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Was von Schwedens Ski-WM bleibt

Die Ski-WM in Åre steht im Zeichen der Nachhaltigkeit. Was davon bleiben wird und wie es um die österreichisch-schwedischen Beziehungen steht – wir haben beim Wirtschaftsdelegierten Albrecht Zimburg nachgefragt.

Zielhang Ski-Wm Schweden 2019
© Linus Elfvendahl Das 1.400 Einwohner zählende Åre ist Austragungsort der Ski-WM

14 Tage lang blicken Skifans in aller Welt auf einen idyllischen, knapp 1.400 Einwohner zählenden Ort in Schweden: Åre. Es ist eines der ältesten Skigebiete des Landes und nicht zum ersten Mal Austragungsort internationaler Wintersportveranstaltungen. Eine Premiere gibt es bei dieser WM allerdings: Es ist das erste mit der ISO-Norm 20121 zertifizierte Sportgroßevent. „Als Meta-Ziel wurde eine ‚fossilfreie Weltmeisterschaft‘ definiert“, berichtet Albrecht Zimburg, der österreichische Wirtschaftsdelegierte in Schweden. „Und das will man durch kreative Reise- und Ticketlösungen sowie durch die Priorisierung des öffentlichen Verkehrs unter Verwendung von erneuerbaren Energien erreichen.“ 

So sollen 70 Prozent des Gesamtverkehrsaufkommens während der WM auf nachhaltige Weise stattfinden. Zudem will man 50 Prozent der Abfälle wiederverwenden oder recyceln und es sollen maximal fünf Prozent der Speisen und Getränke im Abfall landen. „Inwieweit diese Ziele erreicht werden, lässt sich allerdings noch nicht abschätzen“, weiß Zimburg. „Kritische Stimmen merken jedoch bereits an, dass der ausbleibende Besucherzustrom zwar das Gesamtverkehrsaufkommen im Sinne der Nachhaltigkeit beeinflusst, es gleichzeitig aber nicht Sinn der Veranstaltung sei, vor leeren Rängen stattzufinden.“

Nachhaltige Effekte

Wenn es dann wieder vorbei ist mit dem Skizirkus, wird es aber durchaus bleibende Effekte geben: „Auf lokaler Ebene ist die WM eine hervorragende Plattform, um Are international, aber auch national als Kandidatin für die Olympischen Winterspiele 2026 – in Kombination mit Stockholm –zu platzieren.“ Die Veranstalter haben aber auch einen neuen Qualitätsstandard gesetzt, der in der Folge auch ihre Konkurrenten zu ähnlichen Modernisierungsschritten zwingen wird. „Und davon werden auch österreichische Unternehmen profitieren,“ weiß Zimburg. 

Schon jetzt gibt es zahlreiche rot-weiß-rote Wintersportspezialisten, die etablierte Lieferanten der Freizeitwirtschaft in Schweden sind. Für diese und auch andere interessierte Unternehmen hat das Außenwirtschafts-Center Stockholm anlässlich der WM einen Workshop veranstaltet. „Somit ist in Folge der WM auch für heimische Akteure ein zusätzliches Geschäft im Bereich Winter- und Ganzjahressport sowie Tourismus zu erwarten“, führt Zimburg weiter aus. Die wirtschaftlichen Beziehungen zwischen Schweden und Österreich stehen schon bisher auf soliden Beinen: Die Produktpalette ist breit gefächert, so dass Rückgänge in einzelnen Sektoren durch neue Wachstumsbereiche abgefangen werden können. In den ersten sechs Monaten des Jahres 2018 erreichten die Lieferungen österreichischer Waren mit 884,2 Millionen Euro ein solides Plus von 4,7 Prozent, was massiven Zuwächsen in der Kfz-Branche zu danken ist. Von Schweden nach Österreich wurden in diesem Zeitraum Waren im Wert von 729,1 Millionen Euro geliefert, was einem Plus von 2,6 Prozent entspricht. Zuwächse gab es auch bei den Dienstleistungen. 

75 österreichische Unternehmen verfügen übrigens über Niederlassungen in Schweden und es gibt 107 Niederlassungen mit österreichischen Wurzeln. Stark vertreten ist die Stahl- und Maschinenbaubranche. Umgekehrt haben rund 100 schwedische Unternehmen Niederlassungen in Österreich.

Von Petra Mravlak

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