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Raiffeisen wird „Business Angel light“

Mit Nachrangdarlehen will die Raiffeisen Landesbank (RLB) Kleinunternehmen unter die Arme greifen – vorausgesetzt, die Projekte sind förderungsfähig.

Das Leid vieler Klein- und Kleinstunternehmer ist altbekannt. Ohne Eigenkapital gibt es kaum Förderungen, einen weiteren Teilhaber will man aber nicht unbedingt aufnehmen. Ein Nachrangdarlehen mit Eigenkapitalcharakter muss also her. Die Bank ist dabei aber oft kein geeigneter Partner und daher ist Crowdfunding oft das Mittel der Wahl. In diese Lücke will nun die Raiffeisen Landesbank vorstoßen. „Während sich andere aus der Betreuung von Kleinbetrieben teilweise  zurückziehen, verstärken wir unser Engagement“, betont RLB-Generaldirektor Martin Schaller.

Seit Kurzem kann man daher bei der RLB nach intensiver Prüfung Startkapital bis zu 50.000 Euro in Form eines Nachrangdarlehens aufnehmen. Der Fokus wird auf förderungswürdigen und innovativen Vorhaben liegen. Dabei sollen Unternehmer bei ihren Projekten intensiv begleitet und betreut werden. „Krisen bei Kleinunternehmen brechen oft wegen fehlendem Controlling aus. Deshalb sehen wir uns in der Verantwortung, das Unternehmen laufend zu begleiten,“ betont RLB-Vorstandsdirektor Rainer Stelzer.

Erste Unternehmer haben schon vom neuen Projekt – das vorerst in einer Pilotphase mit einer Million Euro dotiert ist – profitiert. Levent Akgün mit seiner Handwerkersuche „Hadi App“ und Michael Klement, Betreiber von zwei Baumärkten in Wildon und Preding, nehmen am Programm teil. „Wichtig waren die Tipps und Hinweise meines Bankberaters in betriebwirtschaftlichen Fragen“, betont Akgün.


Von Michael Neumayr (Steirische Wirtschaft),

erschienen in der Steirischen Wirtschaft

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