer alles von heute auf morgen umzustellen, ist nicht leicht – weder für uns noch für die Kunden. Eine bessere Koordination wäre wünschenswert“, so Schönberger.

Heribert Krammer, ECE Kapfenberg:

Rund ein Drittel der Geschäfte im ECE Kapfenberg hatten während des Lockdowns geöffnet, der Rest war geschlossen. Doch nun können alle Läden wieder ihre Pforten öffnen, wie Geschäftsführer Heribert Krammer bestätigt. „Zur Wiedereröffnung bieten unsere Betriebe besondere Anreize wie Preisnachlässe oder Produkte an“, so Krammer. Auch wird es zwei Neueröffnungen in dem Einkaufszentrum geben. „Im ECE Kapfenberg wird es mit der Burger Boutique das erste Burgerlokal der Stadt geben“, betont Krammer. Auch am Sonntag wird ein Teil der Geschäfte für Kunden aufsperren, dennoch kann der Umsatz nicht wieder eingeholt werden. Doch Krammer ist positiv gestimmt: „Ich freue mich auf das neue Jahr, das Jahr des Jupiters, welcher astrologisch gesehen für Versöhnung steht“, so Krammer.  

Heinz Reitbauer junior, Steirereck:

In freudiger Erwartung auf seine Gäste ist das Steirereck am Pogusch. Bereits kurz vor der Wiedereröffnung werden in dem Gastronomiebetrieb die Messer geschärft und tatkräftig mitangepackt, um nach dem Lockdown richtig durchstarten zu können. „Wir freuen uns darauf, wieder Gäste begrüßen zu dürfen, und sind bereits in die Vorbereitungen gestartet“, bestätigt Heinz Reitbauer junior, Geschäftsführer des Steirerecks. Während des Lockdowns wurden Reparaturarbeiten durchgeführt und alles wieder auf Vordermann gebracht. Auch Heinz Reitbauer senior ist davon überzeugt, dass es nach dem Lockdown wieder bergauf geht: „Die Gäste sind hungrig, sie wollen essen und trinken und ins Lokal gehen“, so Reitbauer senior. Die aktuellen Maßnahmen werden von dem Betrieb mitgetragen, auch wenn es eine schwere Situation ist. Für die Zukunfkt wünscht sich der Betrieb mehr Planbarkeit.

Gemütliche Stunden kann man im Steirereck am Pogusch erleben.
© Cathrine Stukhard Gemütliche Stunden kann man im Steirereck am Pogusch erleben.

Nathalie Fantitsch, Kunsthauscafé:

Die Vorfreude auf das Reopening ist auch im Grazer Kunsthauscafé groß – sowohl bei den Gästen als auch beim Team. „Wir haben schon einige Reservierungen für die Zeit nach dem Lockdown und die Mitarbeiter freuen sich schon, wieder tatkräftig anpacken zu können“, erzählt Geschäftsleiterin Nathalie Fantitsch. Auch wenn das Kunsthauscafé dank Take-away, internen Schulungen und einem starken Team-Zusammenhalt gut durch den vierten Lockdown gekommen ist, sorgen die anhaltenden Corona-Maßnahmen für Umsatzverluste. „Aufgrund der mangelnden Planbarkeit haben beispielsweise alle Unternehmen ihre Weihnachtsfeiern storniert. Hier würden wir uns wünschen, dass unsere Volksvertreter agieren statt zu reagieren. Die Politik sollte Entscheidungen selbst treffen und sie nicht dem Virus überlassen“, so Fantitsch. 

Edith Münzer, Murpark:

Der erste Einkaufstag nach dem Lockdown war für die Händler im Grazer Murpark zufriedenstellend. „Die Frequenz und auch die Umsätze waren sehr gut, obwohl man gemerkt hat, dass viele Kunden den Ansturm am ersten Tag vermeiden wollten“, bestätigt Center-Managerin Edith Münzer. Auch die Stimmung unter den Händlern ist nach dem vierten Lockdown positiv. „Die Kunden freuen sich wirklich, dass der stationäre Handel wieder geöffnet hat– das macht auch den Händlern Mut, von denen viele auch am Sonntag öffnen werden“, so Münzer. Die zusätzliche Öffnung der Gastrobetriebe am 17. Dezember soll außerdem noch weitere Kunden anlocken. „Für die Sicherheit der Kunden ist auf jeden Fall in allen Bereichen gesorgt“, versichert die Center-Managerin. 

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