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Jetzt stehen die Zeichen wieder auf Wachstum

Aktuelle Konjunkturdaten der KMU Forschung Austria für das Gewerbe und Handwerk stimmen zuversichtlich. Sorgen bereiten aber die Rohstoffpreise.

Mitarbeiter aus dem Baubereich arbeiten auf Geldmünzen
© Adobe Stock/tanu Nachfrage und Auslastung sind vor allem im Baubereich wieder gestiegen.

Langsam kommt sie zurück, die Zuversicht – auch in den steirischen Gewerbe- und Handwerksbetrieben. Das geht aus der jüngsten Konjunkturbeobachtung der KMU Forschung Austria hervor, im Zuge derer 291 Betriebe mit 6.277 Beschäftigten befragt wurden. So beurteilen 30 Prozent der Betriebe die Geschäftslage im zweiten Quartal mit gut, 47 Prozent mit gleichbleibend und 23 Prozent mit schlecht. Zum Vergleich: Im Vorjahresquartal lag dieser Wert noch bei 50 Prozent. „Das Stimmungsbarometer ist – ausgehend von einem sehr niedrigen Niveau – deutlich gestiegen“, resümieren die Studienautorinnen. Stellt man die Betriebe mit guten Beurteilungen jenen mit schlechten gegenüber, überwiegen jene mit guter Geschäftslage um sieben Prozent. Das zeigt sich auch an der besseren Auslastung.

Ein wichtiger Indikator für die Konjunkturentwicklung ist auch die allgemeine Stimmungslage, die sich auch in der Personalplanung niederschlägt: Laut KMU Forschung Austria ist auch die Erwartungshaltung der weiß-grünen Unternehmer für das dritte Quartal mit einem Saldo von 13 Prozentpunkten überwiegend positiv.

Keine weiteren Belastungen

„Die Konjunktur nimmt nach dem Corona-Krisenjahr 2020 nun langsam wieder Fahrt auf. Die Nachfrage springt wieder an, die Auftragslage ist in einigen Bereichen erfreulich gut“, resümiert Hermann Talowski, Obmann der Sparte Gewerbe und Handwerk. „Umso wichtiger ist es, dass keine weiteren Belastungen für Unternehmer kommen. Sie würden das zarte Pflänzchen der Konjunktur gleich wieder abwürgen.“

Doch freilich ist noch viel zu tun. Sorgenfalten bereiten dem Branchenvertreter vor allem die explodierenden Rohstoffpreise für Baumaterialien, was die Kalkulation für die Betriebe enorm erschwert. Talowski plädiert an die öffentlichen Auftraggeber, veränderliche Preise bei den Ausschreibungen zuzulassen. „Die Mehrkosten sollte der Bund für die Kommunen abdecken.“ Wie dramatisch die Preissteigerungen sind, zeigt sich etwa beim Baumaterial Holz. Dort haben sich die Preise zum Teil mehr als verdoppelt. „Immer wieder müssen Betriebe die Arbeit einstellen, weil Lieferengpässe zu enormen Verzögerungen führen“, so Talowski. Die Lieferzeiten für Baustoffe, so hört man aus der Branche, hätten sich zum Teil verdreifacht. „Bei vollen Auftragsbüchern müssen Betriebe ihre Mitarbeiter in Kurzarbeit schicken, weil schlicht das Material fehlt. Eine paradoxe Situation.“ 

Außerhalb des Bau-, Bauneben- und Bauhilfsgewerbes sind die Herausforderungen der Betriebe anders gelagert: Viele Unternehmen beklagen, dass sie zwar auch während des Lockdowns offenhalten durften, aber zum Teil massive Umsatzeinbußen hinnehmen mussten – etwa der Bereich Mode und Bekleidung: Hier sind die Kunden ausgeblieben, weil es keine Bälle, Feiern, Hochzeiten und Veranstaltungen gab. Ähnlich die Lage auch bei den Berufsfotografen und Veranstaltungstechnikern. „Wenn wir eine bundesweite Comeback-Strategie aufsetzen, dann müssen wir auch diese Branchen berücksichtigen“, fordert Talowski eine befristete Halbierung der Umsatzsteuer von 20 auf zehn Prozent für besonders betroffene Branchen – und zwar analog zur Gastronomie, Hotellerie und Kultur, wo der ermäßigte Steuersatz von fünf Prozent bis Ende 2021 verlängert wurde. „Das wäre eine sinnvolle Maßnahme, die den Restart der Wirtschaft unterstützt.“ 

Was Unternehmen nun erwarten

Für das dritte Quartal überwiegen die optimistischen Erwartungen der weiß-grünen Unternehmer um 13 Prozentpunkte.

Die steirischen Unternehmer blicken wieder zuversichtlicher in die Zukunft. Das geht aus den Daten der KMU Forschung Austria hervor, die im Zuge der Konjunkturbeobachtung im zweiten Quartal auch die Erwartungen der weiß-grünen Unternehmerschaft für das dritte Quartal abgefragt hat. Demnach erwarten 25 Prozent der Betriebe Steigerungen der Auftragseingänge bzw. Umsätze gegenüber dem Vorjahresquartal, 63 Prozent gehen von gleichbleibenden Aufträgen bzw. Umsätzen aus. Nur zwölf Prozent fürchten Rückgänge – zum Vergleich: Im Vorjahresquartal lag dieser Wert noch bei 37 Prozent.

Unterm Strich überwiegen also die positiven Erwartungen: Stellt man den Anteil der Betriebe mit positiven jenen mit negativen Erwartungen gegenüber, überwiegen die optimistischen Einschätzungen um 13 Prozentpunkte.

Die positive Grundstimmung schlägt sich auch in der Personalplanung nieder: 28 Prozent der Betriebe planen, den Beschäftigtenstand bis September um durchschnittlich 8,4 Personen zu erhöhen. 70 Prozent der Betriebe wollen den Personalstand konstant halten, zwei Prozent planen eine Reduktion um durchschnittlich 1,7 Personen. Unterm Strich ergibt sich daraus eine geplante Erhöhung des Personalstands um 6,7 Prozent.


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