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Maut bringt Wirtschaft ins Schleudern

Die geplante flächendeckende Maut lässt die Wogen hochgehen: Unternehmer sehen darin eine massive Belastung für Betriebe und Konsumenten.

Sie hängt wie ein Damoklesschwert über der heimischen Wirtschaft: die flächendeckende Maut für alle Fahrzeuge über 3,5 Tonnen. Bereits mehrere Bundesländer denken darüber nach, die Abgabe auf Landes- und Gemeindestraßen einzuheben. Damit würden nicht nur Schnellstraßen und Autobahnen kostenpflichtig, sondern auch das niederrangige Straßennetz. Schon im April könnten die Verkehrsreferenten der Länder die Weichen dafür stellen. Die Folgen wären teurere Transporte, die in jedem Geldbörsel spürbar sind. Laut einer Studie wären pro Konsument 77 Euro jährlich an Mehrkosten zu erwarten, rechnet die WKÖ vor. Auch für die gesamte Wirtschaft - vom Transporteur bis zum Händler - hätte die Maut weitreichende Konsequenzen. In einer breiten Infokampagne wird jetzt bundesweit gegen die Mautpläne mobil gemacht.

Breite Front

In der Grünen Mark gibt es bereits eine breite Front gegen die drohende Belastung. Allen voran sagt WKO-Steiermark-Präsident Josef Herk "Nein" zur Mega-Maut: "Der Staat muss endlich lernen, hauszuhalten, statt ständig neue Steuern zu erfinden." Ebenso bestätigt ein Rundruf unter weiß-grünen Unternehmen die klare Ablehnung der Mautpläne. So sieht Monika Zechner, Chefin der Zechner Holz GmbH und Obmann der steirischen Holzindustrie, die steirische Sägeindustrie wegen der starken Exportorientierung besonders betroffen - sie spricht gar von einem "Anschlag auf den ländlichen Raum". Fritz Mayer vom gleichnamigen Transportunternehmen sieht darin einen Anschlag auf die gesamte Wirtschaft: "Schon mit dem derzeitigen Mautsystem zählt Österreich zu den teuersten in Europa. Die flächendeckende Maut schwächt die Wirtschaft weiter." Andreas Werner, Prokurist der Brau-Union, spricht von einer neuen Konsumsteuer: "Die Frächter werden die Zusatzkosten nicht aus ihrer Kaffeekasse bezahlen, sondern umwälzen." Durch die Kostenexplosion sieht Christoph Holzer, Geschäftsführer von Spar Steiermark, sogar die Nahversorgung in Randgebieten gefährdet.


Rückfragen: 
Wirtschaftskammer Steiermark 
Stabsstelle für Kommunikation & Marketing 
redaktion.stwi@wkstmk.at

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