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Schritt für Schritt zum nachhaltigen Unternehmen

Der Klimawandel ist in aller Munde. Doch statt auf Besserung zu hoffen, können Unternehmen selbst aktiv werden: Zehn Tipps, wie Ihr Betrieb umweltfreundlicher wird.

86 Prozent der österreichischen Unternehmen sagen, dass Klima- und Umweltschutz einen hohen oder sogar sehr hohen Stellenwert im Betrieb haben.
© AdobeStock 86 Prozent der österreichischen Unternehmen sagen, dass Klima- und Umweltschutz einen hohen oder sogar sehr hohen Stellenwert im Betrieb haben.

Überschwemmungen in Österreich, Tornados in Tschechien und Tropenhitze in Kanada – dass der Klimawandel kein Hirngespinst einzelner Umweltforscher ist, sollte mittlerweile jedem klar sein. Gerade deshalb liegt es nun an uns allen, entsprechende Schritte zu setzen, um unseren Planeten langfristig zu schützen. Dass die Bereitschaft dafür da ist, zeigt eine aktuelle Market-Umfrage: Jeder zweite Betrieb will demnach in den nächsten zwei Jahren in den Klima- und Umweltschutz investieren. 

Wie so etwas erfolgreich verlaufen kann, zeigen schon jetzt viele Betriebe, wie beispielsweise die vier Unternehmen links und rechts, die mit dem Trigos-Preis 2021 – der höchsten Auszeichnung für verantwortungsvolles Wirtschaften, – ausgezeichnet wurden. Aber auch kleine Veränderungen können große Wirkung erzielen – deshalb haben wir gemeinsam mit der Wirtschaftsinitiative Nachhaltige Steiermark des Landes zehn Tipps aufbereitet, wie Ihr Unternehmen schnell und effizient zum „grünen“ Vorzeige-Betrieb wird.

  1. Müll vermeiden. Um die Umwelt zu schonen, sollte man den Müll nicht nur richtig trennen, sondern wenn möglich vermeiden. Das bedeutet in der Praxis: Kaffee-Alukapseln gegen Siebträgermaschine tauschen, Papierdrucke vermeiden oder wenn möglich beidseitig bedrucken sowie Einweg-Geschirr und Plastikbecher gegen Lunchboxen und Trinkbecher aus Glas oder kompostierbaren Materialien tauschen.  
  2. Skype statt Businesstrip.  Wenn uns die Coronakrise eines gelehrt hat, dann, dass der Businessalltag auch online funktioniert. Skype-Gespräch statt Businesstrip lautet also auch in Zukunft die Devise.
  3. Nachhaltige Energie. „Einfache und schnell umsetzbare Maßnahmen, um der Umwelt Gutes zu tun, sind das Stromsparen und das richtige Heizen und Lüften“, betont Silke Leichtfried, Programmleiterin der Wirtschaftsinitiative Nachhaltige Steiermark (WIN). Dies gelingt zum Beispiel mit einem Umstieg auf Biomasse sowie Ökostrom bzw. Ökoenergie. Außerdem ist der Energieverbrauch bei neuen Maschinen und Computern meist wesentlich geringer als bei älteren Geräten. Herkömmliche Lampen können zudem durch LED ersetzt werden. Weitere Gamechanger: Photovoltaik-Anlagen und Solarkollektoren. 
  4. Pflanzen und Blumen. Sieht nicht nur schön aus. sondern hilft auch der Umwelt: Dach- oder Fassadenbegrünungen sowie das Pflanzen von Sträuchern, Blumenwiesen und Bäumen erhalten Lebensräume für Tiere und sorgen für Kühlung in Städten. „Die Begrünung von Dachflächen und Hausfassaden von Bestandsgebäuden ist sinnvoll, verlangt aber eine detaillierte Planung in Hinblick auf Statik, Wartung und Pflege“, unterstreicht Leichtfried. 
  5. Regionale Kost.   Auch in der Kantine können ein paar kleine Veränderungen viel bewirken: Regionale und saisonale Lebensmittel verlangen keine langen Transport- und Kühlketten und können frisch bezogen werden. Der Verzicht auf Fleisch aus Massentierhaltung verringert den CO2-Verbrauch ebenfalls massiv.
  6. Öffis. Der Weg zur Arbeit spielt auch eine große Rolle: „Man könnte Mitarbeiter beispielsweise mit Gutscheinen oder speziellen Boni zum Umstieg auf Öffis motivieren und dadurch Parkplätze einsparen und diese wieder begrünen“, so Leichtfried.  Alternativ könnten statt Parkplätzen kostenlose E-Bikes oder E-Scooter zum Verleih inklusive Ladestationen zur Verfügung gestellt oder zumindest Fahrgemeinschaften gebildet werden. 
  7. Gewässer schützen.  Nicht nur die Weltmeere, auch heimische Flüsse sind von Verschmutzungen bedroht. Durch die Reduktion von Abfall, den Einsatz recycelter Kunststoffe und verpackungsfreier Ware können unsere Gewässer nachhaltig geschützt werden. Ebenfalls unterstützend wirken Pfland- und Mehrwegsysteme sowie die Verringerung von Mikroverunreinigungen.
  8. Bewusstsein schaffen.   Um ein klimafreundlicher Betrieb zu werden, müssen alle an einem Strang ziehen. Schulen Sie Ihre Mitarbeiter in der Mülltrennung, weisen Sie auf das Sparen von Druckpapier, Wasser und Strom hin und hängen Sie Zettel auf, die daran erinnern sollen. 
  9. Verantwortungsvolle Produktion.  Regionale  Lieferanten bevorzugen, leasen statt kaufen, lokale Gutscheinsysteme einführen oder Einkaufskriterien um Nachhaltigkeitsaspekte erweitern – die Möglichkeiten für eine nachhaltigere Produktion sind vielfältig. „Bewusstseinsbildung für Konsumenten am Supermarktregal als Basis für Kaufentscheidungen ist wichtig, aber noch wichtiger ist eine von Vornherein umweltfreundliche und sozial verantwortungsvolle Produktion“, so Leichtfried. 
  10. Beratung wahrnehmen. Die Wirtschaftsinitiative Nachhaltige Steiermark unterstützt steirische Unternehmen  bei der Umsetzung nachhaltiger Projekte: Alle Infos: www.win.steiermark.at.

