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Präsidentschaftswahl im Krisenmodus

Einen Monat vor der Wahl in den USA sorgt Präsident Trump immer wieder für Überraschungen – zuletzt durch seine Covid19-Infektion. Wir haben uns im Außenwirtschafts-Center nach der Stimmung erkundigt.

Person mit US-Flagge auf Corona-Maske
© Maridav, adobestock Die Gesellschaft im „Land der unbegrenzten Möglichkeiten“ ist gespalten – nicht nur in Bezug auf Corona.

Die Corona-Epidemie, ein Wirtschaftseinbruch von 31,7 Prozent im zweiten Quartal, Klimaextreme, Demonstrationen, Waffengewalt, Rassismus und ein unberechenbarer Präsident, der die Spaltung der Gesellschaft vorantreibt – die USA sorgen vor der Präsidentschaftswahl am 3. November immer wieder für Schlagzeilen.

Für den stellvertretenden Wirtschaftsdelegierten in New York, Daniel Zawarczynski, ist die starke politische Polarisierung aber keine Überraschung: „Sie ist historisch gewachsen und großteils auf das Zwei-Parteien-System zurückzuführen.“ Beide Parteien würden versuchen, Wähler zu mobilisieren, indem sie diese Wahlen als „letzte Chance“ für Amerika stilisierten. Sollte der amtierende Präsident Trump in eine zweite Amtszeit gewählt werden, könne von einem Fortführen seiner bisherigen Agenden ausgegangen werden – mit Deregulierung und Steuererleichterungen für Unternehmen sowie protektionistischen Maßnahmen. Sollte Joe Biden das Rennen machen, sei aber auch nicht mit einer kompletten Kehrtwende zu rechnen. „Er steht für eine moderatere Politik, mit Akzenten in Bezug auf Klimawandel, offenere Außenpolitik und Infrastruktur-Restrukturierungs-Maßnahmen“, so Zawarczynski.

Wirtschaftsmacht USA

Unabhängig vom Wahlausgang werden die USA eine Wirtschaftsmacht bleiben. „Die schwersten Auswirkungen der Corona-Maßnahmen konnten absorbiert werden. So wurden seit der Rekordarbeitslosigkeit von 14,7 Prozent im April kontinuierlich neue Jobs geschaffen. Zuletzt 1,2 Millionen im August“, berichtet Zawarczynski. „Auch die Aktienmärkte haben sich erholt und teilweise sogar neue Allzeithochs erreicht.“ Für das gesamte Jahr 2020 errechnete man einen Rückgang der Wirtschaftsleistung zwischen vier und sechs Prozent. Doch 2022 könnte die US-Wirtschaft schon wieder das Vor-Corona-Niveau erreichen. Das Coronavirus ist aber nach wie vor ein Unsicherheitsfaktor: Mit 7,4 Millionen Infizierten und rund 210.000 Toten sind die USA das am stärksten betroffene Land der Welt. „Das Virus breitet sich vielerorts noch immer aus und es gibt nach wie vor keine klare nationale Gesundheitsstrategie“, so Zawarczynski.

So eng sind die Business-Kontakte zwischen den USA und Österreich

Das Land der unbegrenzten Möglichkeiten ist einer der wichtigsten Wirtschaftspartner Österreichs – die USA sind zweitwichtigster Exportmarkt für heimische Firmen. So gibt es etwa 700 Unternehmen mit Niederlassungen in den USA, die gemeinsam knapp 50.000 Mitarbeiter beschäftigen. Unternehmen wie AT&S, Knapp, Andritz, Pankl Racing, Boxmark, XAL, AVL List oder Magna sind nur einige davon. Auch der Lager- und Logistiklösungsexperte SSI Schäfer hat vier Standorte mit 800 Mitarbeitern in den USA. „In Bezug auf Covid-19 stehen wir dort vor ähnlichen Aufgaben wie in Europa, wenn es um besondere Vorsicht beziehungsweise regionale Einschränkungen im Personenverkehr geht“, berichtet Geschäftsführer Gerald Gaberz. „Die restriktive Vergabe neuer Einreisevisa schmerzt uns bezüglich unserer Flexibilität. In Summe ist die Lage nun aber bei weitem berechenbarer als noch im zweiten Quartal dieses Jahres.“ 

Auch die Grazer König-Gruppe, Hersteller von Bäckereimaschinen für die industrielle Produktion von Backwaren, hat ein Tochterunternehmen in Virginia mit 15 Mitarbeitern. „Das österreichische Bäckerhandwerk hat in den USA einen sehr guten Ruf. Und auch unsere Maschinen haben ein sehr hohes Ansehen“, so Armin Kernler, Verkaufsmanager für die USA. „Derzeit ist die Investitionsbereitschaft dort aber eher zurückhaltend. Wir erwarten uns nach den Wahlen mehr Planungssicherheit und hoffen auf eine Lockerung der Reisebeschränkungen.“ Mit dem Team vor Ort sei man zwar für Serviceeinsätze und Montagen gut aufgestellt, größere Einsätze oder Inbetriebnahmen von Anlagen seien derzeit jedoch nur schwer möglich.

331 Millionen Einwohner leben in den USA auf 9,8 Millionen Quadratkilometern, das Land ist somit der drittgrößte Staat der Erde.

11,1 Milliarden Euro ist die Summe österreichischer Investitionen in den USA – eine Verdreifachung zwischen 2008 und 2018. 

2,315 Milliarden Euro war der Wert der 2019 aus der Steiermark in die USA exportierten Waren. Importiert wurden Waren für 620 Millionen. 


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