th share video content contact download event event-wifi cross checkmark close xing wko-zahlen-daten-fakten wko-wirtschaftrecht-und-gewerberecht wko-verkehr-und-betriebsstandort wko-unternehmensfuehrung wko-umwelt-und-energie wko-steuern netzwerk wko-innovation-und-technologie wko-gruendung-und-nachfolge wko-bildung-und-lehre wko-aussenwirtschaft wko-arbeitsrecht-und-sozialrecht twitter search print pdf mail linkedin google-plus facebook whatsapp arrow-up arrow-right arrow-left arrow-down calendar user home
news.wko.at

So ändert man eine Gesellschaftsform

Was tun, wenn sich eine GmbH nicht als perfekte Gesellschaftsform erweist. Welche Schritte sind bei der Auflösung zu setzen? Die Antwort der Expertin:

Es gibt viele persönliche und wirtschaftliche Gründe, aus einer GmbH auszusteigen. So könnte es zum Beispiel für den Gesellschafter einer Ein-Personen-GmbH günstiger sein, die Geschäfte in Form eines Einzelunternehmens zu führen. Das Umwandlungsgesetz erleichtert in solchen Fällen die Umstrukturierung.

Umwandlungsbeschluss beendet die GmbH

Cornelia Schöllauf, Expertin im WKO-Rechtsservice, mit den Details: „Ein Umwandlungsbeschluss leitet die Beendigung der GmbH ein. Die Umwandlung ist unter bestimmten Voraussetzungen ohne Liquidation (d. h. ohne Abwicklungsverfahren) der GmbH im Wege der Gesamtrechtsnachfolge möglich. Sämtliche Ansprüche und Verbindlichkeiten der GmbH gehen dabei auf den Gesellschafter über. Die übertragende GmbH erlischt.“ Dabei ist zu beachten, dass die Gewinne der GmbH der Körperschaftssteuer unterliegen bzw. dass die Mindest-Körperschaftssteuer anfällt. Zusätzlich unterliegen Gewinnausschüttungen an den Gesellschafter der Kapitalertragssteuer.

Die drei Etappen der Auflösung

Die Beendigung durch Gesellschafterbeschluss, die notariell zu beurkunden ist, erfolgt in drei Etappen: Auflösung, Liquidation, Löschung. Schöllauf: „Sofern nicht vertraglich oder durch Beschluss anderes vereinbart ist, wird der Geschäftsführer zum Liquidator.“ Sowohl die Auflösung als auch die Bestellung des Liquidators sind laut Schöllauf mit beglaubigter Unterschrift des Geschäftsführers zum Firmenbuch anzumelden. Der Firmenname wird um einen Hinweis auf die Abwicklung ergänzt (z. B. „in Liqu.“). Bekannte Gläubiger sind zu verständigen, zudem ist ein Gläubigeraufruf im Amtsblatt der Wiener Zeitung zu veröffentlichen. Die Forderungen der Gläubiger sind sicherzustellen oder zu befriedigen und die laufenden Geschäfte zu beenden. Für strittige bzw. nicht fällige Forderungen sind entsprechende Mittel vorzusehen.

Gesellschaftsvermögen und die Aufteilung

Nach Ablauf von drei Monaten ab der Veröffentlichung des Gläubigeraufrufes, macht die Expertin aufmerksam, ist das Gesellschaftsvermögen unter den Gesellschaftern aufzuteilen: „Schließlich ist eine Liquidationsschlussbilanz zu erstellen und der Liquidator mit Beschluss zu entlasten.“ Dem beglaubigten Firmenbuchantrag auf Löschung sind die Unbedenklichkeitsbescheinigung des Finanzamts und der Entlastungsbeschluss beizulegen. Außerdem ist eine Person zu benennen, die die Geschäftsunterlagen und Bücher der GmbH sieben Jahre aufzubewahren hat. Schöllauf rät Gründern, die Wahl der Rechtsform akribisch zu hinterfragen, um sich eine mögliche Änderung zu ersparen.


Weitere Infos erhalten Sie im Rechtsservice der WKO Steiermark unter Tel. 0316/601 601 oder per E-Mail an rechtsservice@wkstmk.at.

Das könnte Sie auch interessieren

  • Newsletter 2016

Appetit auf Lehre

Mit den Jugendlichen werden auch die Lehrlinge weniger: Der demografische Wandel hat im Steirerland voll eingesetzt. mehr

  • Newsletter 2016

Auch Chefs müssen lernen

Wenn der Chef die Schulbank drückt, können Weiterbildungsmaßnahmen steuerlich abgesetzt werden - wir zeigen wie. mehr

  • Presseaussendungen 2015

Forderungen an die steirische Landesregierung

Wie die Steiermark bis 2020 zu einem echten "Unternehmerland" weiterentwickelt werden soll. mehr