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Regelverstoß durch Google Analytics

Die Verwendung des Tracking-Tools Google Analytics verstößt laut Datenschutzbehörde gegen die DSGVO. Das hat Folgen für Websitebetreiber.

Auswertung von Daten
© Andrey Popov, Adobestock Bei der Wahl des Analysetools für die Auswertung von Websites ist Vorsicht geboten.

Für einen Großteil der Betreiber von Websites, die die Nutzung und Wirksamkeit ihrer Seiten und Online-Kampagnen messen, war Google Analytics bis dato das Tool der Wahl. Die Datenschutzbehörde (DSB) hat nun aber erstmalig entschieden, dass mit der Verwendung des Tracking-Tools im vorgelegten Beschwerdefall gegen die DSGVO verstoßen wurde. Das Problem: Google Analytics überträgt Daten auf Server in den USA – so etwa die IP-Adresse, Online-Kennungen, Informationen zu Browser und Betriebssystem, Bildschirmauflösung, Sprachauswahl, Datum und Uhrzeit des Website-Besuchs. Die DSB stuft diese Daten als personenbezogene Daten ein. Und hier liegt das Problem: Die Gesetzeslage in den USA ermöglicht US-Behörden den Zugriff auf diese Daten und Google selbst stellt keinen ausreichenden vertraglichen, organisatorischen und technischen Schutz dagegen bereit.

Websitebetreiber werden in die Pflicht genommen

Mit der Feststellung der Datenschutzbehörde, dass der Website-Betreiber Google Analytics nicht im Einklang mit der DSGVO einsetzen konnte, werden nun heimische Betreiber in die Pflicht genommen, denn gegen Google selbst gibt es derzeit (noch) keine Entscheidung. Doch was ist nun konkret zu tun? „Wenn möglich sollte man auf Reichweitenmesslösungen und Analysetools umsteigen, die Server und Niederlassungen ausschließlich in Europa haben“, empfiehlt Ursula Illibauer von der Bundessparte Information und Consulting. „Wer weiterhin mit Google Analytics arbeiten möchte, sollte eine völlige Anonymisierung aller Informationen vor Übermittlung der Daten an Google sicherstellen. Das bedeutet, dass man sich als Betreiber einer Website selbst um die konkreten technische Maßnahmen kümmern muss.“ Dies erfordere allerdings Know-how, was in vielen Fällen die Unterstützung durch Spezialisten nötig mache. 

Auf diese erste Entscheidung der Behörde dürften weitere folgen, so Illibauer. Ausgangspunkt war nämlich eine Entscheidung des Europäischen Gerichtshofs von 2020, die den Datentransfer der EU in die USA einschränkt. Die Non-Profit-Organisation NOYB (My Privacy is None of your Business) von Max Schrems hat daraufhin EU-weit 101 Beschwerden eingebracht, die auf die Einbindung von Facebook- und Google-Tracking-Tools auf Websites abzielten – eben Google Analytics und der Facebook-Like-Button –, die einen Datentransfer in die USA bewirken.

Von Petra Mravlak

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