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Jetzt wird endlich wieder aufg’sperrt

Das lange Warten hat nun endlich ein Ende: Mit 15. Mai dürfen Gastronomiebetriebe wieder aufsperren und Gäste bewirten. 

Ab 15. Mai werden Gäste wieder in steirischen Gastronomiebetrieben mit Speis und Trank verwöhnt.
© stock.adobe_davit85 Ab 15. Mai werden Gäste wieder in steirischen Gastronomiebetrieben mit Speis und Trank verwöhnt.

Nach knapp zwei Monaten Stillstand und Bangen ist die Vofreude bei Mitarbeitern, Gästen und Chefs natürlich groß – doch die Angst vor Covid-19 und einer weiteren Infektionswelle sitzt bei einigen nach wie vor mit am Tisch. Wir haben elf steirische Gastronomen gefragt, wie sie mit der Krise in den vergangenen Wochen umgegangen sind und welche Maßnahmen sie getroffen haben, um Gästen künftig einen sicheren Aufenthalt in Restaurants, Bars oder Gasthöfen ermöglichen zu können:

Birgit Preschan, Ausflugsgasthaus Preschan: Die „High Season“ fällt heuer definitiv ins Wasser: „Ob Firmungen, Hochzeiten oder Sommerfeste – aufgrund der coronabedingten Auflagen mussten wir alle Veranstaltungen absagen“, so Birgit Preschan, Geschäftsführerin des gleichnamigen Ausflugsgasthauses in Voitsberg. Zu Beginn der Krise versorgte das Landgasthaus seine Gäste noch mit einem spontan eingerichteten Lieferservice, doch „das ist wirklich ein hart verdientes Brot“, so Preschan, die ab der dritten Woche des Lockdowns den Abholservice forcierte. „Unsere Gäste waren sehr dankbar dafür, dass sie nicht jeden Tag selbst kochen mussten“, so die Gastronomin. Trotz aller Schwierigkeiten freut sich das Team bereits auf die Wiedereröffnung. „Meine Mitarbeiter unterstützen mich, wo es nur geht. Wir machen das, was mir machen, sehr gerne“, so Preschan. 

Michaela und Andreas Muster sind bereit für einen Neustart.
© Karin Bergmann Michaela und Andreas Muster sind bereit für einen Neustart.

Michaela Muster, Landhaus Ratscher: „Die Gastronomie lebt davon, Erlebnisse zu verkaufen. Mit einem reinen Abhol- oder Lieferservice gelingt das nicht“, so Michaela Muster, die gemeinsam mit ihrem Mann Andreas das Ratscher Landhaus in Ratsch an der Weinstraße führt. „Wir hatten seit dem 20. Dezember 2019 gerade einmal neun Tage offen. Deshalb haben wir den Lieferservice eher als Werbeaktion gesehen, weil von einem Gewinn kann man da wirklich nicht sprechen“, so Muster. Wie sich die Situation ab dem 15. Mai entwickeln wird, ist unklar. „Wir hoffen einfach, dass die Bevölkerung wieder mehr Wertschätzung für unsere Branche aufbringt. Denn was wäre ein Ausflug ohne die Gastronomie?“, unterstreicht Muster. Damit dies gelingt, sorgt man im Betrieb nun dafür, dass sich Gäste während einem Besuch sicher fühlen können. Auch wenn die aktuelle Situation alles andere als leicht ist, kann Muster den neuen Auflagen auch etwas Positives abgewinnen: „Aufgrund der Reservierungsempfehlung wird die allgemeine Planbarkeit für uns leichter.“

Der Gasthof Donner nutzte soziale Netzwerke für Werbeaktionen.
© Donner Der Gasthof Donner nutzte soziale Netzwerke für Werbeaktionen.

Jasmin Donner, Gasthof Donner: „Natürlich hat auch uns die Krise schwer getroffen und wir mussten große Umsatzeinbußen hinnehmen. Trotzdem können wir sagen, dass nicht alles schlecht war – durch unsere Bewerbungen via Social Media haben wir einige neue Kunden dazugewonnen“, berichtet Jasmin Donner, die den Gasthof Donner in Fladnitz leitet.  Auch der Abhol- und Lieferservice wurde in den vergangenen Wochen stark in Anspruch genommen. „Bei uns am Land gibt‘s ja eigentlich keinen Lieferservice – das haben die Leute dann schon sehr genossen und auch ausgenutzt“, so Donner. „Auch wenn die Situation weiter angespannt bleibt, freuen sich Mitarbeiter und Gäste schon sehr auf den 15. Mai. Wir sind gut gerüstet und können den Gästen aufgrund der Betriebsgröße einen unbeschwerten Aufenthalt bei uns im Gasthof ermöglichen“, betont Donner. 

