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Mopedführerschein auf dem Prüfstand

Computerprüfung statt Papierfragebögen beim Mopedführerschein, neue Theoriefragen ab 2018 für C, D, F: Fahrschulen sind in Bewegung.

Die Sicherheit der jungen Mopedlenker war eines der bestimmenden Themen bei der Fahrschultagung in Schladming. Diese Schüler werden künftig rund um die Unfallprävention geschult und für Gefahren verstärkt sensibilisiert. Um über eine bessere „frisch vermittelte“ praktische Fahrreife zu verfügen, sollen die Junglenker in Zukunft ihre Mopedfahrstunden im öffentlichen Straßenverkehr zeitnahe vor dem 15. Geburtstag absolvieren müssen.

Lehrfach Risiko auf dem Stundenplan

Marcus Martschitsch, Vorsitzender der steirischen Fahrschulen: „Auf die neuen Anforderungen im Umgang mit der Jugend werden die Unternehmen ihre Organisationsabläufe abstimmen müssen, zudem benötigen alle Fahrlehrer künftig generell eine Ausbildung im Spezialfach Risikokompetenz.“ Den jungen Menschen wird empfohlen, mehr als die derzeit vorgeschriebenen zwei Ausbildungsstunden zu „Fahren im öffentlichen Verkehr“ zu absolvieren, so Martschitsch: „Am geschlossenen Übungsplatz sinkt die Motivation der Schüler bei derzeit sechs Einheiten bald. Die Ausbildungszeit könnte besser für mehr Verkehrssicherheit genutzt werden.“

1.800 neue Fragen für die Großklassen

Nach der erfolgreichen Erneuerung von 1.800 Theorie-Prüfungsfragen im Zuge der Computerprüfung für den Pkw (Klasse B), das Motorrad (Klasse A) und das Grundwissen (GW) im heurigen Frühjahr sind jetzt die Großklassen dran: Für die Führerscheinklassen C (Lkw), D (Bus) und F (Traktor) werden weitere 1.800 Theoriefragen samt Bildern von den Fahrschulexperten in Abstimmung mit dem Verkehrsministerium erneuert. Martschitsch: „Die Umsetzung soll 2018 folgen.“ Umweltschutz steht neben der Verkehrssicherheit ganz oben auf der Agenda der Fahrschulen, betont Martschitsch: „150 neue Sprit­spartrainer wurden heuer österreichweit bereits nach den Anforderungen des Energieeffizienzgesetzes von sogenannten Mastertrainern der Fahrschulen geschult.“ 100 Fahrlehrer erhalten in den kommenden Monaten ein gesondertes Training, um das Handling mit E-Cars, die sich immer stärker in die Fuhrparks mischen, perfekt zu beherrschen.


Erschienen in der Steirischen Wirtschaft

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