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Jobmesse für Geflüchtete aus der Ukraine

Bei der Jobmesse „Your Job in Styria“ wurden erstmals rund 400 ukrainische Geflüchtete mit 25 steirischen Unternehmen in der WKO zusammengeführt. 

Links: WKO-Steiermark-Vize-Präsidentin Gabi Lechner und AMS-Chef Karl-Heinz Snobe freuten sich über den großen Andrang.
© Foto Fischer Links: WKO-Steiermark-Vize-Präsidentin Gabi Lechner und AMS-Chef Karl-Heinz Snobe freuten sich über den großen Andrang.

Das Interesse war groß: Bei der ersten Jobmesse für geflüchtete Ukrainerinnen und Ukrainer konnten WKO-Steiermark-Vizepräsidentin Gabi Lechner und AMS-Landesgeschäftsführer Karl-Heinz Snobe mehr als 400 Geflüchtete im Europasaal der WKO Steiermark begrüßen. Rund 25 steirische Betriebe – darunter Firmen wie die Knapp AG, XAL, Saubermacher, Merkur Versicherung, JUFA, Albin Sorger oder das Weingut Polz – stellten dabei ihre Betriebe und Jobangebote vor, um so ins direkte Gespräch mit potenziellen Mitarbeitern zu kommen. „Wir haben aktuell circa 15 offene Stellen und hoffen natürlich, ein paar davon besetzen zu können. Ob im IT-Bereich oder als Reinigungskraft – wir bieten viele verschiedene Jobs mit ganz unterschiedlichen Anforderungen“, erzählt XAL-Mitarbeiterin Nina Berdetska. Auch die Dr. Schilhan Gebäudeservice GmbH war mit einem Stand auf der Messe vertreten: „Wir bieten aktuell rund 50 Jobs an, vor allem im Hotel- und Reinigungsbereich. Wir hoffen natürlich, dass wir einige vielversprechende Gespräche führen können und eventuell sogar schon fixe Zusagen bekommen“, so Nikola Cerkezovic aus dem Marketingteam der Firma.

Schnell und Unbürokratisch

„Mit ,Your Job in Styria‘ wollen wir geflüchteten Menschen aus der Ukraine helfen, hier in unserem Land Fuß zu fassen. Arbeit ist dafür ein wesentlicher Faktor, nicht zuletzt auch als Voraussetzung für eine gelungene Integration, auch wenn sie nur temporär sein sollte“, betont Lechner. Damit dies auch so unbürokratisch wie möglich funktioniert, müssen Firmen lediglich eine Beschäftigungsbewilligung einreichen. „Sobald das Formular abgeschickt wurde, dauert es nur wenige Tage, bis die Bestätigung kommt. Außerdem fallen dabei keinerlei Kosten an“, betont Snobe. Nur eine Arbeitnehmerüberlassung ist nicht erlaubt. „Arbeiter aus Drittstaaten dürfen nicht bei Leasingfirmen anheuern. Sonst ist aber alles im rechtlichen Rahmen, egal ob auf geringfügiger oder auf Vollzeitbasis“, so Snobe. 

Bis dato konnten rund 370 Beschäftigungsbewilligungen erteilt werden, die Hälfte davon für Teilzeit-Jobs, weitere 770 sind bereits beim AMS vorgemerkt. „Die hohe Teilzeit-Quote rührt daher, dass rund 70 Prozent der Geflüchteten Frauen sind und mit Kindern nach Österreich gekommen sind“, so Snobe. Insgesamt haben bisher etwa 325 heimische Unternehmen mit rund 500 offenen Stellen gegenüber dem AMS ihre grundsätzliche Bereitschaft an einer Einstellung von vertriebenen Personen bekundet. „Als WKO unterstützen wir natürlich alle Betriebe mit umfangreichen Service- und Beratungsleistungen“, so Lechner.

Sprachbarrieren überwinden

Neben zahlreichen Institutionen, die zu Themen wie Arbeit, Bildung, Kinderbetreuung und Soziales informierten, wurden im Rahmen der Jobmesse auch viele Angebote zu Sprachkursen präsentiert. „Ich habe mich bereits für einen Deutschkurs angemeldet – es ist der einzige Weg, um einen guten Job zu finden“, erzählt Teriana Lizunova, die im April aus der Ukraine geflohen ist und zuvor als Hochschullehrerin tätig war. Auch Yevheniia Lasariia ist seit April in Graz und hofft nun, hier einen Job zu finden. Wählerisch ist sie dabei nicht. „Ich kann noch kein Deutsch und mein Englisch ist brüchig, deswegen hoffe ich auf einen Job als Küchenhilfe oder als Reinigungskraft“, so Lasariia, die in der Ukraine als Bank-Managerin gearbeitet hat.  

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