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So geht es den Consulting-Betrieben

Eine Umfrage der KMU Forschung Austria zeigt die Auswirkungen von Corona auf die Informations- und Consultingbranche.

Symbolbild Konjunktur
© Adobestock, magele-picture Die Pandemie hat auch die Consulting-Betriebe eingebremst.

Die Pandemie hat auch bei Betrieben der Sparte teilweise für ein jähes Ende einer bis dahin sehr dynamischen Entwicklung gesorgt. Das zeigt die jüngste österreichweite Umfrage der KMU Forschung Austria unter 3.300 Mitgliedern. So lagen die Umsätze 2020 nominell um 5,4 Prozent und preisbereinigt sogar um 5,9 Prozent unter dem Niveau von 2019. „Differenziert nach Fachverbänden gibt es dabei aber große Unterschiede“, berichtet Spartenobmann Friedrich Hinterschweiger. „Besonders deutlich ist das Minus im Druck und in der Werbung ausgefallen, während Finanzdienstleister sowie Versicherungsmakler und Berater in Versicherungsangelegenheiten Umsatzzuwächse verzeichneten.“

Digitalisierung in allen Bereichen

Was alle Betriebe in der Krise eint: Die Digitalisierung hat im letzten Jahr eine enorme Beschleunigung erfahren. „Der Lockdown hat einen Umdenkprozess erzwungen“, so Hinterschweiger. Digitale Transformation, aber auch Restrukturierung, Nachhaltigkeit und die Schaffung neuer Vertriebskanäle seien für die Bewältigung der Krise unverzichtbar. „Und hier spielen die Betriebe der Sparte eine tragende Rolle, sie sind mit ihrer Expertise und Vorreiterstellung unverzichtbarer Begleiter für die heimische Wirtschaft“, so Hinterschweiger. Für mehr als die Hälfte der Befragten hatte die Pandemie negative Auswirkungen auf die Nachfrage, während 21 Prozent keine nennenswerten Folgen spürten. Anfang 2021 war die Auftragslage im Allgemeinen befriedigend: Ein hoher Anteil der Befragten meldet zwar eine gute Auftragslage (46 %), der Anteil ist aber deutlich niedriger als im Vorjahr (Anfang 2020: 60 %). Für das Gesamtjahr 2021 erwarten die Unternehmen ausgehend vom niedrigen Vorjahresniveau Umsatzzuwächse von 5,2 Prozent mit positiven Auswirkungen auf den Beschäftigtenstand (+5.6 %) und die Investitionen (+14,7 %).


Die Sparte

  • Buch-/Medienwirtschaft, Druck, Entsorgungs-/Ressourcenmanagement, Finanzdienstleister, Immobilien-/Vermögenstreuhänder, Ingenieurbüros, Telekommunikations-/Rundfunkunternehmungen, Unternehmensberatung, Buchhaltung/Informationstechnologie, Versicherungsmakler, Werbung-/Marktkommunikation
  • 135.000 Mitglieder, 57 Mrd. € Umsatz, 243.000 Mitarbeiter österreichweit 
  •  27 % der Firmen namen den Härtefall-Fonds, 17 % Kurzarbeit, 13 Prozent den Fixkostenzuschuss in Anspruch. 
  • Bei 39 % der Befragten ist das Auftragsniveau aktuell nicht mehr beeinträchtigt.
Von Petra Mravlak

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