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NoVA-Erhöhung treibt Betriebe auf Barrikaden

Die geplante Erhöhung der Normverbrauchsabgabe sorgt für massiven Unmut. Online-Petition soll Aufschub bewirken.

Transporter auf Straße
© th-photo/Adobe Stock Die Anschaffungskosten für Montagefahrzeuge, Transporter und Klein-Lkw werden je nach Modell um 2.000 bis 10.000 Euro teurer werden.

Die Erhöhung der Normverbrauchsabgabe (NoVA) lässt in der weiß-grünen Unternehmerschaft die Wogen hochgehen: Die im Parlament beschlossene Erhöhung soll schrittweise ab Juli 2021 eingeführt werden, um die Ökologisierung voranzutreiben. Für die Betriebe ist das mit massiven Zusatzkosten verbunden: Vom Maler über den Installateur bis zum Elektrotechniker – auf sie alle kommt eine Kostenlawine zu, wenn sie Neufahrzeuge anschaffen und dabei nicht auf E-Alternativen umstellen. Die Anschaffungskosten für Montagefahrzeuge, Transporter und Klein-Lkw werden je nach Modell um 2.000 bis 10.000 Euro teurer werden.

Verständnislos reagiert etwa Forstunternehmer Peter Michelitsch auf die angedachte NoVA-Erhöhung: „Man kann hier nicht alle Branchen über einen Kamm scheren. Als Forstunternehmer sind für uns e-betriebene Pick-ups keine Alternative. Wir brauchen Fahrzeuge mit Verbrennungsmotoren, da nur diese aufgrund ihrer Leistungsstärke und ihres Eigengewichts auch die Sicherheit unserer Mitarbeiter gewährleisten können.“

Selbst jene, die auf E-Alternativen umsteigen würden, können das nicht einfach tun. Das Problem dabei: „Für viele Bereiche im Gewerbe und Handwerk gibt es schlicht noch keine passenden E-Fahrzeuge“, bestätigen Branchenvertreter unisono. Abgesehen von den hohen Anschaffungskosten seien auch die Reichweite, die Ladegeschwindigkeit und die Ladeinfrastruktur noch nicht ausreichend vorhanden, so der einhellige Tenor.

Online-Petition

Für  Gewerbe-Spartenobmann Hermann Talowski kommt die Anhebung der NoVA zum falschen Zeitpunkt: „Gerade in dieser wirtschaftlich so schwierigen Phase darf es keine weiteren Belastungen für die Unternehmen geben.“ Die Fahrzeuge seien Betriebsmittel und als „fahrende Werkstätten“ im Einsatz, so Talowski: „In Zeiten wie diesen werden viele dann den Sparstift ansetzen und keine neuen Fahrzeuge anschaffen.“ Genau das befürchtet auch Klaus Edelsbrunner, Obmann des Fahrzeughandels: „Und so werden ältere Fahrzeuge weiter gefahren, statt sie durch umweltschonendere zu ersetzen.“

Um einen Aufschub der NoVA-Erhöhung zu erwirken, wurde nun auch eine Online-Petition ins Leben gerufen. Federführend beteiligt  war der Weizer Regionalstellenobmann Vinzenz Harrer: „Unser Ziel ist, dass die NoVA-Erhöhung für gewerblich genutzte Fahrzeuge verschoben wird, bis die passenden E-Alternativen sowie die Ladeinfrastruktur verfügbar sind.

Hier geht es zur Online-Petition: https://bit.ly/3cgOZFH


Das sagen die Unternehmer:


Vinzenz Harrer, Regionalstellenobmann Weiz: „Mit der Online-Petition wollen wir einen Aufschub der NoVA-Erhöhung erreichen, bis E-Fahrzeuge mit ausreichend Leistung und die Infrastruktur verfügbar sind.“


Klaus Edelsbrunner, Obmann des Fahrzeughandels: „Die NoVa-Erhöhung ist kontraproduktiv. Neben der finanziellen Zusatzbelastung werden ältere Fahrzeuge weiter gefahren, statt sie durch umweltschonendere zu ersetzen.“


Peter Michelitsch, Forstunternehmer, Wies: „Wir können auf Fahrzeuge mit Verbrennungsmotoren wegen ihrer Leistung und des Gewichts nicht verzichten, um die Sicherheit der Mitarbeiter gewährleisten zu können.“


Hermann Talowski, Spartenobmann Gewerbe und Handwerk „Auf die Corona-Krise folgt die Wirtschaftskrise: In dieser herausfordernden Zeit darf es keine weiteren Belastungen für die Betriebe geben.“


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