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Seid nett zueinander!

Betriebe, die großes Augenmerk auf einen wertschätzenden Umgang miteinander legen, haben "höchst-engagierte" Mitarbeiter.

Binnen zwanzig Jahren haben sich die Krankenstandstage infolge psychischer Erkrankungen fast verdreifacht. Manches davon ist steigenden Belastungen zuzuschreiben - ein Teil davon aber auch hausgemacht. Denn nicht nur Stress und Termindruck machen krank, sondern auch der Umstand, dass sowohl Mitarbeiter als auch Führungskräfte und Firmenchefs für ihre Leistung nicht wertgeschätzt werden. Das kann äußerst negative Auswirkungen auf das Unternehmen haben, wie eine aktuelle Studie der Universität Graz, die in Zusammenarbeit mit der Firma "research team" erstellt wurde, unerwartet deutlich zeigt. "Ein zentrales Ergebnis ist, dass die Zahl der 'höchst-engagierten' Mitarbeiter in besonders wertschätzend geführten Unternehmen bei 52,3 Prozent der Belegschaft liegt, während sie in Unternehmen, die ein nur sehr geringes Augenmerk auf Wertschätzung legen, lediglich bei 11,7 Prozent liegt", erklärt der Universitätsforscher und Arbeitspsychologe Paul Jiménez. Darüber hinaus zeigt die Studie, dass in wertschätzenden Unternehmen nur fünf Prozent der Mitarbeiter angeben, in einem "kritischen Beanspruchungsbereich" zu liegen, während sich in der anderen Gruppe rund 45 Prozent kritisch belastet sehen. Wer also in seinem Betrieb auf einen menschlichen Umgang Wert legt, hat nicht nur fast fünfmal so viele top-motivierte Mitarbeiter, sondern muss sich auch vor zu vielen Krankenständen nicht fürchten: Untersuchungen aus Deutschland zeigen, dass die Zahl der Krankenstandstage im Durchschnitt bei 19 Tagen jährlich liegt, während sie in Unternehmen mit einer nachgewiesen besonders guten Arbeitsplatzkultur auf fünf Tage beschränkt ist: ein Unterschied von gewaltigen 74 Prozent.

Wertschätzung als Fundament eines Klimas

Allerdings lässt sich "Wertschätzung" nicht verordnen. "Sie ist die Basis und das Fundament einer gewachsenen Unternehmenskultur - und kein Führungsinstrument", sagte WKO-Steiermark-Direktor Karl-Heinz Dernoscheg bei einem Symposium mit dem Titel "Erfolgsmodell Wertschätzung" in Graz. Vielmehr muss der Zuspruch unabhängig hierarchischer Strukturen erfolgen. "Auch der Chef braucht wertschätzende Worte, und ich spreche hier nicht von Schmeicheleien." Franz Gosch, Vizepräsident der Arbeiterkammer Steiermark und Partner des Symposiums, stellte den Menschen in den Mittelpunkt. "Jemand, der sich wertgeschätzt fühlt, bleibt nachweislich gesünder, ist motivierter und kreativer. Das erhöht nicht nur seine Lebenszufriedenheit, sondern auch die Produktivität", sagte Gosch. Um das Thema stärker in die Betriebe zu bringen, hat die Grazer Firma "Social Innovators" die weltweit erste "Wertschätzungs-Ausstellung" entwickelt. Die zehn Stationen der mobilen Ausstellung können in Betrieben aufgestellt werden und geben den Mitarbeitern die Chance, sich im normalen Arbeitsumfeld mit wertschätzendem Umgang auseinanderzusetzen. "Das Thema in einem Seminar zu behandeln, ist nicht nachhaltig. Es gehen zwar alle motiviert hinaus, aber die Umsetzung ist schwierig", sagen dazu die Geschäftsführer der Firma, Sabine Varetza-Pekarz und Florian Simon. Darum haben sie einen innovativen Weg zum Wissenstransfer gesucht und die Ausstellung konzipiert. Sie kann an betriebliche Bedürfnisse angepasst werden und spricht sowohl die kognitive als auch die emotionale Ebene an. Derzeit ist sie etwa im Arbeitsmarktservice Steiermark im Einsatz.


Rückfragen: 
Wirtschaftskammer Steiermark 
Stabsstelle für Kommunikation & Marketing 
redaktion.stwi@wkstmk.at

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