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Mit Kindern kann man Steuer sparen

Alles neu lautet das Motto ab 1. Jänner 2019 für Väter, Mütter und ihre Kinder. Ab dem Stichtag kommt nur noch der „Familienbonus plus“ zum Tragen. 

Steuer zu zahlen und Kinder zu erziehen wird künftig stärker honoriert.
© Robert Kneschke - stock.adobe.com Steuer zu zahlen und Kinder zu erziehen wird künftig stärker honoriert.

Ab 1. Jänner 2019 ist es amtlich, Kinderfreibetrag (440 Euro, wenn nur von einem Elternteil geltend gemacht, ansonsten je 300 Euro pro Elternteil) und Absetzbarkeit der Kinderbetreuungskosten (bis 2.300 Euro jährlich pro Kind bis zum zehnten Lebensjahr) sind Vergangenheit. Petra Kühberger, Expertin im WKO-Rechtsservice, mit den Details zum neuen „Familienbonus plus“: „Im Gegensatz zu den aufgezählten Begünstigungen, die künftig wegfallen, reduziert der Bonus nicht die Steuerbemessungsgrundlage, sondern direkt die Einkommensteuer- bzw. Lohnsteuer.“ Der Anspruch auf Familienbonus besteht, so die Expertin, „für jedes Kind im Inland, für das Familienbeilhilfe bezogen wird, in Höhe von jährlich 1.500 Euro (bzw. 125 Euro monatlich) bis zum 18. Geburtstag, danach in Höhe von jährlich 500 Euro“. 

Der Familienbonus ist nicht erstattungsfähig

Wichtig: Da es sich beim Familienbonus um eine Steuerreduktion handelt, die nicht erstattungsfähig ist (das heißt: es wird keine Negativsteuer vergütet), wirkt sich der Bonus nicht aus, wenn der Elternteil so wenig verdient, dass keine Einkommen- bzw. Lohnsteuer anfällt. Kühberger: „Eine Ausnahme gilt für Alleinverdiener bzw. Alleinerzieher, deren Einkommen besonders gering ist. Bei diesen kann ein Kindermehrbetrag von maximal 250 Euro als Negativsteuer vergütet werden.“ Der Familienbonus kann entweder allein von einem Elternteil in voller Höhe oder zu gleichen Teilen aufgeteilt von beiden geltend gemacht werden. Diese Aufteilung kann auch von getrennt lebenden oder geschiedenen Eltern einvernehmlich so vorgenommen werden. Wird jedoch von einem Elternteil der Großteil der Kinderbetreuungskosten, mindestens 1.000 Euro übernommen, stehen diesem 90 Prozent des Familienbonus zu, dem anderen zehn Prozent. 

Was ist, wenn kein Unterhalt bezahlt wird?

Kühberger mit einer wichtigen gesetzlichen Regelung: „Zahlt ein getrennt lebender, unterhaltsverpflichteter Elternteil keinen Unterhalt, steht diesem gar kein Familienbonus zu, der andere erhält hingegen den Familienbonus in voller Höhe, also zu 100 Prozent.“

Bei Einkünften aus nichtselbständiger Arbeit kann der Familienbonus entweder in der monatlichen Lohnverrechnung durch den Arbeitgeber berücksichtigt (Antragsformular E 30) oder in der Arbeitnehmerveranlagung (Formular L1k) beantragt werden. Bei allen anderen Einkunftsarten erfolgt die Beantragung in der Einkommensteuererklärung (Formular L1k). Rund 950.000 Familien und etwa 1,6 Mio. Kinder werden von einer Steuerlast von bis zu 1,5 Mrd. Euro befreit.

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