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Silicon Valley setzt auf Grazer Forscher

In nur drei Monaten sicherte sich das Biotech-Start-up „Celeris Therapeutics“ für seine bahnbrechende Technologie zur Unterstützung im Bereich der frühen Medikamentenforschung insgesamt eine Million Euro von internationalen Investoren und dem aws.

Forscherin in Labor blickt in Mikroskop
© Adobe Stock_Blue Planet Studio Grazer Startup lehrt Algorithmen wie Chemiker zu denken – und revolutioniert damit die Medikamentenforschung.

Gestartet erst zu Jahresbeginn kann das Grazer Biotech-Start-up „Celeris Therapeutics“ bereits auf Erfolge verweisen, die ihresgleichen suchen: So folgte nach einem Pre-Seed-Invest von 400.000 Euro – zu dem auch eine auf Künstliche Intelligenz und Deep Science spezialisierte Gruppe aus dem Silicon Valley zählt – innerhalb weniger Wochen nun auch eine Förderung des aws im Umfang von 600.000 Euro. „In nur drei Monaten eine Million Euro zu generieren, bestätigt uns auf unserem Weg, dazu beizutragen, das Leben der Menschen zu verbessern“, erzählen die beiden Gründer Christopher Trummer und Jakob Hohenberger. 

Ihr Ziel: Mittels ihrer auf Deep-Learning basierenden modularen Plattform sollen Unternehmen aus der Pharma- und Biotech-Industrie in den Frühstadien der Arzneimittelforschung unterstützt werden, sogenannte Degrader schneller zu entwickeln. „Diese sind in der Lage, zielgerichtet krankmachende Proteine im Körper abzubauen“, erklärt Trummer. Bei Alzheimer, Parkinson oder auch bestimmten Krebsarten könnten bisherige Medikamente diese krankmachenden Proteine lediglich deaktivieren, wenn gegen diese überhaupt schon eine Substanz gefunden wurde, erklärt Trummer. Und genau das soll sich nun dank disruptiver Technologie „made in Graz“ ändern. 

„Weltweit sind wir das erste Unternehmen, das in der Lage ist, diese Degrader mittels künstlicher Intelligenz zu berechnen. Wir lehren also den Algorithmus, wie ein Chemiker zu denken“, ergänzt Hohenberger: „Damit können nun neue pharmazeutische Moleküle generiert und eine neue Generation von Medikamenten entwickelt werden. Und das deutlich schneller und damit auch kostensparender.“  

Weltweites Interesse an steirischer Entwicklung

Kein Wunder also, dass das Interesse namhafter, global agierender Pharma-Entwicklungskonzerne an der Grazer Innovation immens ist – und das, obwohl sich die Celeris One-Plattform erst in der Entwicklung befindet. Die kürzlich erfolgten Finanzierungen – eine weitere große Investment-Runde ist bereits für den Herbst avisiert – sollen dem Start-up, das aus einem Team von Computerwissenschaftern, Biophysikern, Systembiologen und medizinischen Technikern – medizinischen Chemikern besteht, nun den nötigen Anschub geben, um die Plattform wie auch das junge Unternehmen selbst weiter aufzubauen. Aktuell sei man zu neunt, bis Ende des Jahres ist geplant, auf 21 Personen zu erhöhen. Trummer: „Wir stehen noch am Beginn einer hoffentlich großen Reise – nicht nur für uns, sondern auch für den Standort Steiermark im Bereich dieser Industrie insgesamt.“


Quergefragt: 

 C. Trummer und  J. Hohenberger (v.l.)
© Celeris Therapeutics C. Trummer und J. Hohenberger (v.l.)

Welches Know-how steckt hinter Celeris?

Wir sind ein Team von Hightech-Experten, darunter etwa Spezialisten für Computional Chemistry oder Deep Learning.

Warum in Graz und nicht im Silicon Valley?

Weil Graz schön ist und wir hier zu Hause sind.  

Ist das kein Problem?

Es gibt noch Potenzial, etwa bei Talenten und Risikokapital, weswegen wir aktuell beides „importieren“.




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