So haben Kriminelle keine Chance
Am 7. Februar ist „Safer Internet Day“. Experte Gerald Kortschak über die Tricks der Hacker und wie man sich wappnen kann.

Von Verschlüssungstrojanern über Erpressungsmails bis hin zu Phishing-Attacken: Wenn es um Datenklau & Co. geht, zeigen sich Hacker höchst erfinderisch. Laut den jüngsten verfügbaren Daten aus dem Cyber-Crime-Report des BMI wurden in Österreich zuletzt 46.179 Straftaten angezeigt. Zum Vergleich: Vor fünf Jahren waren es noch 16.804 Fälle. Die Aufklärungsrate liegt bei 36,9 Prozent.
Um das Bewusstsein für das Thema zu schärfen, steht der 7. Februar auch heuer wieder unter dem Motto „Safer Internet Day“. Denn der Schaden, den Cyberkriminelle mit ihren Attacken verursachen, geht oft in die Millionen: Bei kleineren Unternehmen (50-99 Mitarbeiter) wird der durchschnittliche Schaden mit 750.000 Euro beziffert, bei mittleren (100-249 Mitarbeiter) mit 1,1 Millionen Euro und bei Großbetrieben mit 2,6 Millionen Euro.
Cyberkriminalität: Die unterschätzte Gefahr
„Vor allem kleine Betriebe unterschätzen die Gefahr häufig“, sagt Gerald Kortschak, IT-Berufsgruppensprecher und Obmann-Stellvertreter. Dabei gelte als Faustregel: „Je kleiner das Unternehmen, desto größer der Schaden.“ Wer könne sich schon Stehzeiten von einigen Tagen leisten, wenn in der IT nichts mehr geht?
Damit es gar nicht so weit kommt, empfiehlt der Experte dringend, beim Thema IT-Sicherheit auf die Dienste professioneller Anbieter zurückzugreifen. In der Experts Group IT-Security seien 21 hochspezialisierte Unternehmen vertreten. „Cybersicherheit muss fixer Teil der Unternehmensstrategie werden“, so Kortschak. Mitarbeiter zu schulen, sei unverzichtbar. Denn auch wenn die Unternehmen technisch nachrüsten würden, könne keine Firewall das Klicken auf einen „gefährlichen“ Link verhindern. Deshalb sei es so wichtig, hier ein Bewusstsein zu schaffen.
Mehr Infos unter ubit-stmk.at/it-security. Bei Cyber-Attacken können sich WKO-Mitglieder an die Hotline 0800 888 133 wenden. Infos: www.wko.at/cys