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Der neue Herr der Frächter

Ein neues Gesicht an der Spitze des Fachverbandes Güterbeförderung: Das Steuer hat nun Günther Reder übernommen.

Lkw-Flotte
© Erwin Scheriau Auch die Friends on the Road brauchen von Zeit zu Zeit eine Imagepolitur.

Gemeinsam mit seinem Bruder führt der 44-jährige Fachverbands­obmann die „Reder Group“ mit rund 420 Mitarbeitern im oberösterreichischen Hörsching. Als neuer Mann an der Spitze hat der Nachfolger von Franz Danninger im Gespräch mit der „Steirischen Wirtschaft“ definiert, welche Schwerpunkte er als Obmann setzen möchte. Vorrangig ist ihm eine „Imagepolitur“, „weil die Branche in der Öffentlichkeit zu Unrecht negativ behaftet ist. Wir müssen die Bevölkerung einfach stärker aufklären, dass wir den Kreislauf der Warenwirtschaft mit unseren Lkw am Laufen halten und damit einen wichtigen Beitrag zur regionalen Versorgung leisten.“ 

Gesucht: Lkw-Fahrer

Große Sorgen bereitet Reder besonders der Mangel an qualifizierten Fahrern: „Immer noch herrscht in der Bevölkerung die Meinung vor, der Beruf bedeute, tage- und wochenlang on the road zu sein, ohne die Familie sehen zu können.“ Stimmt nicht, zeigt Reder auf, „90 Prozent aller Einsätze werden in Österreich im Nahverkehr und zu ganz normalen Tagesarbeitszeiten abgespult“. Gefragt hinter dem Lenkrad sind übrigens nicht nur Herren, sondern auch Damen. Wiedereinsteiger sind ebenfalls herzlich willkommen. Reder selbst zählt bereits zwei Trucker-Ladys zu seinem Team. Nicht zuletzt wird den Unternehmer auch die technologische Revolution auf Trab halten, wo vieles in der Pipeline ist. Reder: „Denken wir nur an die Digitalisierung, an autonomes Fahren oder alternative Antriebssysteme.“

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