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Vom Kleinstbetrieb zum Großkonzern

Als kleine Schlosserei vor 100 Jahren gegründet, hat sich Anton Paar zum Weltkonzern entwickelt. Im Jubiläumsjahr wird kräftig investiert.

Headquarter Anton Paar Graz Luftaufnahme
© Anton Paar In der kleinen Schlosserei von Anton Paar begann die Erfolgsgeschichte. Heute umfasst der Konzern über 3.600 Mitarbeiter.

Was haben Bier, Motoröle, Gummibären und Nagellack gemeinsam? Sie alle werden mit hochpräzisen Messgeräten einer genauen Analyse unterzogen, um etwa Zucker- und Alkoholgehalt oder die Schmierfähigkeit zu prüfen. Weltmarktführer auf dem Gebiet der Dichte- und Konzentrationsmessung, der Rheometrie und der CO2-Messung ist das Grazer Vorzeigeunternehmen Anton Paar, das heuer sein 100-jähriges Jubiläum feiert. Es ist die Kombination aus Hightech-Lösungen und ursprünglichem Handwerk, die das Unternehmen zu einem globalen Player im Bereich der Messtechnik gemacht hat. Grund genug, einen Blick in ein Jahrhundert Firmenhistorie zu werfen.

Tochter Gretl war die erste Schlossermeisterin in der Steiermark

Der Grundstein für die Erfolgsgeschichte wurde am 4. Jänner 1922 in der Grazer Heinrichstraße gelegt, als Anton Paar eine kleine Schlosserei gründete. Seine Tochter Gretl, damals die erste Schlossermeisterin in der Steiermark, übernahm das Ruder, als sich der Vater zurückzog. Ihre Affinität zu Feinmechanik bildete die Basis für zahlreiche Erfindungen. Später dann fokussierte das Unternehmen zunehmend auf Mess- und Analysetechnik. Softdrinkproduzenten und Pharmaunternehmen greifen heute genauso auf das Know-how von Anton Paar zurück wie etwa Schokolade- und Handydisplayhersteller. 

Anton und Gretl Paar
© Anton Paar Anton Paar mit Tochter Gretl

470,9 Millionen Euro Umsatz und mehr als 3.600 Mitarbeiter

1963 übernahm Schwiegersohn Ulrich Santner die Geschäftsführung – und legte das Fundament für die spätere Expansion. Geschickt forcierte er den Technologietransfer aus der Forschung in die Industrie. Als ihm 1997 dessen Schwiegersohn  Friedrich Santner – bis heute CEO der Anton Paar GmbH – nachfolgte, wurde ein dichtes Vertriebsnetz gesponnen. Vor zwei Jahren stiegen auch Santners Söhne Jakob und Dominik in die Geschäftsleitung ein – somit die fünfte Generation des familiär geführten Konzerns. 

„Einsatzbereitschaft und Zusammenhalt haben uns immer ausgezeichnet. So gehen wir zuversichtlich in das zweite Jahrhundert unserer Geschichte.“
Friedrich Samtner

In den letzten 25 Jahren ist das Unternehmen enorm gewachsen: Mittlerweile zählt Anton Paar 45 Schwester- und Tochterunternehmen sowie 50 Vertriebspartner und ist in 110 Ländern der Welt operativ tätig.  Das Unternehmen erwirtschaftete 2021 einen Umsatz von 470,9 Millionen Euro, weltweit zählt man heute über 3.600 Mitarbeiter. Forschung und Entwicklung spielen nach wie vor eine zentrale Rolle: So wurde in den letzten Jahren ein Fünftel des Umsatzes der Anton Paar GmbH in F&E reinvestiert.

Blick in die Fertigung bei Anton Paar
© Anton Paar Einblick in die Fertigung bei Anton Paar: Das Unternehmen ist Weltmarktführer bei der Dichtemessung.

In Graz entsteht neues Technologiezentrum

Auf das rasante Wachstum reagiert man in Graz mit einer Großinves-tition: 60 Millionen Euro sollen in das neue Technologiezentrum fließen, das Platz für sämtliche Produktbereiche und die zentrale Entwicklung bieten soll. „Mit unserem neuen Technologiezentrum schaffen wir Platz für bis zu 1.000 zusätzliche Arbeitsplätze“, sagt Dominik Santner. Geplanter Baubeginn ist im April, Ende nächsten Jahres soll das Zentrum fertiggestellt sein. 

Auch eine Ausstellung im Graz Museum widmet sich derzeit dem weiß-grünen Vorzeigeunternehmen. Noch bis 3. Juli gibt die multimediale Schau „Exakt! Anton Paar vermisst die Welt“ Einblicke in Unternehmensphilosophie, Ideen und Technologien


Tipp!

Mehr Infos zum Unternehmen auf www.anton-paar.com


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