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Klimakonferenz in Glasgow: Sind wir noch zu retten?

Das Erreichen des 1,5-Grad-Zieles stand im Zentrum der COP 26. Ob dort die richtigen Impulse gesetzt wurden, wird sich allerdings erst zeigen.

Sitzungssaal COP-26-Konferenz in Glasgow
© Xinhua, picturedesk.com Die COP 26 hat die Grenzen der Politik aufgezeigt.

„Blablabla“ oder wichtiger Schritt für die Zukunft der Menschheit – die 26. Klimakonferenz in Glasgow (COP 26) scheidet die Geister. Immerhin ging es um nichts Geringeres, als Wege zu finden, um das 2015 im Pariser Klimaschutzabkommen festgelegte Ziel zu erreichen, die Erderwärmung auf 1,5 °C zu begrenzen. Denn machen wir so weiter wie bisher, so steht der Welt eine Erwärmung um 2,7 Grad ins Haus. Werden die Vereinbarungen umgesetzt, so steht man noch immer bei 2,4 Grad – so die Prognosen. Wie geht es nun weiter? Jürgen Streitner, Leiter der Abteilung für Umwelt- und Klimapolitik der WKÖ, sieht im Ergebnis durchaus Positives: „Erfreulicherweise konnte man einige wichtige Eckpfeiler einschlagen. So gibt es Fortschritte bei der Etablierung internationaler Marktmechanismen und beim Ausstieg aus der Verbrennung von Kohle.“ Neben der EU hätten auch andere wichtige Wirtschaftsräume Zugeständnisse gemacht. Den Ankündigungen müssten nun aber Taten folgen. Die Wirtschaft stehe jedenfalls hinter den Zielen des Pariser Abkommens und sie ist Ermöglicher der Transformation hin zur Klimaneutralität. 

Unternehmen handeln schneller als die Politik

Auch Stefan Schleicher, Professor am Wegener Center für Klima und globalen Wandel der Universität Graz, sieht in innovativen Unternehmen einen wichtigen Schlüssel: „Die Konferenz war insofern eine Weichenstellung, als wir akzeptieren müssen, dass auf politischer Ebene nicht die notwendigen Impulse für die umfangreichen Innovationen kommen werden.“ Unabhängig davon gebe es aber zahlreiche Möglichkeiten, Dinge besser zu machen, die sich dann indirekt positiv auf das Klima auswirken würden. Etwa die Pariser Idee der „15-Minuten-Stadt“: Von jedem Ort aus soll man innerhalb von 15 Minuten alles erreichen können, was man im Alltag braucht – lange Autofahrten werden obsolet. Wichtige Angelpunkte für Innovationen seien Mobilität, Gebäude und die Arbeitsorganisation. Weitsichtige Unternehmen spielen dabei eine wichtige Rolle. „Corona hat uns eine Lektion gelehrt: Tägliches, weites Pendeln in den Zentralraum ist dank moderner Kommunikationsmittel nicht mehr notwendig“, so Schleicher. Mehr Flexibilität in Bezug auf die persönliche Anwesenheit an der Betriebsstätte geht sehr oft mit gesteigerter Produktivität einher, andererseits ist es auch eine Chance für die Belebung der Peripherie, und nicht zuletzt hat es positive Auswirkungen auf die Umwelt. „Motivation für Länder wie Österreich und die heimischen Firmen sollte es nun sein, die Wirtschaft im eigenen Interesse zu verbessern und Leuchtturmprojekte vorzulegen, die als globalisierungsfähige Beispiele in ärmeren Ländern dienen können“, so Schleicher. „Das Innovationspotenzial ist jedenfalls enorm.“

Von Petra Mravlak

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