Judith und Gerald Schwarz wollen positiv in die Zukunft zu blicken.
© Katharina Jauk Judith und Gerald Schwarz wollen positiv in die Zukunft zu blicken.

Judith Schwarz, Aiola: „Auch wenn der Schock groß war, haben wir die vergangenen Wochen genutzt, um lang aufgeschobene Projekte zu realisieren und Pläne für die Zukunft zu schmieden“, berichten Judith und Gerald Schwarz, Geschäftsführer der Aiola-Gruppe. „Wir versuchen stets positiv zu bleiben, allerdings sind auch wir verunsichert und müssen abwarten, wie sich die nächsten Wochen entwickeln. Die Krise hat viele finanziell schwer getroffen, auch uns“, so Judith Schwarz. Die rund 250 Mitarbeiter, die nun zwei Monate in Kurzarbeit waren, können die Wiedereröffnung jedenfalls kaum erwarten. „Unsere Aufgabe ist es nun, den Gästen ein geschütztes Ambiente zu bieten, ohne dass große Veränderungen bemerkbar sind. Wir haben beispielsweise elektronische Speisekarten und eine eigene Aiola-App, um Gästen einen angenehmen und sicheren Aufenthalt gewährleisten zu können“, so Schwarz.

Maria Heuberger freut sich darauf, wieder Stammgäste zu bewirten.
© Locker&Legere Maria Heuberger freut sich darauf, wieder Stammgäste zu bewirten.

Maria Heuberger, Locker&Legere: „Das Virus hat eine finanzielle und wirtschaftliche Katastrophe verursacht. Ich rechne damit, dass wir heuer maximal ein Drittel unseres geplanten Umsatzes machen werden“, erzählt Maria Heuberger, die das Restaurant „Locker & Legere“ in St. Ruprecht an der Raab leitet. „Viele Gäste haben nach wie vor große Angst und werden wohl auch in nächster Zeit das Haus nicht verlassen. Andere Stammgäste wiederum haben uns erzählt, dass sie sich schon sehr auf einen Besuch freuen – die Bevölkerung ist zweigeteilt, was eine Einschätzung erschwert“, so Heuberger. Ein Bonus: die Terrasse. „Wir verlieren in Summe zwar ein paar Tische aufgrund der Hygiene-Auflagen, aber wir können zumindest Plätze im Freien anbieten“, so die Gastronomin. Auch das Frühstücksangebot wurde an die neue Realität angepasst. „Wir bieten unser Frühstück nun nicht mehr in Buffet-Form, sondern à la carte an. Ob wir das auch nach der Krise so beibehalten werden, wird sich zeigen“, so Heuberger. 

Karli Pichlmaier hofft darauf, spätestens im September wieder voll durchstarten  zu können.
© Paul Stajan Karli Pichlmaier hofft darauf, spätestens im September wieder voll durchstarten zu können.

Karli Pichlmaier, Ferl's Weinstube: Karli Pichlmaier, Chef von Ferl‘s Weinstube in Graz, blickt auf einige schwierige Wochen zurück: Der Spitzenkoch musste nicht nur seine Mitarbeiter (mit Wiedereinstellungsgarantie) kündigen, sondern aufgrund der Corona-Auflagen auch rund 30 Prozent seiner Tische streichen, um Gästen ab 15. Mai einen regelkonformen Aufenthalt gewährleisten zu können. „Dass nur noch maximal vier Personen pro Tisch Platz nehmen dürfen, ist hart. Da wir allerdings unser Hauptgeschäft über die Wintermonate machen, hoffen wir einfach, dass sich die Lage jetzt über den Sommer normalisiert und wir dann im September wieder voll durchstarten können“, so Pichlmaier. 

Veronika Fritz und Markus Rath, die Gastgeber des Schlosskellers
© apresvino.at Veronika Fritz und Markus Rath, die Gastgeber des Schlosskellers

Markus Rath und Veronika Fritz, Schlosskeller Südsteiermark: „Wir freuen uns schon sehr darauf, Gäste wieder mit unseren Spezialitäten zu verwöhnen“, so Veronika Fritz und Markus Rath, Gastgeber des Schlosskellers Südsteiermark in Leibnitz. „Nach einem tollen Start Anfang März mussten natürlich auch wir coronabedingt eine Vollbremsung hinlegen“, so Rath. Trotz einiger schwerer Wochen ist man im Traditionswirtshaus am Seggauberg positiv gestimmt: „Unter Einhaltung aller Sicherheits- und Hygienemaßnahmen haben wir für das Re-Opening eine neue Speisekarte vorbereitet. Im Mittelpunkt stehen saisonale Produkte wie Spargel, Maibock, Wildkräuter und Rhabarber“, so die beiden Gastronomen.

