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Kleiner Lichtpunkt im Kabelbusiness

Pengg Kabel ist Österreichs einziger Glasfaserkabelhersteller. Der 133-Mann-Betrieb stellt sich der Übermacht Chinas entgegen.

Das Business mit Glasfaserkabeln ist hart, europaweit ist es nur eine Handvoll, die diese „Lebensadern“ herstellen, und besonders die Konkurrenz aus Asien ist enorm. Doch es gibt im Mürztal ein „kleines gallisches Dorf“, das den internationalen Playern erfolgreich die Stirn bietet. Pengg Kabel produziert hier als einziger Hersteller Österreichs Glasfaserkabel. 

„800.000 Faserkilometer verarbeiten wir pro Jahr“, erzählt Pengg-Kabel-Sprecher Max Roth­wangl. Namhafte Kunden sind neben A1 und ÖBB europaweit zu finden: „Wir sind Partner für mittelgroße Telekommunikationsunternehmen, Netzwerkinstallateure und Eisenbahninfrastrukturunternehmen.“ 32,7 Millionen Euro wurden im Geschäftsjahr 2014/15 vom 133-Mann-Betrieb umgesetzt, wobei die Glasfaserkabel 30 Prozent ausmachen. Die stärkste Gruppe sind mit über 60 Prozent nach wie vor Kupferkabel. Wenngleich gerade das Business mit den Glasfaserkabeln jenes sei, wo Wachstum noch möglich ist, betont er und nennt als Treiber die Breitbandoffensive. 

Preisdruck aus Fernost

Doch um hier international mitmischen zu können, benötigt man Durchhaltevermögen. „China setzt den Markt enorm unter Druck“, erklärt Rothwangl. So ist das Reich der Mitte nicht nur der weltweit größte Abnehmer dieser Fasern – 50 Prozent der Weltproduktion werden hier benötigt –, die in Fernost produzierten Glasfaserkabel werden danach auch in Europa zu Dumpingpreisen angeboten, um sich Marktanteile zu sichern. „Das geht bereits so weit, dass der Preis für chinesische Kabel in Europa unter jenem in Asien selbst liegt“, erzählt Rothwangl, „ebenso forciert China Niederlassungen in Europa, um die Tore für den Produkttransfer geöffnet zu halten.“ 

Der Druck aus Fernost, verbunden mit hohen Auflagen und Abgaben für Betriebe hierzulande, erschwere das Business, betont Rothwangl: „Brüssel ist gefordert, was zu tun.“ Aber auch die heimische Politik: „Innerhalb der EU gibt es attraktivere Länder für Unternehmen.“ Bester Beweis dafür sei Pengg-Kabel-Mutter Wilms: „Das ist ein internationaler Millionenkonzern, aber selbst der hat kein Interesse an Invests in der Steiermark.“ 


Weitere Infos: www.penggkabel.at


Von Veronika Pranger (Steirische Wirtschaft), 

erschienen in der Steirischen Wirtschaft

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