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So fällt das EU-Zeugnis der Unternehmer aus

Wie wichtig ist die EU aus wirtschaftlicher Sicht für die heimischen Unternehmen? Eine aktuelle Umfrage liefert dazu Antworten – und ortet auch Handlungsbedarf.

Steirische Unternehmer und die EU: Welche Erwartungen und Verbesserungsvorschläge haben die steirischen Unternehmer? Dazu liefert eine neue Umfrage Antworten.
© Evgeni - stock.adobe.com; ramonespelt - Fotolia Steirische Unternehmer und die EU: Welche Erwartungen und Verbesserungsvorschläge haben die steirischen Unternehmer? Dazu liefert eine neue Umfrage Antworten.

Am 1. Juli übernimmt Österreich zum dritten Mal den Vorsitz im Rat der Europäischen Union. Doch wie wichtig ist die EU eigentlich für uns alle, vor allem in wirtschaftlicher Hinsicht? Dieser Fragestellung ist nun das IWS (Institut für Wirtschafts- und Standortentwicklung) der WKO Steiermark im Rahmen einer Umfrage unter 300 steirischen Unternehmern nachgegangen.

Und diese zeigt im Detail: Die große Mehrheit der Wirtschaftstreibenden schätzt die EU aus ökonomischer Sicht als sehr wichtig (51 Prozent) oder zumindest wichtig ein (36 Prozent). Für die heimischen Unternehmer sind dabei vor allem Rahmenbedingungen wie Warenverkehrsfreiheit (58 Prozent), eine gemeinsame Währung (58 Prozent) und natürlich das Ausbleiben von militärischen Konflikten (86 Prozent) von allergrößter Bedeutung.

Einen Fokus legt die Umfrage auch auf die Ost-Erweiterung der EU im Jahre 2004, im Rahmen derer auch einige österreichische Nachbarländer zu EU-Mitgliedstaaten wurden. 17 Prozent der steirischen Chefs geben hier an, die Geschäftsbeziehungen seit damals nach Osteuropa intensiviert zu haben, während 55 Prozent der Teilnehmer keine stärkeren Beziehungen ins Ausland pflegen als zuvor. Die Hauptmärkte, die dabei ins Visier genommen wurden, sind laut Umfrage vor allem Slowenien (68 Prozent), Ungarn (60 Prozent) und Kroatien (53 Prozent). 

Der bevorstehende Ratsvorsitz ist für ganz Österreich auch eine Möglichkeit, stärker auf wirtschaftliche und nationale Inte­ressen einzugehen, denn hier gäbe es noch Verbesserungsbedarf: So beurteilen 43 Prozent der Befragten die Vertretung wirtschaftlicher Interessen auf EU-Ebene als befriedigend, ebenso schätzten 41 Prozent der Teilnehmer die Vertretung österreichischer Interessen als befriedigend ein. Eine mögliche Besserung wäre durch eine Stärkung der Sozialpartner auch auf europäischer Ebene zu erreichen – davon sind zumindest 49 Prozent der Unternehmer überzeugt. Handlungsbedarf orten die weiß-grünen Wirtschaftstreibenden auf EU-Ebene aber vor allem im gemeinsamen Schutz der Außengrenzen – drei Viertel der Befragten wünschen sich hier Veränderungen. „Viele der Befragten wünschen sich eine gemeinsame europäische Außenpolitik“, erklärt Ewald Verhounig, Leiter des IWS. Ebenso verbesserungswürdig sind für 47 Prozent das Steuer- bzw. Transfersystem sowie die gemeinsame Gesetzgebung (39 Prozent). 31 Prozent wünschen sich eine stärkere Berücksichtigung von Wirtschaftsinteressen und Verbesserungen bei grenzüberschreitender Dienstleistungserbringung (22 Prozent). 

Aber zurück zum EU-Vorsitz: Von diesem erwartet sich eine überwiegende Mehrheit Vorteile. Konkret sind es 47 Prozent, wohingegen nur vier Prozent Nachteile erwarten – der Rest erwartet keine allzu großen Auswirkungen. 

Von Sarah Gritsch

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