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Neue Antriebe bewegen die Autobranche

Was mit der Digitalisierung und alternativen Antrieben auf die Kfz-Unternehmen zukommt, stand im Mittelpunkt des „Tags der Steirischen Kfz-Wirtschaft“.

Die Automobilbranche befindet sich in einem massiven Umbruch: Neue Technologien am laufenden Band, alternative Antriebe und die Digitalisierung stellen auch die steirische Kfz-Wirtschaft vor neue Herausforderungen. Trends und Lösungen wurden beim jährlichen Branchentreff – dem „Tag der Steirischen Kfz-Wirtschaft“ – diskutiert.  Rund 300 weiß-grüne Autohändler und Kfz-Techniker waren der Einladung in den Europasaal der WKO Steiermark gefolgt, um den neuesten Entwicklungen in der Branche zu lauschen.


Mit aktuell 2.607 Autohändlern, 1.253 Kfz-Werkstätten und 221 Karosseriebautechnikern ist die steirische Kfz-Wirtschaft eine veritable Wirtschaftsgröße. Allein 5.723 Mitarbeiter sind allein in der Kfz-Technik beschäftigt, dazu bildet die weiß-grüne Autobranche die Facharbeiter der Zukunft aus: 1.006 Lehrlinge lassen sich zu Kfz-Technikern ausbilden, 150 zu Karosseriebautechnikern, 39 zu Automobilkaufleuten. „Wobei die Lehrlingszahlen in der Branche schon rückläufig sind, weil wir weniger Jugendliche haben“, sagt Josef Harb, Innungsmeister der Kfz-Techniker.


Ein heißes Eisen in der Branche ist derzeit die §57a-Überprüfung. Die EU pocht darauf, die Bereiche Überprüfung und Reparatur strikt zu trennen, wie das in den meisten EU-Ländern der Fall ist. „Bei 4,8 Millionen zugelassenen Pkw wäre das ein unvorstellbarer wirtschaftlicher Schaden für die Branche“, warnt Harb. Institutionen wie TÜV und Dekra, die etwa in Deutschland die Überprüfung durchführen, drängen zusehends auch nach Österreich, um die „Pickerl“-Überprüfung durchführen zu können. „Umso wichtiger ist es, dass die Qualität der Pickerlüberprüfung weiter auf einem sehr hohen Niveau passiert“, so Harb. Pickerlgutachten zu Dumpingpreisen sagt er den Kampf an: „Ein Werbeverbot für Pickerl wäre am sinnvollsten, ist aber nur schwer durchsetzbar. Wir appellieren daher an die Betriebe, kostenorientiert zu kalkulieren.“


Unliebsame Konkurrenz bekommen viele Kfz-Werkstätten auch durch „professionelle“ Pfuscher. Durch die unerlaubte Gewerbeausübung entgehen den Betrieben jedes Jahr Millionenbeträge. Die Initiative der Innung, gemeldete Pfuscher-Fälle dem Schutzverband bzw. der Finanzpolizei zu melden, zeigt Wirkung: 150 Anzeigen allein im Vorjahr führten auch dazu, dass viele ihren Status legalisierten.


Mit anderen Herausforderungen kämpft man im Autohandel: Gremialobmann Klaus Edelsbrunner appelliert an „seine“ Betriebe, in Zeiten der Digitalisierung am Puls der Zeit zu bleiben: „Früher ist der Kunde zum Autoschauen in unsere Schauräume gekommen. Heute sucht er sich sein Fahrzeug im Internet aus. Umso wichtiger ist es für uns Fahrzeughändler, einen guten Online-Auftritt, sprich einen virtuellen Schauraum, zu haben.“ Was die Zukunft  des Autos betrifft, glaubt der Branchenkenner, dass sich ein Mix an verschiedenen Antriebsmöglichkeiten etablieren wird: „Für Städter sind Elektroautos interessant, für weitere Strecken werden sich Wasserstoff- und Hybridantriebe stärker durchsetzen“, glaubt er. Und Benzin- und Dieselvarianten werden künftig noch sparsamer, ist er überzeugt.


Aus der Praxis referierte der stellvertretende Innungsmeister Josef Niegelhell. Er warnte die Betriebe, den Selbstbehalt im Falle einer Reparatur nachzulassen. „Damit macht sich die Werkstatt strafbar, das ist Versicherungsbetrug.“ 

Viel fachlichen Input lieferte schließlich auch der Vortrag von Günther Panhölzl über die große Rolle der Emotionen im täglichen Geschäft. Zudem präsentierte Markus Auferbauer von Willhaben Möglichkeiten, die die Online-Plattform über den Verkauf hinaus bietet.


Autor: Mag. Karin Sattler, Steirische Wirtschaft


Tipp!

Lesen Sie mehr in der Ausgabe 39/2016 der Steirischen Wirtschaft.

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