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Kfz-Technikerin zur "Meisterin des Jahres" gekürt

596 Meister- und Befähigungsprüfungen wurden im Vorjahr erfolgreich abgelegt. Ein Beweis für den hohen Stellenwert von Qualifikation und Weiterbildung, so der Tenor bei der Meisterbriefverleihung im Grazer Stefaniensaal. Als "Meisterin des Jahres" wurde die Feldbacher Kfz-Technikerin Stella Ochabauer ausgezeichnet.

Meisterbriefverleihung
© Foto Fischer LH Christopher Drexler, LR Barbara Eibinger-Miedl sowie Spartenobmann Hermann Talowski (v.r.) und WKO-Präsident Josef Herk (l.) gratulieren Stella Ochabauer zur „Meisterin des Jahres“.

Die Bereitschaft zur Top-Qualifizierung ist bei den Steirerinnen und Steirern ungebrochen hoch: Davon zeugen 596 Meister- und Befähigungsprüfungen, die im Jahr 2022 erfolgreich abgelegt wurden. 253 Meisterinnen und Meister (201 Männer und 52 Frauen) konnten ihre Meisterurkunden im Rahmen der feierlichen Meisterbriefverleihung am 19. Jänner im Grazer Stefaniensaal entgegennehmen. Dazu kommen noch 343 Absolventinnen und Absolventen von Befähigungsprüfungen (226 Männer, 117 Frauen). Für WKO-Steiermark-Präsident Josef Herk sind die Zahlen erneut ein Beweis für die Attraktivität des Meistertitels: „Wer wettbewerbsfähig sein und bleiben will, braucht Qualifikation! Jeder Meister und jede Meisterin ist ein ausgewiesener Experte auf seinem Fachgebiet. Das sichert auch die Qualität unserer Betriebe und – was ganz besonders wichtig ist – die Qualität unserer Nachwuchsausbildung. Nur so fließen meisterliches Wissen und Know-how in die Lehre ein.“

Meisterliches Handwerk

Die traditionelle „Meistersparte“ ist das steirische Gewerbe und Handwerk. Dort wird der Großteil aller Meister- und Befähigungsprüfungen absolviert. Im vergangenen Jahr waren dies 253 Meisterprüfungen und 134 Befähigungsprüfungen in insgesamt 36 Berufen. An der Spitze liegen – ebenso traditionell – die Meisterprüfungen bei den Kfz-Technikern (46), gefolgt von den Metalltechnikern (30) und den Tischlern (24). Bei den Befähigungsprüfungen sind die Elektrotechniker (44) Spitzenreiter, danach folgen die Baumeister (21). „Eine Meister- oder Befähigungsprüfung ist ein sichtbarer Qualitätsnachweis für die Unternehmen und damit ein Wettbewerbsvorteil. Die Konsumentinnen und Konsumenten wiederum können sich darauf verlassen, dass sie Arbeit auf Top-Level bekommen. Und mittlerweile stehen Meister und Bachelor auch auf derselben Stufe im Nationalen Qualifikationsrahmen", so Hermann Talowski, Obmann der Sparte Gewerbe und Handwerk.

Viel Publikum bei der Meisterbriefverleihung
© Foto Fischer Volles Haus bei der Meisterbriefverleihung im Grazer Stefaniensaal.

Was motiviert junge Menschen vor der Meisterprüfung?

Wer sich dazu entscheidet, eine Meister- oder Befähigungsprüfung zu absolvieren, der tut dies aus ganz bestimmten Gründen. Für die Steiermark liegen dazu aktuelle Zahlen aus einer Absolventenbefragung vor. Demzufolge ist bei den Steirerinnen und Steirern das meistgenannte Motiv die Steigerung der fachlichen Kompetenz (trifft auf 69 % stark zu, auf 24 % eher zu), gefolgt von der Aussicht auf eine bessere Position am Arbeitsmarkt (trifft auf 50 % stark zu, auf 27 % eher zu) bzw. einer besseren Position im eigenen Unternehmen (trifft auf 36 % stark zu, auf 20 % eher zu). Auch die Gründung eines eigenen Unternehmens ist für viele zentral: Auf über 40 % trifft das stark zu und auf knapp 20 % eher zu. Weitere Motive sind die Absicherung der Position im eigenen Unternehmen (trifft auf 27 % stark zu, auf 19 % eher zu), das Sichtbarmachen der Qualifikation durch das Gütesiegel „Staatlich geprüft“ (trifft auf 20 % stark zu, auf 25 % eher zu) sowie der Erwerb eines dem Bachelor gleichgestellten Abschlusses (trifft auf 16 % stark zu, 14 % eher zu).

Was sich nach der Meisterprüfung verändert

Aus den Zahlen geht auch hervor, wie sich die Absolvierung einer Meisterprüfung tatsächlich auswirkt. 14 % der Absolventinnen und Absolventen waren vor der Meisterprüfung selbstständig, danach waren es 34 %. 13 % hatten vorher eine Leitungsfunktion inne, danach waren es 31 %. Der Trend zur Selbstständigkeit ist bei den Befähigungsprüfungen sogar noch stärker: Vor der absolvierten Prüfung waren 24 % selbstständig, danach 56 %. Fasst man die Meister- und Befähigungsprüfungen zusammen, so waren 19 % vor der Absolvierung der Meister- oder Befähigungsprüfung selbstständig, danach waren es 44 %. Das Durchschnittsalter der Absolventen liegt bei über 30 Jahren, das bedeutet: Wer eine Meister- oder Befähigungsprüfung absolviert, verfügt bereits über viel Berufserfahrung, bevor die höchste Stufe der fachlichen Qualifikation anvisiert wird.

LH Drexler überreicht einer jungen Frau den Meisterbrief.
© Foto Fischer Sichtlich stolz nahmen die Absolventinnen und Absolventen ihre Meisterbriefe entgegen.

Mit Publikumsvoting zum "Meister des Jahres"

Am Abend der Meisterbriefverleihung, die nach zwei Jahren Corona-Pause am 19. Jänner wieder im Grazer Stefaniensaal mit Landeshauptmann Christopher Drexler und Landesrätin Barbara Eibinger-Miedl über die Bühne gegangen ist, wurde auch der Titel „Meister:in des Jahres“ vergeben. Die Wahl erfolgte, wie bei der letzten Verleihung, durch alle im Saal anwesenden Gäste, die sich via Online-Abstimmung für einen von drei Kandidatinnen und Kandidaten entscheiden konnten. Die Vorauswahl erfolgte durch eine Jury, bestehend aus Experten der Meisterprüfungsstelle und der Sparte Gewerbe und Handwerk. Die Wahl des Publikums fiel auf Stella Ochabauer. Die Feldbacher Kfz-Technikerin ist bei Autohaus Fink beschäftigt und in ihrer Freizeit nicht nur passionierte Bergrallye-Fahrerin mit eigenem Racing-Team, sondern auch Staatsmeisterin im Automobilslalom. Wie es ihr erging, als sie als Meisterin des Jahres aufgerufen wurde? „Ein Wahnsinn, das kann man gar nicht beschreiben, so was muss man einfach selbst erleben“, strahlt Ochabauer.

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