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Lehrlingszahl geht wieder nach oben

Zwei Wochen vor dem Start der Berufs-EM gibt es auch „good news“ vom Lehrstellenmarkt: 5,9 Prozent mehr Lehranfänger.

Die Zahl der Lehrlinge steigt wieder – 2021 gibt es um 5,9 Prozent mehr Lehrlinge als im Jahr davor.
© Zukunft Industrie/Kniepeiss Die Zahl der Lehrlinge steigt wieder – 2021 gibt es um 5,9 Prozent mehr Lehrlinge als im Jahr davor.

Mit September beginnt nicht nur wieder der Ernst der Schule, sondern für viele Jugendliche auch die Lehrausbildung. Und da zeichnet sich heuer im Steirerland ein erfreulicher Trend ab: „Die Zahl der Lehrlinge steigt wieder. Exakt 4671 Mädchen und Burschen haben mit Stichtag 31. August eine Lehre begonnen, das sind um 259 Jugendliche bzw. um 5,9 Prozent mehr als im Jahr zuvor“, berichtet WKO-Steiermark-Präsident Josef Herk.  

Dadurch verzeichnet man – nach dem coronabedingten Einbruch des Vorjahrs – nun auch bei der Gesamtzahl der Lehrlinge wieder eine Stabilisierung bzw. sogar ein ganz leichtes Plus (Zunahme von 14.188 auf 14.197). „Besonders erfreulich ist zudem die Entwicklung der Ausbildungsbetriebe, deren Zahl ist in der Steiermark im Vergleichszeitraum nämlich von 4866 auf 4904 gestiegen“, so Herk. 

Lehrstellenüberhang 

Dieses Plus könnte aber noch weitaus größer sein, würden die Betriebe ausreichend Bewerber finden. „Laut AMS sind mit Stand Ende August 2015 offene Lehrstellen gemeldet, ihnen stehen 1489 Lehrstellensuchende gegenüber. Das entspricht allein in der Steiermark einem Lehrstellenüberhang von 526 Ausbildungsplätzen, eine deutliche Zunahme gegenüber den Vorjahren“, erklärt Gottfried Krainer, Leiter der Lehrlingsstelle in der WKO Steiermark. Zum Vergleich: Im August 2020 gab es 330 Lehrstellen mehr als Bewerber, 2019 zum selben Zeitpunkt 177, wohingegen es vor zehn Jahren noch eine Lehrstellenlücke gab. „Egal, in welcher Branche und in welcher Region ich zurzeit Unternehmerinnen und Unternehmer treffe, der Arbeits- und Fachkräftemangel ist quer durchs Land ein großes Thema“, betont Herk. 

Fachkräftemangel bleibt akut

Das bestätigt auch das aktuelle Wirtschaftsbarometer der WKO Steiermark, demnach sehen rund 82 Prozent der weiß-grünen Wirtschaftstreibenden die Suche und das Finden von ausreichend qualifiziertem Personal als eine ihrer unternehmerischen Hauptsorgen. „Hier droht ein echter Flaschenhals für jeden künftigen Aufschwung, darum ist die Ausbildung im eigenen Betrieb auch so wichtig“, mahnt Herk. Für die WKO habe dieses Thema absolute Priorität, denn die demographische Entwicklung im Land drohe die Situation weiter zu verschärfen.  

Präsentieren die aktuelle Lehrlingsbilanz: WKO Steiermark Präsident Josef Herk (r.) und Gottfried Krainer, Leiter der Lehrlings- und Meisterprüfungsstelle in der WKO.
© Foto Fischer Präsentieren die aktuelle Lehrlingsbilanz: WKO Steiermark Präsident Josef Herk (r.) und Gottfried Krainer, Leiter der Lehrlings- und Meisterprüfungsstelle in der WKO.

Nur mehr halb so viele Jugendliche

Die Zahl der 15-Jährigen ist im Steirerland innerhalb von 40 Jahren von 22.413 auf 11.250 gesunken.

Ein Hauptgrund für den Arbeits- und Fachkräftemangel ist die demographische Entwicklung. „Durch sie drängen heute nur mehr halb so viele Jugendliche auf den Arbeitsmarkt wie in den 70er Jahren“, weiß Gottfried Krainer, Leiter der Lehrlingsstelle in der WKO. Denn 1979 lag die Zahl der 15-Jährigen noch bei 22.413, aktuell zählt man in der Steiermark nur mehr 11.250 Jugendliche in diesem Jahrgang. „Wenn jetzt also die geburtenstarken Jahrgänge in Pension gehen, verlieren wir am Arbeitsmarkt jedes Jahr das Potential einer Stadt wie Weiz“, warnt WKO-Steiermark-Präsident Josef Herk. Darum komme der Lehrausbildung ein besonders hoher Stellenwert zu. 

Umso wichtiger sei es, neue Zielgruppen für die Lehre zu finden und attraktive Rahmenbedingungen zu bieten, speziell was das Modell Lehre für Erwachsene, aber auch für Maturanten betrifft. Darüber hinaus sei laut Herk ein neues Bewusstsein für technische Berufe notwendig. Weiters müsse die Berufsorientierung auch in Zeiten von Corona forciert werden, „diese darf nicht länger unter der Pandemie leiden“, so der Präsident. Dazu braucht es auch eine Rückkehr zur Leistungsmentalität im kommenden Schuljahr. „Die Statistik für das Jahr 2020 zeigt, dass das Minus bei Lehranfängern besonders groß unter der Gruppe von Wechslern aus weiterführenden Schulen war. Diese machten 63,6 Prozent des Rückgangs aus“, weiß Krainer.


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