Unternehmer-Stimmen

Die Zotter Schokolade GmbH setzt neue Maßstäbe in der Transparenz und dem Erlebbarmachen von Nachhaltigkeit und fairem Handel. Mit dem „Schokoladentheater“ setzt das Unternehmen auch auf einen Lernprozess bei Besuchern: „Dabei wird erläutert, warum es so wichtig ist, nachhaltig und fair zu wirtschaften“,betont Julia Zotter, Tochter des Firmengründers Josef Zotter. 

Mit seinem „Green Economy Konzept“ hebt sich das Weizer Unternehmen Horn GmbH maßgeblich vom Mitbewerb ab. Das Konzept beinhaltet unter anderem den Komplett-ausstieg aus fossilen Energieträgern, die Versorgungssicherheit durch erneuerbare Eigenstromerzeugung sowie eine erhöhte Arbeitsplatzqualität. „Dafür setzen wir uns bereits seit 40 Jahren ein“, so Geschäftsführer Markus Horn.

Als Einzelhändler für biofaire Mode und Accessoires überzeugt die „Apflbutzn Faires Gwand OG“ durch ein durchdachtes Gesamtkonzept: „Wir setzen auf regionale Designer und haben den ersten völlig recycelbaren Conceptstore in Graz gebaut“, betont Unternehmensgründer Thomas Winkler. Außerdem: Statt permanenter Angebote gibt es zwei Mal im Jahr einen Lagerabverkauf. 

Stoelzle setzt bei seinem „Extra White Flint Glas“ bereits 20 Prozent Altglasscherben ein. Bis 2025 soll der Recycelanteil noch auf 35 Prozent erhöht werden. Damit wird es dem Unternehmen gelingen, CO2- Emissionen zu reduzieren sowie den Einsatz von Rohstoffsubstituten zu maximieren. „All das sind Schritte, die wir in Richtung Nachhaltigkeit setzen“, so Birgit Schalk, HSE - CSR-Managerin.


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