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Schub für das digitale Schulbuch

Im Lockdown avancierte „digi4school“ zum meistgenutzten Bildungsmedium im Land. Wir haben uns nach der Zukunft des Schulbuchs erkundigt.

Jugendliche beim Lernen: mit Laptop und Buch
© Liubov Levytska, adobestock Das Schulbuch der Zukunft ist ein Mix aus analogen und digitalen Lehrmitteln.

Ein weiterführender Link, der das Foto eines Vulkans mit dem Video seines Ausbruchs ergänzt, spielerische und interaktive Übungen oder animierte Grafiken – die Digitalisierung hat in den heimischen Schulen und Schulbüchern längst Einzug gehalten. Dazu loggt man sich einfach mittels Computer, Tablet oder Mobiltelefon mit seinem persönlichen Zugangscode auf der Rückseite des gedruckten Schulbuchs auf der Plattform des Vereins Schulbuch, „digi4school“, ein. 

Der coronabedingte Lockdown samt Homeschooling und Distance Learning hat diesem Trend einen zusätzlichen Schub verpasst: Denn „digi4school“ verzeichnet Rekordzugriffe. „Mit 90 Millionen Webseitenaufrufen im Jänner dieses Jahres ist die Plattform das meistgenutzte Bildungsmedium in Österreich“, berichtet Karl Herzberger, Geschäftsführer des Vereins. Für die Zeit des Lockdowns habe man Schülern und Pädagogen kurzerhand den kostenlosen Zugang zu sämtlichen relevanten digitalen Schulbüchern von der Unterstufe bis zur Matura ermöglicht. Ob die digitale Variante im Unterricht zusätzlich zum analogen Schulbuch genutzt wird oder ob das jeweilige Schulbuch nur in analoger Form verwendet wird, obliegt dem einzelnen Lehrer. Entscheidet dieser sich dafür, so wird das digitale Schulbuch im Zuge der Schulbuchbestellung
mitangefordert. Corona hat die Nachfrage diesbezüglich enorm steigen lassen: „Mit den Bestellungen von rund 2,5 Millionen E-Books und 1,4 Millionen E-Books plus für das laufende Schuljahr wurde alles bisher Dagewesene getoppt“, so Herzberger. Dabei galt schon 2019/20 als Rekordjahr: Von den im Rahmen der Schulbuchaktion bestellten 7,7 Millionen Büchern wurden 2,19 Millionen auch als E-Book angefordert und 920.000 als E-Book plus. 

Das digitale Schulbuch hat Tradition

Erste Überlegungen zum digitalen Schulbuch gab es in Österreich schon 2010. So wurde unter Federführung von Friedrich Hinterschweiger – Obmann des Fachverbands Buch- und Medienwirtschaft Österreich – mit Schulbuchverlagen und dem Buchhandel an Lösungen für die Branche gearbeitet. 2013 wurde das Projekt „digi4school“ aus der Taufe gehoben. Mit dem E-Book plus gibt es nun eine neue Generation digitaler Schulbücher, die mit multimedialen Zusätzen ausgestattet sind. 

Wird das digitale Schulbuch über kurz oder lang das analoge ablösen? „Nein“, sind sich alle Experten einig. „Jedes Medium hat seine eigenen Eigenschaften und es ist das Zusammenspiel des Analogen mit dem Digitalen, das das Schulbuch der Zukunft ausmacht“, so Hinterschweiger. Auch das Ergebnis mehrerer vom Fachverband der Buch- und Medienwirtschaft initiierten Symposien zur Zukunft der Bildungsmedien ist ganz eindeutig: Das Printprodukt wird das vorrangige Medium bleiben, im Idealfall wird es aber durch digitale Formen und multimediale Inhalte ergänzt. Denn gedruckte Bücher punkten vor allem beim intensiveren Lernen, die Haptik, das In-Händen-Halten, spielen dabei eine große Rolle. 

6.000 Schulen werden österreichweit durch die Schulbuchaktion, die über den Verein Schulbuch abgewickelt wird, mit Büchern ausgestattet. Dabei arbeiten sie eng mit den 430 Schulbuchhändlern – 82 sind es in der Steiermark – zusammen. In Österreich gibt es 50 Schulbuchverlage. 

Von Petra Mravlak

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