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Heiße Keramik macht den Brennkessel sparsam

Mit Hochtemperatur- Keramikeinbauten für industrielle Heizkessel reduziert „gridlab“ aus Graz den Brennstoffverbrauch um fünf bis 15 Prozent.

Keramik in Brennstoffkessel
© gridlab Die Keramik-Innovation aus Graz schont Heizkessel und sorgt für Brennstoffreduktion.

Wer sich nicht nur zu Halloween fürchten will, der wirft einen Blick auf die Gasrechnung – innerhalb weniger Monate hat sich hier der Preis verfünffacht. Das hat Auswirkungen auf sämtliche Bereiche der Wirtschaft. Nach Möglichkeiten des Energiesparens wird darum händeringend gesucht – das merkt man auch in der Grazer Ideenschmiede „grid­lab“. Denn die aktuellste Entwicklung des Verfahrenstechnik-, Prozess- und Strömungsoptimierungsspezialisten sorgt für Brennstoff­einsparungen von fünf bis 15 Prozent. Möglich machen das einfach nachträglich in Brennkessel einzubauende Hochtemperaturkeramiken.  

Heiz- und Dampfanlagen von bis zu zehn Megawatt seien in industriellen bzw. gewerblichen Betrieben wie auch in öffentlichen Gebäuden oder Hotels zur Bereitstellung thermischer Energie üblicherweise installiert, erklärt Geschäftsführer Hermann Maier, die zum Patent angemeldete Lösung sei aber auch für Industriekessel bis 40 Megawatt geeignet. „Diese großen Anlagen stehen etwa bei den Fernwärmeanbietern selbst. Und jetzt, wo die Gaspreise hochschnellen, ist unsere Lösung zur Effizienzsteigerung auch hier gefragt. In Kalwang haben wir rechtzeitig zur Heizsaison unsere Mischereinbauten installiert“, berichtet Maier und verweist auf einen weiteren, essentiellen Punkt: „Dank der Keramiken wird die Wärme genau dorthin geleitet, wo sie auch benötigt wird. Das erhöht nicht nur die Wirkungskraft des Systems und reduziert den Brennstoffverbrauch, sondern schont auch die Anlage“, unterstreicht Maier. Oder anders gesagt: Es wird gleich doppelt gespart – beim Brennstoff selbst und auch bei der Instandhaltung der Anlage. Diese Vorteile haben bereits zahlreiche Betriebe für sich erkannt, darunter Takeda, Gorenje oder Austria Email. 

„Wir können zwar die Energiepreise nicht ändern, aber mit unseren Mischereinbauten können fünf bis 15 Prozent an Brennstoffverbrauch eingespart werden.“
Hermann Maier, GF gridlab GmbH

Versorgungssicherheit

„Die Nachrüstung bestehender Anlagen macht Sinn, schließlich kommen bis dato Biomasse- oder Solartechnik schon alleine, wenn es um den wichtigen Faktor Versorgungssicherheit bzw. Speicherreserven geht, nicht mit“, erklärt Maier weiter. Er geht deshalb davon aus, dass die Heizkessel nicht „verschwinden“ werden, sondern in Zukunft mit erneuerbaren Brennstoffen wie Wasserstoff oder synthetischen Alternativen betrieben werden, und das sei für die Keramiken kein Problem.

Aber auch die Kernkompetenz der Grazer, die Strömungsoptimierung, ist gefragt. Projekte in der EU oder China wurden bereits durchgeführt – aktuell freut man sich über den ersten Auftrag in Australien. Dort wird die Belüftung eines Großzelts optimiert. Maier: „Wir sprechen hier von einer Grundfläche von sechs Hektar.“


Quergefragt:

Wie schnell kann „optimiert“ werden?

Der Einbau kann sehr kurzfristig erfolgen.

Seit wann ist Keramik ein Thema bei gridlab?

2015 wurde das Projekt zur Optimierung von 3-Zug-Kesseln und Hochtemperaturkeramik gestartet, 2020 erfolgte der Fokus auf Industriekessel.

Was ist Ihr thematischer Background?

Meine Dissertation an der TU Graz habe ich im Bereich Umwelttechnik gemacht.



Alle weiteren Informationen zum Unternehmen auf https://gridlab.at


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