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Jugendschutz: Sprit nur vom Zapfhahn

Für den Alkoholnachschub an der Tankstelle muss ein Ausweis her. Unter 18 Jahren gibt es keinen „Sprit“ an der Theke.

Die Tankstellenbetreiber machen sich mit viel Einsatz für den Jugendschutz stark. Mit Erfolg, wie ihnen die aktuellen Zahlen der Testkäufer in der Steiermark bescheinigen: Lag die Verkaufsquote 2014 noch bei 55 Prozent, so ist sie 2015 um zwölf Prozent auf 43 Prozent gesunken. „Noch immer zu hoch“, quittiert Harald Pfleger, Fachgruppenobmann Garagen-, Tankstellen- und Serviceunternehmen, den Bericht. Er weiß, warum es trotz intensiver Schulungen der Verkaufsmannschaften noch immer passieren kann, dass Alkohol an Minderjährige abgegeben wird.  „Die Mitarbeiter scheuen davor zurück, scheinbar Erwachsene nach einem Ausweis zu fragen. Vor allem dann, wenn der Stau an der Kassa lang und die Gegenwehr der Betroffenen heftig ist, wenn diese als ,L 17‘-Fahrschüler sogar mit dem eigenen Fahrzeug zugefahren sind.“ In der Hektik haben Mitarbeiter auch oft das Problem, das Alter aus den Ausweisen mit den Geburtsjahren blitzschnell herausrechnen zu müssen.

Weder Alkohol noch Zigaretten

„Wir sind aber auf einem guten Weg und vor allem sehr konsequent“, zeigt sich Pfleger stolz: „So geben wir auch weder Alkohol noch Zigaretten an Jugendliche ab, die im Auftrag ihrer Eltern einkaufen möchten. Auch dann nicht, wenn diese sichtbar vor der Shop-Türe im Fahrzeug warten.“ Neben der moralischen Verpflichtung der Jugend gegenüber stehen auch hohe Strafen im Raum, so Pfleger: „Zwei Verstöße werden mit Ermahnungen pardoniert, dann hagelt es saftige Strafzettel.“

Es werden übrigens seit 2014 nicht nur Testkäufe mit sehr hochprozentigem Alkohol (Wodka oder Schnaps), sondern auch mit Alkopops bzw. Aperol durchgeführt. Nicht nur an Tankstellen, sondern flächendeckend in der gesamten steirischen Gastlichkeit.


Erschienen in der Steirischen Wirtschaft

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