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Neue Anrechnung von Karenzzeiten

Mütter, deren Kinder ab 1. August 2019 geboren werden, dürfen sich freuen: Die Anrechnung der Karenzzeiten wird ausgeweitet.

Der Gesetzgeber  sorgt für entspanntere Karenzzeiten.
© Konstantin Yuganov - stock.adobe.com Der Gesetzgeber sorgt für entspanntere Karenzzeiten.

Bis zum Stichtag wurde die erste Karenz im Arbeitsverhältnis nur für die Dauer der Kündigungsfrist, der Entgeltfortzahlung im Krankheitsfall und auf das Urlaubsausmaß mit insgesamt höchstens zehn Monaten angerechnet. Diese Regelung bleibt für Geburten vor dem 1. August auch bestehen. In diesem Zusammenhang gibt es nun aber eine Änderung im Mutterschutzgesetz, die seit 1. August 2019 in Kraft ist. Künftig werden Zeiten der Karenz (für Geburten ab 1. August) bei Rechtsansprüchen, die sich nach der Dauer der Dienstzeit richten, für jedes Kind in vollem Umfang angerechnet. Was das in Zukunft für die Arbeitgeber bedeutet, fasst Karin Loh, Expertin im WKO-Rechtsservice, zusammen: „Sämtliche Karenzen einer Dienstnehmerin sind auf Grund der Geburt eines Kindes auf alle dienstzeitabhängigen Ansprüche anzurechnen. Zu diesen Ansprüchen zählen die Dauer der Kündigungsfrist, die Entgeltfortzahlung im Krankheitsfall, das Urlaubsausmaß und die Abfertigung Alt.“ Auch bei der Einstufung sind die Karenzzeiten als Dienstzeiten zu berücksichtigen. Die Zeiten einer Karenz sind für diese Ansprüche als vollwertige Dienstzeit zu rechnen. 

Diese Regelung gilt – so Loh – für alle Mütter, Adoptiv- und Pflegemütter, deren Kinder ab diesem Zeitpunkt geboren, adoptiert oder in unentgeltliche Pflege genommen werden. Frauen, die Kinder nach Ablauf des 18. Lebensmonats, jedoch vor Vollendung des zweiten Lebensjahres adoptieren oder in unentgeltliche Pflege nehmen, können bis sechs Monate auch über das zweite Lebensjahr Karenz in Anspruch nehmen. Die Expertin dazu: „Das heißt, auch in diesem Fall ist die Zeit der Karenz im vollen Umfang auf die dienstzeitabhängigen Ansprüche anzurechnen.“

Auch Väter profitieren

Nimmt eine Frau ein Kind nach Ablauf des zweiten Lebensjahres, jedoch vor Ablauf des siebten Lebensjahres an Kindes statt an oder in unentgeltliche Pflege, so hat diese Mitarbeiterin Anspruch auf Karenz in der Dauer von sechs Monaten. Diese stellen eine Karenz im Sinne des Mutterschutzgesetzes dar und sind daher für die Berechnung der dienstzeitabhängigen Ansprüche relevant.

Da die Bestimmungen des Väterkarenzgesetzes auf die Bestimmungen des Mutterschutzgesetzes verweisen, sind auch die Karenzen aus Anlass der Geburt eines Kindes, die ein Vater in Anspruch nimmt, auf alle dienstzeitabhängigen Ansprüche anzurechnen. Die in den Branchenkollektivverträgen vorgesehenen Regelungen, die für die Dienstnehmer günstiger sind, bleiben weiterhin gültig und sind zu berücksichtigen. 

Zur Info: Mitarbeiterinnen haben nach dem Mutterschutzgesetz das Recht, eine Karenz bis zum zweiten Geburtstag des Kindes in Anspruch zu nehmen. Sie werden von der Arbeit freigestellt und erhalten vom Arbeitgeber kein Entgelt. Voraussetzung dafür ist ein gemeinsamer Haushalt mit dem Kind. 

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