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Kontrollpflicht sorgt für Unsicherheiten bei den Händlern

Seit 11. Jänner wird im Handel der 2G-Nachweis überprüft. Die Folge: Erhöhte Personalkosten und verschiedenste Kontrollmethoden.

Ausgenommen von dieser neuen Regelung sind nach wie vor Läden des täglichen Bedarfs, darunter Lebensmittelhändler, Drogerien oder Apotheken.
© Adobe Stock/Andrey Popov Ausgenommen von dieser neuen Regelung sind nach wie vor Läden des täglichen Bedarfs, darunter Lebensmittelhändler, Drogerien oder Apotheken.

Von stichprobenartigen Überprüfungen zur verpflichtenden Kontrolle: Seit 11. Jänner 2022 gelten strenge Vorschriften für Handel und Kunden. Wer nun einkaufen will, muss erst ein gültiges Impfzertifikat oder einen Genesungsbescheid vorweisen können. 

So weit die Theorie. In der Praxis stellt die Kontrollpflicht die Händler allerdings vor einige Herausforderungen: „Die Verpflichtung des Handels, den 2G-Status seiner Kunden zu überprüfen, bedeutet eine enorme Bürde, die sich in erhöhten Personalkosten niederschlagen wird“, betont Spartenobmann Gerhard Wohlmuth. Dieser Mehraufwand müsse entsprechend abgegolten werden, so sein Wunsch. „Vor allem deshalb, weil sich die Handelsbetriebe flexibel zeigen und auch diese Maßnahme mittragen werden, damit ein weiterer Lockdown jedenfalls vermieden wird“, so Wohlmuth. Ausgenommen von dieser neuen Regelung sind nach wie vor Läden des täglichen Bedarfs, darunter Lebensmittelhändler, Drogerien oder Apotheken.

Verschiedenste Kontrollmethoden

Wie die 2G-Kontrolle allerdings von den einzelnen Händlern abgewickelt werden soll, wurde nicht klar definiert. Laut Verordnung muss die Überprüfung jedoch „spätestens beim Erwerb der Ware“ erfolgen. Aus diesem Grund haben sich Händler in ganz Österreich verschiedenste Systeme einfallen lassen, wie der 2G-Nachweis so effizient wie möglich kontrolliert werden kann: Während die einen auf Tagesstempel oder Bänder setzen, führen andere lieber gleich am Eingang den sogenannten „GreenCheck“ durch. Ein Rundruf bei steirischen Händlern hat uns gezeigt, wie unterschiedlich die einzelnen Überprüfungen derzeit ablaufen (siehe unten). 

Abgesehen davon fordert Rainer Trefelik, Obmann der Bundessparte Handel in der Wirtschaftskammer Österreich, außerdem eine klare Abgrenzung der Zuständigkeiten: „Es muss klar definiert werden, was Aufgabe des Handels ist und was in den Aufgabenbereich der Polizei fällt. Zum Beispiel ist es den Mitarbeitern im Handel nicht zumutbar, sämtliche Fälschungen von Impfzertifikaten und Genesungsbescheinigungen zu erkennen und zu prüfen.“ Eine Bändchenlösung  nach deutschem Vorbild würde den Kontrollaufwand beispielsweise im Rahmen halten, sind sich Wohlmuth und Trefelik einig.

Edith Münzer, Murpark:  „Wir bieten 2G-Servicepoints an, die mittels einmaliger und freiwilliger 2G-Kontrolle den Zugang zu allen Shops ermöglichen. Bei einem gültigen 2G-Nachweis erhalten Besucher einen Stempel auf den Handrücken.“

Christian Trampus, LCS: „Im Leoben City Shopping können sich Besucher entweder einen Stempel bei der Center-Verwaltung abholen oder alternativ ihren entsprechenden 2G-Nachweis beim Eintritt in die jeweiligen Geschäfte vorzeigen.“

Maria Prims, ELI Liezen: „Sowohl unsere Besucher als auch die Shopbetreiber im ELI Liezen sind sehr zufrieden mit dem Stempelsystem. Alternativ können Kunden auch direkt vor den jeweiligen Shops ihren 2G-Nachweis vorzeigen.“

Christian Guzy, Shopping City Seiersberg: „Wir haben uns im Einkaufszentrum dazu entschieden, vier 2G-Servicepoints anzubieten. Das bedeutet, das Kunden nur einmal einen Nachweis erbringen müssen und dann alle 180 Shops unbeschwert erleben können.“


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