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Schulbuch-Zukunft ist hybrid

Studie der Buch- und Medienwirtschaft zeigt: Nur 5,9 Prozent der Lehrer sehen die Schulbuchzukunft ausschließlich „digital“.

Österreichs Lehrer sehen die Zukunft in der Kombination digitaler und analoger Medien.
© contrastwerkstatt - Fotolia Österreichs Lehrer sehen die Zukunft in der Kombination digitaler und analoger Medien.

Eine Studie des Grazer Marktforschungsinstitutes „bmm“ im Auftrag der heimischen Buch- und Medienwirtschaft zeigt: Nur 5,9 Prozent der Pädagogen glauben, dass es ausreicht, Schulbücher ausschließlich „digital“ – etwa für ein Tablet – zur Verfügung zu stellen. 33,2 Prozent sehen hingegen gar keinen Nutzen darin, während die große Mehrheit (59,1 Prozent) in der Befragung angibt, dass der Einsatz von Print und Digital den größten Lern- und Merkerfolg bei den Schülern erziele.

Die Zukunft des Schulbuches ist also „hybrid“. Das kristallisierte sich auch beim Symposion anlässlich der Veröffentlichung der Studie in der Pädagogischen Hochschule Wien heraus. Bildungsminister Heinz Faßmann, der vor seiner Bestellung zum Minister selbst als Universitätsprofessor in der Lehre tätig war, unterstützt diesen Zugang. „Ich bin definitiv einer, der diese Ergebnisse versteht“, betont Faßmann beim Symposion. Gemeinsam mit der österreichischen Buch- und Medienwirtschaft wolle man den hybriden Weg entwickeln.

Erfahrungen aus anderen Ländern zeigten bereits, dass dies die Zukunft sei. „In Südkorea haben sich von Samsung geförderte, digitale Projektschulen nicht durchsetzen können. In Finnland geht man hingegen beispielhaft den Weg zwischen Analog und Digital“, legt Fritz Hinterschweiger, Obmann der österreichischen Buch- und Medienwirtschaft, Erkenntnisse aus diversen Studienreisen auf den (Schul-)Tisch. Diesen Mix hält man übrigens auch in der heimischen Wissenschaft für praxistauglich: Das bekräftigten im Zuge des Symposions Vertreter der Donau-Universität in Krems sowie der Pädagogischen Hochschule Wien.

Die österreichischen Bildungsverleger sehen im hybriden Weg die „Antwort auf die steigende Komplexität der Arbeitswelt“, sagte ihr Sprecher, Markus Spielmann. „Zudem sichern analoge Bildungsmedien die Verfügbarkeit von Informationen.“

Statements

• Fritz Hinterschweiger: 

„Die Zukunft des Schulbuches ist die durchdachte Kombination aus gedruckten und digitalen Medien.“

• Heinz Faßmann:

„Ich bin definitiv einer, der die Studienergebnisse versteht und damit diesen Zugang auch unterstützt.“

• Markus Spielmann:

„Ich bin definitiv einer, der die Studienergebnisse versteht und damit diesen Zugang auch unterstützt.“

Von Klaus Krainer.

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