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Neue Rezepte am Jobmarkt

Das AMS intensiviert die Zusammenarbeit mit weiß-grünen Zeitarbeitsfirmen, um mehr Fachkräfte vermitteln zu können.

Karl-Heinz Snobe, Harald Aspäck und Hannes Graf (v. l.) wollen die Zusammenarbeit weiter vertiefen.
© Fotoatelier Robert Frankl Karl-Heinz Snobe, Harald Aspäck und Hannes Graf (v. l.) wollen die Zusammenarbeit weiter vertiefen.

Der Fachkräftemangel stellt nicht nur die Wirtschaft, sondern auch das Arbeitsmarktservice (AMS) vor immer größere Herausforderungen. Denn die Suche nach geeigneten Fachkräften gleicht immer öfter der Suche nach der buchstäblichen Nadel im Heuhaufen. Um mehr „Treffer“ zu erzielen, setzt man beim AMS jetzt auf eine intensivere Zusammenarbeit mit den weiß-grünen Zeitarbeitsunternehmen, die aktuell allein in der Steiermark rund 15.000 Mitarbeiter beschäftigten.

„Wir verzeichnen ein Plus von ca. zehn Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Die Firmen benötigen Personal wie IT-Kräfte, Assistenten, Buchhalter sowie qualifizierte Facharbeiter. Wir sind spezialisiert darauf, qualifizierte Mitarbeiter zu suchen und einzusetzen, wo sie gebraucht werden“, erklärte Harald Aspäck, Fachgruppenobmann-Stellvertreter der gewerblichen Dienstleister.

Dem Fachkräfte-Engpass will AMS-Geschäftsführer Karl-Heinz Snobe mit einer Kombination aus Qualifizierung, Arbeitstraining und Lohnkostenzuschüssen für anzulernende Personen entgegentreten: „Wir sehen die Hoffnungsbereiche bei Älteren, bei Frauen und Menschen mit Migrationshintergrund, wo mit Qualifizierung nachgezogen werden muss.“ Das steirische AMS will den Aufschwung weiter nutzen, im Vorjahr konnten 70.000 Stellen erfolgreich besetzt werden.

Zusätzliche Chancen bieten da die Personaldienstleister. Zu rund 70 Prozent arbeiten die Zeitarbeitsunternehmen mit Stammpersonal. „In Kooperation können wir in der Vermittlung besser agieren“, so Hannes Graf, Leiter des Service für Unternehmen: „Immer öfter werden Jobs bei Personaldienstleistern zum Sprungbrett in die Festanstellung.“

Von Karin Sattler.

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