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Pkw-Neuzulassungen sind 2020 um ein Viertel eingebrochen

Der guten Prognose für den heimischen Automarkt zu Jahresbeginn 2020 machte Corona einen Strich durch die Rechnung: Ein Viertel weniger neue Pkw wurden im Vorjahr verkauft. 248.740 Neuzulassungen markieren den tiefsten Wert seit 1987.

Autoverkäufer mit Maske in Showroom.
© Adobe Stock_OATZPENZ-STUDIO Österreichweit wurden 2020 exakt 248.740 Neuwagen zugelassen (Minus 24,5 Prozent), in der Steiermark waren es 33.684 (Minus 21 Prozent).

Traditionell ziehen die heimischen Autohändler zu Jahresbeginn Bilanz – und Corona hat hier im vergangenen Jahr für Negativrekorde gesorgt. "2020 wurden österreichweit 248.740 neu zugelassene Pkw gezählt. Das bedeutet nicht nur ein Minus im Vergleich zu 2019 von 24,5 Prozent, das ist auch der Tiefststand seit 1987 und deutlich unter dem Zwanzigjahresdurchschnitt von 313.297 neuen Autos pro Jahr", erklärt der Klaus Edelsbrunner, Obmann des Kfz-Handels auf steirischer wie auch Bundesebene. Auch bei den Pkw-Tageszulassungen wurden mit minus 33,4 Prozent tiefe Einschnitte verzeichnet, die Anzahl "neuer" Lkw sank im Vorjahr um 26,7 Prozent auf 40.042 Stück. "Bereits der erste Lockdown hat den Kfz-Handel in Schwierigkeiten gebracht – die durchaus positiven Prognosen, die wir zum vorigen Jahreswechseln noch stellten, wurden mit dem verordneten Verkaufsstopp zu Pandemie-Beginn rasch zunichte gemacht", so Edelsbrunner. Hinzu kamen schleppende Anlieferungen infolge der Produktionsanpassungen und aufgrund von Lieferengpässen.

Erweiterter Lockdown verhindert wichtiges Frühjahrsgeschäft

Und es sei kein Ende der trüben Stimmung in Sicht, erklärt der Obmann: "Der nun wieder erweiterte Lockdown trifft die Branche erneut wirklich massiv. Denn traditionell ist der Jänner ein sehr verkaufsstarker Monat, wie insgesamt das Frühjahr – die neuen Modelle sind am Markt."  Auch würden viele Kunden hierzulande ja ihre alten Autos noch über den Winter "fertigfahren" und die neuen dann im Frühjahr, wenn das Wetter wieder besser wird, starten. "Und diese Autos werden eben genau jetzt im Jänner bzw. Februar bestellt", so der Obmann, der noch zum heurigen Jahresbeginn mit rund 270.000 Neuzulassungen für 2021 rechnete. Doch die nur wenige Tage später neuerlich verschärften Maßnahmen sowie die aktuellen Entwicklungen generell lassen selbst diese mäßig-positive Vorausschau nun wackeln, das erste Halbjahr werde man wohl bereits "abschreiben" können, so Edelsbrunner, der gleichzeitig auf  die hohen Kosten der vollen Gebrauchtwagenlager und drohende Insolvenzgefahren – "die gestundeten Steuern werden eingefordert" –, aufmerksam macht.

NoVA-Erhöhung schadet Betrieben 

"Was die Branche braucht, sind  Planbarkeit und Perspektiven, keine weiteren zusätzlichen Erschwernisse", verweist Edelsbrunner auch auf die neue NoVA, die mit 1. Juli eingeführt wird: "Von dieser Erhöhung sind praktisch alle Fahrzeugklassen betroffen." Und das bedeute für die heimischen Betriebe enorme Zusatzkosten, schließlich bedeute das eine wesentliche  Verteuerung für jene "Werkzeuge", die sie für ihr unternehmerisches Tun aber dringend benötigen: "Klein-Lkw bis 3,5 Tonnen sind ein gutes Beispiel um zu zeigen, wie stark sich diese NoVA-Erhöhung direkt auf die Betriebe auswirken wird: Im Schnitt werden diese ab Juli um zehn Prozent teurer. Das ist, gerade in diesen wirtschaftlich schwierigen Zeiten, keine kleine Summe", so Edelsbrunner und bekräftigt, dass man hier nicht von ein paar hundert, sondern von ein paar tausend Stück spreche. "Im Vorjahr wurden 36.545 dieser Klein-Lkw österreichtweit verkauft, 2019 waren es etwas mehr als 43.000." 

21 Prozent weniger "Neue" auf den steirischen Straßen

Und auch in der steirischen Kfz-Branche spiegeln sich die Corona-Auswirkungen wider, hier zählt man für das Vorjahr insgesamt 33.684 Pkw-Neuzulassungen – das ist ein Minus von 21 Prozent. Auf die einzelnen Kraftstoffarten heruntergebrochen sind das 15.523 Benziner, 11.922 Diesel, 2.082 Elektroautos, der "Rest" teilt sich auf Hybrid-Varianten sowie Wasserstoff/Brennstoffzelle auf. 

Bei den Gebrauchtwagen wurden in der grünen Mark im Vorjahr 127.504 verkauft (davon 48.325 Benziner und 76.277 Diesel) – bundesweit waren es insgesamt 841.196 Pkw, was einem leichten Rücklauf von 3,5 Prozent entspricht. 

Grafik Neuzulassungen 2006 - 2020
© Grafik: Statistik Austria

Grafik Neuzulassungen 2006-2020 nach Kraftstoffart
© Grafik: Statistik Austria
 
Grafik Gebrauchtzulassungen
© Grafik: Statistik Austria

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