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Renaissance für regionales Kunsthandwerk

Für die 1.400 Kunsthandwerker in der Steiermark ist das Weihnachtsgeschäft ein zentraler Umsatzbringer. Eine neue Online-Plattform bietet zusätzliche Möglichkeiten.

Veronika Kulmer
© Sattler Veronika Kulmer zieht nach dem ersten Adventwochenende eine erfreuliche Zwischenbilanz.

Ob detailverliebte Glaskunst, aufwendig verzierte Kerzen, hochwertiger Edelsteinschmuck, stylische Holzohrringe oder trachtige Filztaschen: Regionales Kunsthandwerk „made in Styria“ ist gerade in der Vorweihnachtszeit sehr gefragt. Das beweisen die zahlreichen Standln und Aussteller auf den Christkindlmärkten, in denen die weihnachtliche Ware angeboten wird. Berufsgruppensprecherin Juanita Guerra Arellano räumt zwar ein, dass die Leute durch die Krise generell zurückhaltender geworden seien, was das Geldausgeben betrifft, andererseits aber ein stärkeres Bewusstein für den Wert von regionaler Handwerkskunst entwickelt hätten. „Die Kunden schätzen qualitativ gute Arbeit aus hochwertigen Materialien.“ Statt Geld für billige Massenware auszugeben, greifen viele Konsumenten lieber wieder zu qualitativ hochwertigen, handgefertigten Produkten aus der Steiermark. „Traditionelle Weihnachtsmärkte sind nach wie vor zentrale Umsatzbringer für unsere Betriebe“, sagt Guerra Arellano, die die Interessen von insgesamt 1.400 Kunsthandwerkern in der Steiermark vertritt – eine veritable Wirtschaftsgröße.

Weihnachtsgeschäft gut angelaufen

Bei einem „Lokalaugenschein“ auf dem Grazer Schlossberg haben wir uns am ersten Adventwochenende vor Ort umgesehen. Dass das Geschäft gut angelaufen ist, bestätigt etwa Veronika Kulmer. Mit ihrem Mann führt sie seit Jahren und mit viel Herzblut den Betrieb K & K Kunstduo und fertigt Schmuck, Mützen, Taschen und verschiedenste (Trachten-)Accessoires. Grundsätzlich beliefert sie sie nur Wiederverkäufer – bekannte Namen wie etwa Hiebaum oder Trachten Schlössl –, nur in der Weihnachtszeit stellt sie auf den Kasematten an fünf Wochenenden im Jahr für Endkonsumenten aus. Und der unmittelbare Kontakt mit den Kunden macht ihr große Freude: „Seit der Pandemie schätzen die Leute den direkten Kontakt wieder viel mehr und genießen das Flair und die weihnachtliche Atmosphäre.“ 

Unweit davon betreiben Sonja und Josef Schröttner aus Gleisdorf ihren Stand. Das Paar hat mit seinem Unternehmen die Marke „Sonnenholz“ kreiert und sich dem Werkstoff Holz verschrieben. Während Josef Schröttner als Drechsler quasi jede freie Minute mit Bohren, Schleifen und Schneiden in seiner Werkstatt verbringt, zeichnet seine Frau für das Schmuckdesign und die Schmuckfertigung verantwortlich. Eine Symbiose aus Holzkunst und Kunsthandwerk, die sich auch in einem vielfältigen Sortiment niederschlägt – von Pfeffermühlen über Schneidbretter bis hin zu Ohrringen und Ketten aus Holz. „Wir sind mit dem bisherigen Weihnachtsgeschäft mehr als zufrieden“, zieht Sonja Schröttner eine erste Zwischenbilanz.

Ein paar Meter weiter befindet sich der Stand von Monika Wiefler. Das Metier der Oststeirerin ist seit zehn Jahren die Schmuck- und Glaskunst. „Für mich ist in der Werkstatt das ganze Jahr Weihnachten“, schmunzelt sie. Schließlich macht sie in der Vorweihnachtszeit große Teile ihres Jahresumsatzes – mit Christbaumschmuck und Weihnachtsdeko. Heuer hat sie eher auf kleineren (und daher preiswerteren) Schmuck gesetzt. „Denn viele müssen aktuell sehr aufs Geld achten, möchten aber trotzdem eine Kleinigkeit schenken.“ Zudem würden es die Kunden sehr schätzen, nach den Lockdowns wieder ohne Einschränkungen ungezwungen Weihnachtsmärkte besuchen zu können, so Wiefler.  

Digitale Plattform als Alternative

Als Alternative zu den Weihnachtsmärkten gibt es aber seit kurzem auch eine digitale Plattform , auf der steirische Kunsthandwerksbetriebe ihre Ware anbieten. „Die Website ist zu einem richtigen Landeplatz für unsere Betriebe geworden. Auf einen Blick sieht man nun die ganze Vielfalt des Kunsthandwerks und hat zudem einen direkten Draht zu den Produzenten“, so Rupert Hofer, der sich als Innungsmeister für die Kunsthandwerksbranche inklusive Gold- und Silberschmieden, Uhrmachern, Musikinstrumentenerzeugern und Buchbindern einsetzt. In Summe sind das steiermarkweit rund 1.600 Unternehmen. „Durch die Online-Plattform werden die Menschen hinter den Produkten sichtbar und lassen sich unkompliziert kontaktieren.“

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