th share video content contact download event event-wifi cross checkmark close xing wko-zahlen-daten-fakten wko-wirtschaftrecht-und-gewerberecht wko-verkehr-und-betriebsstandort wko-unternehmensfuehrung wko-umwelt-und-energie wko-steuern netzwerk wko-innovation-und-technologie wko-gruendung-und-nachfolge wko-bildung-und-lehre wko-aussenwirtschaft wko-arbeitsrecht-und-sozialrecht twitter search print pdf mail linkedin google-plus facebook whatsapp arrow-up arrow-right arrow-left arrow-down calendar user home
news.wko.at

Perfekte Paketlösung aus Graz

Trotz cleverster Logistiksysteme müssen Packerl noch immer händisch aus dem Lkw gehoben werden - Grazer finden die Lösung.

Bücken, aufheben, ablegen - und das zwischen 800 und 1.000 Mal: So viele Packerl fasst ein Lkw-Container, und so viele Pakete müssen beim Entladen am Logistikzentrum auch händisch herausgehoben werden. Kaum zu glauben, dass es in Zeiten ausgeklügelster Hightech-Logistiklösungen und feinster Robotik noch immer so viel anstrengende Körperkraft im Packerltransfer benötigt. "Im Gegensatz zu Palettenware, die mit dem Hubstapler einfach von A nach B transportiert werden kann, sind Pakete einfach zu unterschiedlich. Sie sind immer einzeln im Container, sind verschieden groß und sind mitunter nicht einmal Packerl, sondern nur Säcke", erklärt der Grazer Ingenieur Andreas Wolfschluckner. "Da kam man allen technischen Errungenschaften zum Trotz bislang nicht an Handarbeit vorbei." Die Betonung liegt hier auf "bislang", denn Wolfschluckner hat nach dreijähriger intensiver Forschungs- und "Paket-Fall-Simulationsarbeit" an der TU Graz nun einen Prototyp am Start, der dieses zeit- und kraftraubende Nadelöhr in der Paketlogistik schließen wird.

Zeit- und Kostenersparnis

"Es ist damit weltweit zum ersten Mal möglich, per Knopfdruck Stückgüter innerhalb weniger Minuten aus Containern raus und aufs Förderband hinauf zu bringen", erzählt Wolfschluckner. Möglich machen das ein einfach nachrüstbares und kostengünstiges Gurtsystem für Container und ein stationäres Modul, das sich schnell an den Lkw ankoppeln lässt. "Die Pakete werden vom Gurt im Pulk automatisch aus dem Container geschoben und danach flächig auf unserem Fördersystem verteilt. Dieses wird ans bestehende Sortiersystem gekoppelt und die Pakete damit rasch in die weitere Prozesskette integriert". Was nicht nur Zeit, sondern auch Kosten spart. Denn im Schnitt brauche ein Mitarbeiter für eine Lkw-Entladung bei idealen Bedingungen gut eine bis eineinhalb Stunden, weiß Wolfschluckner. Das von ihm mit seinem Kollegen Matthias Fritz entwickelte System schaffe das in 15 Minuten. Kein Wunder also, dass bereits die österreichische Post mit an Bord ist und die jungen Forscher in ihrer Arbeit unterstützt. Ein Umstand, der Wolfschluckner besonders motiviert: "In einem größeren österreichischen Postverteilzentrum reden wir von mehr als 380.000 Paketen in der Woche. Das sind 20 Millionen Stück im Jahr. Da würde unsere Erfindung wirklich gute Dienste tun."


Rückfragen: 
Wirtschaftskammer Steiermark 
Stabsstelle für Kommunikation & Marketing 
redaktion.stwi@wkstmk.at

Das könnte Sie auch interessieren

  • Newsletter 2016

Neujahrsempfang 2017: WKO Steiermark feiert 7o-Jahr-Jubiläum

Präsident Herk nutzte diesen Abend aber auch für ein „Plädoyer gegen das Raunzertum“. mehr

  • News 2016

Heißes Eisen statt weicher Törtchen

Die gelernte Konditorin Marianne Wechselberger hat den alten Schmiedebetrieb ihres Mannes auf neue Beine gestellt. mehr

  • News 2016

Slowenien-Invest stärkt Jolly in Graz

Mit mehr als einer halben Million Euro kauft Brevillier das slowenische Farbenwerk Aero. Vom Invest profitiert auch Jolly-Graz. mehr