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Mit Brief und Siegel zur tausendsten Ingenieurin

Laura Heidenbauer wurde kürzlich zur 1.000 Ingenieurin an der WKO Steiermark zertifiziert. Ein Titel, der die exzellente technische Qualifikation sichtbar macht.

Laura Heidenbauer
© Foto Fischer Technikerin auf höchstem Niveau und frisch gebackene Ingenieurin: Laura Heidenbauer

Gerade einmal 24 Jahre jung ist die tausendste in der WKO Steiermark zertifizierte Ingenieurin: Wie es der Zufall so wollte, hat Laura Heidenbauer aus Gleisdorf als Tausendste in der WKO ihr Fachgespräch zur Ingenieurin geführt  – und die Urkunde zur Wirtschaftsingenieurin (zumindest auf postalischem Weg) verliehen bekommen. Anlässlich der "runden" Zertifizierung wird die Technikerin auf höchstem Niveau jetzt noch einmal vor den Vorhang geholt. 

Die Begeisterung für Technik wurde der jungen Oststeirerin quasi in die Wiege gelegt. „Technisches Werken hat mich schon in jungen Jahren begeistert. Eine andere Schule als die HTL wäre für mich nicht infrage gekommen“, erinnert sie sich. 2016 maturierte die junge Frau und bringt ihr Know-how seither bei der Magna Energy Storage Systems GmbH in Sinabelkirchen ein. Als Konstrukteurin ist sie eine von vier Frauen im 20-köpfigen-Büro. Ihr Fokus liegt auf der Entwicklung und Konstruktion von Tanksystemen im Bereich Automotive. „Es ist für mich noch immer faszinierend, Teile am Computer zu zeichnen, die mittels 3D-Drucker ausgedruckt und im Auto verbaut werden.“

Hoch gefragte Qualifikation 

„Junge Menschen wie Laura Heidenbauer sichern mit ihrem Know-how den Standort langfristig ab. Der verdiente Titel ist Ausdruck einer Qualifikation, die in der Wirtschaft hoch gefragt ist“, gratuliert WKO-Steiermark-Präsident Josef Herk.   

Gottfried Krainer, Leiter der Ingenieur-Zertifizierungsstelle in der WKO Steiermark, bestätigt: „Das Interesse am Ingenieurtitel ist groß. Insbesondere für die Industriebetriebe und die Ingenieurbüros ist das eine ganz wichtige Qualifikation und ein zentraler Nachweis beruflicher Praxis.“ Und diese macht sich buchstäblich bezahlt, hebt doch die Praxis die Ingenieure auf ein höheres Kompetenzlevel – nämlich auf Level 6 im NQR.

Und das befeuert wiederum das Interesse am Ingenieur-Titel, wie aktuelle Zahlen belegen: So wurden im ersten Jahr der Einführung der Zertifizierung (2017) 109 Ingenieuranträge gestellt, im Jahr darauf 243, 2019 gab es dann einen weiteren Zuwachs auf 296 Anträge und 2020 noch einmal eine Steigerung. Heidenbauer kann das nachvollziehen: „Mir ging es auch darum, einen formellen Abschluss als Ingenieurin zu haben, weil er die technische Qualifikation sichtbar macht.“ 

Interessant ist auch die Aufteilung auf die einzelnen Fachbereiche: Jeder dritte Ingenieur kommt aus dem Bereich Maschinenbau, Mechatronik oder Kunststofftechnik, weitere 20 Prozent entfallen auf den Bereich Elektrotechnik. Platz drei nehmen die Bautechniker mit einem Anteil von 15 Prozent ein, gefolgt von den Wirtschaftsingenieuren (14 Prozent) und dem Bereich Informatik (neun Prozent).

Von den technischen Voraussetzungen über die Antragsmöglichkeiten bis zum finalen Fachgespräch: Alle Informationen rund um den Ingenieur-Titel gibt es bei der Ingenieur-Zertifizierungsstelle der WKO Steiermark bzw. unter der Tel. 0316/601-8800.


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