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Konjunkturprognose: Zeichen stehen auf Aufschwung

IV-Chefökonom Christian Helmenstein skizzierte beim 31. Raiffeisen Konjunkturgespräch, wie ein Comeback der steirischen Wirtschaft nach der Corona-Krise gelingen kann. Insbesondere die Bereiche Automotive und die Chemische Industrie treiben den Aufschwung voran, während der Dienstleistungssektor noch nachhinkt.

Martin Schaller, Max Hagenbuchner und Christian Helmenstein
© Peter Riedler RLB-Generaldirektor Martin Schaller mit Business-Speaker Max Hagenbuchner und IV-Chefökonom Christian Helmenstein (v.l.)

Unter dem Motto "Zurück in die Zukunft" stand kürzlich die 31. Auflage des Konjunkturgesprächs von Raiffeisen Steiermark, das nicht gewohnt mit Spitzenvertretern aus Wirtschaft und Politik, sondern coronabedingt virtuell mit rund 500 Teilnehmern über die Bühne ging. Inhaltlich aber gab die Expertise von IV-Chefökonom Christian Helmenstein aber nach Wochen und Monaten des Lockdowns wieder Anlass zu Zuversicht: Die Zeichen stünden auf Aufschwung, so seine Prognose, besonders kräftig sei die Erholung in den Bereichen Automotive und in der Chemischen Industrie.

Allerdings macht Helmenstein eine Zweiteilung bei der konjunkturellen Entwicklung aus: Während der konjunkturelle Aufschwung maßgeblich von der Industrie getragen werde, hinke der Dienstleistungssektor hingegen hinten nach. Laut dem Ökonomen konnte zwar die zwischen den Sektoren klaffende Lücke in Österreich im Februar spürbar verringert werden, jedoch sei mit jedem weiteren Lockdown eine weitere Dynamisierung der Schere zwischen Industrie und Dienstleistung zu erwarten. "Für die heimische wie auch die europäische Industrie gilt der Befund, dass das Comeback gelungen ist und das Prä-Covid-19-Niveau wieder erreicht werden konnte", bilanzierte Helmenstein.

Autobranche als konjunkturelles Zugpferd

Gerade der Aufschwung in der Autobranche sei für die Steiermark nun besonders relevant, da die grüne Mark zu Beginn der Pandemie aufgrund der Kombination von massiven Exporteinbrüchen und einem Totalausfall ausländischer Gäste überdurchschnittlich stark betroffen gewesen sei. "Der sich nun abzeichnende Rebound ist vor allem den positiven Effekten der Investitionsprämie auf den Maschinen- und Anlagenbau zurückzuführen sowie auf die stabilisierenden Effekten in der Automobilbranche", sagte der Experte.

Nach der tiefsten Rezession seit dem Zweiten Weltkrieg stehe Österreich weltweit auf Platz 27, was die wirtschaftliche Leistungsfähigkeit betrifft. Freilich gelte es, "einen enormen Wohlstand zu verteidigen." Wie man die enormen Kosten der Pandemie – in Summe 50 Milliarden Euro – refinanzieren kann? "In einem Hochsteuerland wie Österreich sind Steuererhöhungen nicht zielführend", sagte Helmenstein. Stattdessen plädierte er für einen Gebührenstopp bei KV-Verhandlungen und einen nachhaltigen Bürokratieabbau. 

Wirtschaft weiter ankurbeln

Hausherr und RLB-Generaldirektor Martin Schaller betonte die Drehscheibenfunktion, die der Raiffeisen Landesbank in der Corona-Krise mit den staatlichen Hilfsprogrammen zugekommen sei. Man habe die Kunden mit Liquiditätshilfen von 800 Millionen Euro unterstützt. Um die heimische Wirtschaft nach der Krise wieder anzukurbeln, wurden Zukunftsprojekte auf Schiene gebracht. So sei etwa ein Fokus auf exportorientierte Unternehmen gelegt worden, da diese "doppelt so schnell wachsen wie das BIP", so Schaller: "Wir wollen heimische Unternehmen ermutigen, den Schritt ins Auslandgeschäft zu wagen."

Feedback auf Augenhöhe

Schließlich zeichnete der gefragte Business-Speaker Max Hagenbuchner noch ein Bild der "Generation Z". Der 23-Jährige plädierte dafür, dass Unternehmen jungen Arbeitskräften möglichst auf Augenhöhe begegnen sollen. "Kommunizieren Sie schnell, möglichst direkt und digital mit jungen Nachwuchskräften. Oft sei ein Weiterbildungsangebot ein stärkerer Grund als "eine Gehaltserhöhung oder ein Dienstauto", um im Unternehmen zu bleiben.

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