Der „Gasthof zum Hirschen“ öffnet erst wieder am 27. Mai.
© Eric Holan Der „Gasthof zum Hirschen“ öffnet erst wieder am 27. Mai.

Burghard Neumann, Gasthof zum Hirschen: Geht es nach der Schätzung von Burghard Neumann, Geschäftsführer des Gasthofs „Zum Hirschen“ in Altaussee, werden zwischen 15 und 20 Prozent der Gastronomie-Betriebe diese Krise nicht überstehen. „Das Gasthaussterben war schon vor dem Virus ein Riesenthema – durch Corona hat sich die Lage jetzt weiter verschärft“, betont der Gastronom. Um nicht draufzahlen zu müssen, sperrt Neumann seinen Betrieb erst mit 27. Mai wieder auf. „Wir müssen heuer mit einem Minus von rund 50 Prozent rechnen“, so Neumann. Seine Stammgäste freuen sich zwar auf die Wiedereröffnung, die Angst sitzt trotzdem oft mit am Tisch – von einem gemütlichen Beisammensein keine Spur. „Geselligkeit ist ein wichtiger Faktor der österreichischen Gastronomie. Heuer wird allerdings jeder für sich bleiben müssen“, betont Neumann. 

Renate und Daniel Lackner führen das Gasthaus Griesbauer.
© Gregor Hiebl Renate und Daniel Lackner führen das Gasthaus Griesbauer.

Renate Lackner, Gasthaus Griesbauer: Das Corona-Virus hat auch den Arbeitsalltag im Gasthaus Griesbauer in Kainbach bei Graz von heute auf morgen komplett auf den Kopf gestellt. „Wir haben unseren Gästen dann ab 17. April einen Abholservice angeboten, der auch gut angenommen worden ist“, berichtet Renate Lackner, Chefin des Traditionsgasthauses. „Wir haben das Glück, einen großen Gastgarten anbieten zu können – unsere Stammgäste freuen sich schon sehr darauf“, erzählt Lackner weiter. Um den wirtschaftlichen Schaden der letzten Wochen wieder ausgleichen zu können, überlegt die Chefin außerdem, künftig nur noch einen Ruhetag einzulegen. „Ich bin recht zuversichtlich, dass die Sommersaison gut verlaufen wird. Wir legen sehr viel Wert auf einen hohen Hygienestandard, Gäste können sich bei uns sicher fühlen“, betont Lackner. 

Im Gasthof Schäffer wird ab 15. Mai wieder auf­gekocht.
© Nicole Seiser Im Gasthof Schäffer wird ab 15. Mai wieder auf­gekocht.

Thomas Schäffer, Gasthof Schäffer: Ab dem 15. Mai wird im Gasthof Schäffer wieder aufgekocht. „Wir starten zwar mit einer kleineren Speisekarte und reduzierten Öffnungszeiten, aber wir freuen uns schon sehr auf jeden einzelnen Gast“, betont Geschäftsführer und Koch-Europameister Thomas Schäffer, der in Neuberg an der Mürz regionale und saisonale Gerichte auftischt. „Ich bin grundsätzlich positiv gestimmt und davon überzeugt, dass es jetzt wieder bergauf gehen wird. Die Stammkunden freuen sich bereits, wieder bei uns verwöhnt zu werden“, so Schäffer, dessen zehn Mitarbeiter in den vergangenen Wochen in Kurzarbeit waren. Der Abholservice bleibt darüber hinaus auch weiterhin bestehen. 

Fabian Palz ist vor allem auf die ersten zwei Wochen gespannt.
© GenussHirsch Fabian Palz ist vor allem auf die ersten zwei Wochen gespannt.

Fabian Palz, Wirtshaus GenussHirsch: „Die nächsten 14 Tage werden spannend für uns. Erst dann wird sich zeigen, wohin die Richtung geht“, so Fabian Palz, Geschäftsführer des Wirtshauses „GenussHirsch“ in Unterpurkla. Während des Lockdowns wurde im GenussHirsch ein Abholservice eingerichtet, um Stammgäste weiterhin verwöhnen zu können. Ab 15. Mai startet Palz mit sieben Mitarbeitern wieder in den Arbeitsalltag. „Wir haben glücklicherweise eine Terrasse, die uns gerade jetzt sehr gelegen kommt, da sich viele Gäste derzeit noch im Freien wohler fühlen. Ich bin optimistisch, dass wir einen guten Start hinlegen werden“, so Palz, der sich 2018 den zweiten Platz beim „Follow-Me-Award“ sichern konnte. 

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