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So lassen sich Abfallberge sinnvoll nutzen

Steigen die Temperaturen, wachsen auch die Abfallberge. Durch richtiges Recycling können aus Abfallprodukten allerdings wertvolle Rohstoffe gewonnen werden.

292.000 Tonnen Kunststoffverpackungen landen jährlich in österreichischen Müllcontainern.
© pexels 292.000 Tonnen Kunststoffverpackungen landen jährlich in österreichischen Müllcontainern.

Es sind noch rund fünf Wochen bis zum Ende des meteorologischen Sommers 2019, aber schon jetzt steht fest: Wir erleben einen der heißesten Sommer der 253-jährigen Messgeschichte in Österreich. Die heißen Temperaturen und die drückende Hitze sorgen vor allem für eines: Durst. Mineralwasser, Coca-Cola oder Apfelsaft – Erfrischungsgetränke sorgen nicht nur für einen steigenden Absatz der Getränkehersteller, sondern auch für das Wachsen der Abfallberge. 292.000 Tonnen Kunststoffverpackungen landen jährlich in österreichischen Müllcontainern, darunter auch massenhaft Flaschen aus Polyethylenterephthalat – besser bekannt als PET. 

Aktion "Rund geht's"

Umso wichtiger ist es, die Bevölkerung auf das richtige Trennverhalten aufmerksam zu machen, denn: Richtig getrennter Abfall von heute ist der Rohstoff von morgen. Auf Aufklärung und Information setzt daher die bundesweite Initiative der Abfallwirtschaft „Rund geht’s“. Die Aktion liefert die wichtigsten Infos, Zahlen und Fakten zur heimischen Abfallwirtschaft und deren Maßnahmen: Mit Beispielen aus der Kreislaufwirtschaft zeigt die Kampagne, wie aus Joghurtbechern und Co. beispielsweise Absätze von High-Heels entstehen können. 

Damit dieser Kreislauf jedoch einwandfrei funktioniert, müssen die Kunststoffverpackungen richtig getrennt werden – je nach Region über den Gelben Sack oder die Gelbe Tonne. Mittels Infrarot und Farberkennung werden die einzelnen Kunststoffarten dann entsprechend sortiert. Ist sichergestellt, dass sich nur noch PET-Flaschen im Prozesskreislauf befinden, werden diese in einer speziellen Mühle zu sogenannten „PET-Flakes“ zerkleinert, gereinigt und anschließend erhitzt. Danach werden die Flakes zu Granulat weiterverarbeitet und schlussendlich zu den Getränkeunternehmen geliefert, um dem Ausgangsmaterial für neue PET-Flaschen beigemengt zu werden – manche Hersteller stellen ihre Recyclingflaschen mittlerweile sogar mit 100 Prozent Regranulat her.

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