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Neuigkeiten rund um den Papamonat

Ab sofort können auch Väter den Familiennachwuchs genießen, und zwar im Papamonat, der seit 1. September neu geregelt ist. Was Chefs nun beachten müssen.

Der Arbeitgeber hat keine Entgeltfortzahlungspflicht während des Papamonats, Ansprüche auf Sonderzahlungen und Urlaub werden entsprechend aliquot gekürzt.
© monkey business - stock.adobe.com Der Arbeitgeber hat keine Entgeltfortzahlungspflicht während des Papamonats, Ansprüche auf Sonderzahlungen und Urlaub werden entsprechend aliquot gekürzt.

Bis 31. August mussten Väter die Zustimmung ihrer Arbeitgebers einholen, um einen Papamonat in Anspruch nehmen zu können. Es war somit eine Karenzierungsvereinbarung zwischen Arbeitgeber und Arbeitnehmer erforderlich. Aus dieser Vereinbarung ergab sich allerdings keinerlei Kündigungsschutz für die Väter. Die Ansprüche aus diesem Papamonat ergaben sich allein aus der Karenzierungsvereinbarung. 

Jetzt gibt es Änderungen, fasst Karin Hörmann, Expertin im WKO-Rechtsservice, zusammen: „Für errechnete Geburtstermine seit 1. September haben sie nämlich einen Anspruch auf unentgeltliche Freistellung für einen Monat (Papamonat) gegenüber ihrem Arbeitgeber. Dieser dauert genau einen Monat und beginnt frühestens einen Tag nach der Geburt des Kindes.“ Wichtig ist zu beachten, dass der Monat im Zeitraum des Beschäftigungsverbotes der Mutter liegen muss. Dazu die Expertin: „Hat die Mutter keinen Anspruch auf Karenz, dann sind es grundsätzlich acht bis zwölf Wochen nach der Geburt.“ 

Nachweispflichten für werdende Väter

Für die Inanspruchnahme des Papamonats muss ein gemeinsamer Haushalt mit dem Kind nachgewiesen werden. Ist das nicht der Fall, dann muss der Mitarbeiter seinen Chef darüber informieren und auf Verlangen auch  seinen Dienst wieder antreten. Sind alle Umstände geklärt, dann hat der werdende Vater folgende Meldepflichten: 

  • Drei Monate vor dem errechneten Geburtstermin des Kindes (kürzer für Geburtstermine zwischen 1. September und 30. November und für Frühgeburten) muss der Papamonat beim Arbeitgeber angemeldet werden.
  • Der Arbeitgeber muss von der Geburt unverzüglich informiert werden.
  • Spätestens eine Woche nach der Geburt muss der Papamonat-Antrittszeitraum bekanntgegeben werden


Der Arbeitgeber hat keine Entgeltfortzahlungspflicht während des Papamonats, Ansprüche auf Sonderzahlungen und Urlaub werden entsprechend aliquot gekürzt.
Der Mitarbeiter erhält bei Vorliegen aller Voraussetzungen – wie bisher auch schon für den vereinbarten Papamonat – einen bei der GKK zu beantragenden Familienzeitbonus in Höhe von 22,60 Euro pro Tag. Diesen erhält der erwerbstätige Vater in den ersten 91 Tagen nach der Geburt für 28 bis 31 Tage, in dieser Zeit ist er auch kranken- und pensionsversichert. Hörmann macht darauf aufmerksam, „dass Arbeitgeber somit während des Papamonats keine SV-Beiträge bezahlen.“ 

Der Arbeitnehmer hat ab Meldung des Papamonats (frühestens vier Monate vor dem errechneten Geburtstermin bis vier Wochen nach Ende des Papamonats) einen besonderen Kündigungs- und Entlassungsschutz. Die Expertin ergänzt noch, „dass der Papamonat als volle Dienstzeit zählt“.

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