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OECD prophezeit Weltwirtschaftswachstum von 3,8 Prozent

Für die österreichische Wirtschaft rechnet die OECD mit einem Wachstum von 2,7 Prozent alleine im Jahr 2018. 

© APA (AFP) Weltwirtschaft schwimmt auf der Wachstumswelle

Die Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD) sieht die Weltwirtschaft weiter im Aufwind: Die Prognose sei so günstig wie seit Langem nicht mehr, sagte Generalsekretär Angel Gurria am Mittwoch. Das Wachstum liege mit fast 4 Prozent nahe dem langfristigen Durchschnitt vor der Finanzkrise. Österreichs Wachstumsprognose wurde erneut angehoben.

2018 dürfte die heimische Wirtschaft um 2,7 Prozent wachsen, 2019 soll es nun ein Plus von 2 Prozent geben. Die OECD empfiehlt Österreich, die Kinderbetreuung, vor allem am Land, auszubauen, um das Wachstumspotenzial zu nutzen. Auch "lebenslanges Lernen stärker zu fördern und die digitale Infrastruktur auszubauen", soll laut OECD auf der Agenda stehen, teilte SPÖ-Bildungssprecherin Sonja Hammerschmid mit.

Die OECD rate den Ländern zu Reformen für nachhaltiges und inklusives Wachstum. "Man muss wirklich davor warnen, dass Schwarz-Blau sehr große Wachstumschancen für die Wirtschaft und Lebenschancen für sehr viele Menschen verspielt", so Hammerschmid. Die Kürzungen in allen Bereichen der Bildung würden mittelfristig zu Einbußen führen.

Die Arbeitslosenquote im Durchschnitt der OECD-Länder dürfte im kommenden Jahr auf den niedrigsten Wert seit 1980 fallen. Die Organisation ist ein Zusammenschluss von 35 Industrie- und Schwellenländern. Der kommissarische OECD-Chefvolkswirt Alvaro Santos Pereira betonte auch, dass Investitionen und Handel wieder anzögen. "Darauf haben wir seit vielen Jahren gewartet."

Die OECD warnt allerdings vor negativen Folgen, falls die aktuellen Handelskonflikte etwa zwischen den USA und der EU weiter eskalieren sollten. Die könne das Wirtschaftswachstum deutlich bremsen, schreibt Santos Pereira in dem Bericht. Seit dem Beginn der weltweiten Finanzkrise im Jahr 2007 sind nach OECD-Angaben in den G20-Ländern bereits über 1200 neue Handelsbeschränkungen eingeführt worden.

2018 soll die Wirtschaft weltweit um 3,8 Prozent zulegen, um 0,1 Prozentpunkte mehr als im Vorjahr. Allerdings waren die Experten im März noch etwas optimistischer gewesen. Im kommenden Jahr soll ein Plus von 3,9 Prozent erreicht werden. Gurria wies jedoch darauf hin, dass dieses Wachstum noch stark von der Geldpolitik der Zentralbanken und Konjunkturmaßnahmen der Regierungen getragen werde. Regierungen sollten mehr Strukturreformen umsetzen, um ein robusteres Wachstum zu sichern, so die OECD. Und wenn die Zentralbanken die sehr niedrigen Zinsen auf Normalwerte zurückführen, könne dies in Ländern mit einem hohen privaten Schuldenstand zu Problemen führen.

Für Deutschland wurde die Konjunkturprognose leicht gesenkt. Die OECD rechnet damit, dass die deutsche Wirtschaft heuer und dem kommenden Jahr um jeweils 2,1 Prozent zulegt. Im März hatten die Experten für dieses Jahr noch ein Plus von 2,4 Prozent erwartet, für 2019 war sie damals von 2,2 Prozent ausgegangen.

Grund sei das schwächere Wachstum im ersten Quartal sowie eine gesunkene Zuversicht der Unternehmen, sagte der OECD-Experte Andrés Fuentes der Deutschen Presse-Agentur. Der am Mittwoch veröffentlichte Wirtschaftsausblick bescheinigt Deutschland dennoch ein weiterhin stabiles Wachstum.

Die OECD-Wachstumsprognosen sind um die Zahl der Arbeitstage bereinigt. In den üblichen deutschen Wirtschaftsprognosen werden aber unbereinigte Zahlen genutzt, die Angaben sind daher nicht direkt vergleichbar. Die Bundesregierung hatte zuletzt für dieses Jahr mit 2,3 Prozent Wachstum gerechnet - das war aber noch vor Bekanntwerden der Konjunkturdelle zum Jahresanfang.

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