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Meister-Boom in Zeiten von Corona

Die Coronakrise wird von den Steirerinnen und Steirern zunehmend als Bildungschance genutzt, davon zeugen die insgesamt 744 im Vorjahr abgelegten Meister- und Befähigungsprüfungen. 

Die beiden Meisterinnen Monika und Brigitte Cartellieri mit ihren Meisterurkunden aus dem Jahr 2019.
© Foto Fischer 2019 fand die letzte Meisterbriefverleihung in festlichem Rahmen auf der großen Bühne statt (s. Bild). Doch Corona tut der Freude und dem Stolz auf diese großartigen Leistungen keinen Abbruch.

744 Meister- und Befähigungsprüfungen wurden im Jahr 2021 in der Steiermark positiv absolviert – ein Plus von 70 bzw. von 10,4 Prozent im Vergleich zu 2020, wo ebenfalls eine rasante Zunahme (+ 21 Prozent) zu verzeichnen war. 289 junge Menschen (246 Männer, 43 Frauen) dürfen sich nun Meisterin bzw. Meister nennen. Dazu kommen noch einmal 455 Absolventinnen und Absolventen (297 Männer, 158 Frauen) von Befähigungsprüfungen. „Das sind höchst erfreuliche Zahlen, noch dazu in herausfordernden Zeiten wie diesen. Sie zeigen, dass die Coronakrise in diesem Bereich als Bildungschance genutzt wurde“, betont WKO-Steiermark-Präsident Josef Herk. Und das sei wichtig.

 

„Bei der Aus- und Weiterbildung darf es angesichts der angespannten Fachkräfte-Situation keinen Bildungs-Lockdown geben! Alle Absolventinnen und Absolventen haben auf die richtige Karte gesetzt, denn Qualifikation ist der Schlüssel zum Erfolg!"
WKO-Steiermark-Präsident Josef Herk

 

Gestiegen ist auch die Zahl der positiv absolvierten Unternehmerprüfungen, und zwar von 433 im Jahr 2020 auf 509 im Jahr 2021. Die Unternehmerprüfung ist ein fixer Teil fast aller Meister- und Befähigungsprüfungen und sorgt für das unternehmerische Know-how der Absolventinnen und Absolventen.

 

In diesen Branchen wurden die meisten Prüfungen abgelegt 

Die überwiegende Zahl aller Meister- und Befähigungsprüfungen wird in der Sparte Gewerbe und Handwerk abgelegt, wo die klassischen Handwerksberufe dominieren. Der Unterschied liegt dabei lediglich in der gewerberechtlichen Zuordnung, fachlich gesehen entsprechen sowohl Meister- als auch Befähigungsprüfung der höchsten Qualifikationsstufe, die in den jeweiligen Lehrberufen erreicht werden kann. „Die Lehre schafft die Basis und die Meisterprüfung ist die Krönung! Es ist sehr erfreulich, dass die Zahlen der Absolventinnen und Absolventen erneut gestiegen ist. Denn die Krise wird irgendwann einmal vorbei sein – und dann braucht die Wirtschaft Meisterleistungen in allen Branchen“, so Hermann Talowski.


Am meisten neue steirische Meisterinnen und Meister gibt es

  • in der Kraftfahrzeugtechnik (70)
  • der Metalltechnik (42)
  • und bei den Tischlern (37).


Bei den Befähigungsprüfungen finden sich

  • Gastgewerbe (70),
  • Versicherungsvermittlung (60)
  • und Ingenieurbüros (52) auf den vordersten Plätzen.

 

Meisterprämie: Verlängerung noch offen

Einziger Wermutstropfen in der sonst so erfreulichen Entwicklung ist, dass die Verlängerung der 2020 eingeführten "Meisterprämie" des Wirtschaftsressorts des Landes Steiermark noch offen ist. 1.000 Euro warteten bislang auf alle, die eine Meister- oder Befähigungsprüfung positiv absolviert hatten. Nun liege der Ball beim zuständigen Wirtschaftsressort, das zwar ein Nachfolgemodell erarbeitet, aber noch nichts fixiert habe, so Talowski.

 

Meister auf derselben Stufe wie Bachelor 

Der Meistertitel wurde in den vergangenen Jahren immer wieder aufgewertet, um seine wirtschaftliche Bedeutung zu unterstreichen. Seit 2018 steht er auf Stufe 6 im Nationalen Qualifikationsrahmen (NQR) und damit auf derselben Stufe wie der Bachelor. Der NQR ordnet Ausbildungen insgesamt acht Stufen zu, was vor allem der internationalen Vergleichbarkeit dient. Für die Wirtschaft ist dies enorm wichtig, da bei Ausschreibungen der Nachweis gewisser Qualifikationsniveaus gefordert wird.

Darüber hinaus können seit 21. August 2020 alle, die eine Meisterprüfung erfolgreich abgelegt haben, die Bezeichnung „Meisterin“ bzw. „Meister“ auch vor ihrem Namen führen, und zwar als „Mst.“ und „Mst.in“ bzw. auch in ausgeschriebener Form. Der Titel kann auch in amtlichen Urkunden eingetragen werden.

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