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Körpernahen Dienstleistern brechen mit 2G die Umsätze weg

Ob Friseure, Masseure oder Fußpfleger: Die Corona-Regeln lassen das Geschäft um bis zu 50 Prozent einbrechen. Sparte fordert rasche staatliche Hilfen.

beim Friseur
© Adobe Stock Die steirischen Friseure beklagen Umsatzeinbrüche bis zu 40 Prozent.

Rund zwei Wochen nach der Einführung der 2G-Regel ziehen Branchenvertreter der körpernahnen Dienstleister eine erste – bittere – Zwischenbilanz: Seitdem nur Geimpfte und Genesene Zutritt zu Friseur, Masseur und Fußpfleger haben, sind die Umsätze massiv eingebrochen, berichtet Hermann Talowski: „Je nach Impfrate gibt es regionale Unterschiede, die Einbußen bewegen sich zwischen zehn und 50 Prozent des regulären Umsatzes.“  Ähnliches berichtet auch Doris Schneider, Innungsmeisterin der Friseure, aus ihrer Branche: „Die Branche ist fertig. Uns fehlen bis zu 40 Prozent beim Umsatz.“ Zusätzlich zu den Ungeimpften würde jetzt auch noch das Geschäft leiden,  weil Veranstaltungen wie Bälle und Weihnachtsfeiern wieder in großem Stil gestrichen werden. 

Forderung nach rascher Unterstützung für die Betriebe 

Die Branchenvertreter fordern rasche staatliche Unterstützung für die Betriebe aus dem Gewerbe und Handwerk, „sonst werden es viele nicht schaffen“, so Schneider. Konkret plädiert Talowski für die Wiedereinführung der Kurzarbeit nach dem Modell 90:10 sowie einen Umsatzersatz im Ausmaß von 80 Prozent, der sich am Jahr 2019 orientiert. „Bei späterer Gründung braucht es individuelle Lösungen“, setzt er nach. Für Unverständnis sorgt auch, dass die Mehrwertsteuerreduktion für Gastro und Hotels nicht auch für körpernahe Dienstleister gilt. „Hier muss dringend nachgebessert werden.“ Die Ungleichbehandlung wird jetzt auch verfassungsrechtlich überprüft.

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