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Slowenien-Invest stärkt Jolly in Graz

Mit mehr als einer halben Million Euro kauft Brevillier das slowenische Farbenwerk Aero. Vom Invest profitiert auch Jolly-Graz.

Ein halbes Jahr wurde darum „gerungen“, jetzt ist der Deal perfekt: Für etwas mehr als 500.000 Euro übernimmt Brevillier-Urban&Sachs das slowenische Flüssigfarbenwerk Aero in Celje. Und vom Kauf profitiert auch das Brevillier-Flaggschiff „Jolly“ in Graz. „Mit dem Zukauf von Aero wird Jolly stärker, denn bislang gab es keine Temperafarben im Jolly-Portfolio. Das ist besonders wichtig für den Exportbereich“, erklärt Brevillier-Vertriebsleiter Clemens Ellmauthaler. Denn da „Jolly“ in Österreich bereits über 90 Prozent am Markt halte, sei der Exportsektor jener, wo es noch viel Luft nach oben gebe, insbesondere im Flüssigfarbenbereich. „Im EU-Raum sind wir mit Jolly im Schulbereich unter den Top-drei-Anbietern am Markt. Wir bespielen deshalb gezielt neue Märkte, wie etwa China, Korea oder auch die USA“, berichtet Ellmauthaler.

Aber nicht nur fürs Auslandsgeschäft soll die Aero-Übernahme weiteren Schwung bringen, mit der Eingliederung des traditionsreichen Farbspezialisten aus Slowenien gewinnt das Unternehmen auch das bislang nicht selbst vorhandene Know-how in diesem Spezialsektor dazu. „Der Wissens­transfer zwischen den Standorten wird jetzt forciert – unter dem Motto: Gemeinsam sind wir stärker. Insgesamt wird Brevillier in den nächsten Jahren in den beiden Werke Celje und Graz rund eine Million Euro in F&E investieren“, kündigt Ellmauthaler weitere, höchst positive Schritte an.

Und positiv ist ebenso, dass durch die Übernahme in Slowenien auch Arbeitsplätze nachhaltig gesichert wurden. „In Celje wurden alle 35 Mitarbeiter übernommen, die Hälfte davon sind Menschen mit besonderen Bedürfnissen in einer Werkstätte“, betont Ellmauthaler, der von den „neuen“ Mitarbeitern im Nachbarland auch eine lustige Geschichte zu erzählen hat: „Sie kennen Jolly dort sehr gut. Mir wurde erklärt, dass die Stifte lange Zeit ein begehrtes ,Schmuggelgut‘ aus Österreich waren. Sie sind damit, wie Generationen auch hierzulande, aufgewachsen.“

Wussten Sie von "Jolly", dass...

...im Grazer Werk täglich 175.000 Stifte vom Band laufen?

...die pro Jahr im Schnitt produzierten 40 Millionen Minen hintereinandergelegt eine Strecke von 5.500 Kilometern ergeben?

...„Kirschrot“ der beliebteste Stift ist und der berühmte Rot-Blau-Stift besonders in Südamerika für die (händische) Buchhaltung gefragt ist?

Infos: www.brevillier.com 


Von Veronika Pranger (Steirische Wirtschaft),

erschienen in der Steirischen Wirtschaft

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